Es fällt nicht leicht, angesichts so vieler Probleme und Krisen weltweit die Hoffnung zu bewahren, dass sich die Welt nachhaltig verändern lässt. Ein Gefühl der Ohnmacht und der Vergeblichkeit schleicht sich in den Alltag – ein gefährlicher Zustand, der radikalen Kräften in die Hände spielt! Doch es gibt ein Gegenmittel: Selbstwirksamkeit. Positiv in die Zukunft zu blicken und gemeinsam ins Handeln zu kommen, ist ein zentraler Bestandteil von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Kleinen zu erfahren, dass man etwas ändern kann, stärkt einen selbst für den nächst größeren Schritt – und beeinflusst auch das Umfeld. Dafür braucht es gleichermaßen Ideen wie Zuversicht. Hier kann etwa die Positive Psychologie helfen – die darauf abzielt, nicht gleich auf die Defizite unseres Lebens oder der Gesellschaft zu schauen, sondern das Gute in den Blick zu nehmen. Was war heute schön? Was hat dich ins Staunen gebracht? Worauf freust du dich heute? Fragen wie diesen kann man auch schon regelmäßig mit den Kindern nachgehen. Ein Gefühl des Miteinanders zu schaffen und gemeinsam wirksam zu werden, stärkt ebenfalls die eigene Psyche. Außerdem ist es vernünftig, immer mal wieder die schlechten Nachrichten rund um Katastrophen beiseite zu schieben und den Blick auf die positiven, langsameren Entwicklungslinien der vergangenen Jahrzehnte zu richten.

Leseempfehlungen:

Rutger Bergmann: „Im Grunde gut“ 

Ronja von Wurmb-Seibl: „Zusammen“

 

September 2026, Bild: Annika Voßen

 

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