Welche Pflanze wächst denn da?
Ziel des Projekts „Welche Pflanze wächst denn da? – Entdecker*innen auf Spurensuche“ war es, dass die Kinder spielerisch Pflanzen in ihrer Umgebung entdecken, einfache Bestimmungsmerkmale kennenlernen und Wertschätzung für die Natur und Artenvielfalt entwickeln. Unsere pädagogischen Ziele waren die Förderung von Naturbeobachtung und Achtsamkeit, die Schulung der Sinne (sehen, fühlen, riechen), Wortschatzerweiterung (Blatt, Stängel, Blüte, krautig, stachelig etc.), erste botanische Unterscheidungen erkennen (Baum, Blume, Gras, Klee) und Verantwortungsgefühl für Natur und Umwelt stärken.
Ablauf:
Woche 1: Pflanzen entdecken – gemeinsamer Spaziergang mit Sammelaktion
Woche 2: Pflanzen beschreiben und unterscheiden – Vergleich: Bildkarten – welche Pflanzen ähneln sich?
Woche 3: Bestimmen und dokumentieren – Presse bauen und Pflanzen trocknen
Woche 4: Präsentation und Abschluss – Ausstellung in der Kita und im Elterncafé mit Pflanzenpostern, Zeichnungen, Fotos
FABIDO Familienzentrum Bergparte, Dortmund
Abenteuer im Wald
Um die Natur mit allen Sinnen zu erleben, haben wir eine Waldwoche für die Kinder gestaltet. In dieser Zeit wurde der Kita-Alltag kurzerhand in den Wald verlegt. Ausgestattet mit Lupen, Handschuhen und Eimern machten sich die Kinder neugierig auf Entdeckungsreise durch die Natur. Der Besuch eines Försters ermöglichte spannende Einblicke in die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Gemeinsam haben wir Waldregeln aufgestellt, z.B. wird nicht an Pflanzen und Bäumen herumgerissen, um diese zu schützen oder es wird nicht herumgeschrien, um die Tiere nicht zu verschrecken. Wir haben auch überlegt, wie wir uns umweltbewusst verhalten können – mit dem Ziel, die Natur und ihre Bewohner zu achten und zu schützen.
DRK-Kita „Mühlenzwerge“, Blankenheim-Mülheim
Unser Waldausflug – Ein Nest für den Frühling
Einmal in der Woche machen wir einen spannenden Ausflug in den Wald. Die Kinder waren neugierig und voller Energie – genau richtig, um den Frühling mit allen Sinnen zu entdecken. Gemeinsam suchten wir Stöcke, Blätter und Moos, und schon bald entstand mit vereinten Kräften ein großes Vogelnest mitten im Wald. Die Kinder waren begeistert, wie weich und gemütlich es geworden ist, und einige setzten sich sogar hinein – wie kleine Vogelküken.
Beim Bauen sprachen wir über die Vögel, die jetzt im Frühling wieder zurückkehren, über ihren Nestbau und warum sie so fröhlich singen. Die Kinder hatten viele spannende Ideen und Fragen und hörten aufmerksam zu. Es war ein schöner Vormittag, bei dem die Natur mit allen Sinnen erlebt wurde.
KreativitätsKindertagesstätte Treptow, Berlin
Kunst im Einklang mit dem Wald
Unsere Kita-Waldtage bieten den Kindern eine wertvolle Gelegenheit, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen. Durch verschiedene Aktivitäten fördern wir die Achtung und Wertschätzung aller Lebewesen und des Ökosystems. Die Kinder beobachten Tiere, erkunden Pflanzen und entdecken die kleinen Wunder des Waldes. An diesen besonderen Tagen schmücken wir den Wald bspw. mit all seinen Schätzen –von Blättergirlanden über Waldgesichter, die die Bäume zum Leben erwecken und erstellen Frottage Bilder, die die Texturen der Natur einfangen u.a.m. Die Kinder lernen, die Schönheit und Vielfalt des Waldes zu schätzen und entwickeln ein tiefes Verständnis für die Natur. Gleichzeitig setzen sich die Kinder aktiv für den Naturschutz ein, indem sie herumliegenden Müll im Wald einsammeln und erfahren, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, unsere Umwelt zu schützen. So wird der Wald nicht nur ein schöner Spielort, sondern auch ein Ort, den wir alle respektieren und schützen sollten.
DRK Kita Sonnenhügel, Düsseldorf
Natur pur – Mit Kindern forschen, werkeln und staunen
Unsere neue Naturwerkstatt ermöglicht Kindern, Natur mit allen Sinnen zu erleben, zu forschen und kreativ etwas zu gestalten. Beim Basteln und Experimentieren mit Naturmaterialien stärken sie Fantasie, Wissen und soziale Kompetenzen. Die Werkstatt ist vielseitig gestaltet – mit Bastel-, Forscher- und Experimentierbereichen – und bietet auch draußen Raum für kreatives Arbeiten. Im Alltag sammeln die Kinder bei uns Materialien, bauen Insektenhotels, forschen mit Lupe und Wasser, gestalten mit Naturfarben oder hören Klänge von Steinen und Zapfen. So lernen sie spielerisch Mathematik, Naturwissenschaft, Sprache und Nachhaltigkeit kennen. Wichtige Regeln: Werkzeuge sicher nutzen, Natur respektieren, Materialien sorgfältig behandeln, gemeinsam arbeiten und aufräumen.
Beim Forscherfest konnten die Eltern unsere neue Wurmbox kennenlernen, sich über unsere Naturwerkstatt informieren und deren Eröffnung miterleben. Zudem waren Eltern und Kinder eingeladen, hierfür selbst einen kleinen Beitrag zu leisten: Alle brachten etwas mit, das sie unterwegs in der Natur gefunden hatten – ein schöner Impuls, der das Thema Nachhaltigkeit auch in den Familienalltag trug.
Kita Kükennest, Kleinmachnow
Geheime Welt unter unseren Füßen
Boden ist Lebensraum, Speicher, Filter und Nährstoffquelle zugleich. Unsere Forscherreise beginnt im Wald, wir untersuchen den Waldboden ganz genau: Mit Lupen entdecken wir winzige Tiere und Pilze. Wir vergleichen, riechen und fühlen trockene und feuchte Erde. Vorsichtig schaufeln wir ein Loch – die unterschiedlichen Erdschichten erstaunen die Kinder. Um den Aufbau des Waldbodens noch anschaulicher zu machen, bauen wir gemeinsam einen Schaukasten aus recycelten Materialien. Die Plexiglasscheibe von einem alten Terrarium wird durch Teile einer alten Palette gehalten, die Rückwand ist eine Sperrholzplatte aus unserem Fundus. Waldboden tragen wir schichtweise vorsichtig ab und füllen diesen naturgetreu in den Schaukasten. Von der Laubschicht über den Humus bis hin zur mineralischen Erde. Spannend: Oben aus dem Kasten wachsen Pflanzen – ein sichtbares Zeichen, dass aus Boden Leben entsteht. Die Kinder beobachten täglich: Wachsen die Wurzeln? Kommen kleine Tiere? Ist der Boden trocken oder feucht?
Kita St. Franziskus, Essen
Pflanzen erlebbar machen
Blüten und Pflanzen für Kindern erlebbar machen. Auf unseren Hochbeeten im Hof der Kita haben wir gemeinsam mit den Kindern neue Pflanzen gepflanzt. Die Pflanzen erhielten wir kostenlos vom Schulbiologiezentrum. Da nicht alle Pflanzen schon blühten, haben wir die Idee entwickelt, für Kinder und Eltern neben jede Pflanze ein selbst gestaltetes Schild zu stecken, auf dem sich der deutsche Pflanzenname und die Blüte befindet, die zur jeweiligen Pflanze gehört. Eine Fachkraft gestaltete die Schilder. Wenn Kinder Pflanzennamen hören und evtl. lernen, hat das viele positive Effekte – für ihre sprachliche Entwicklung, ihren Wortschatz und Naturbindung. Kinder lernen Pflanzen, indem sie diese bewusst wahrnehmen. Durch die Bilder der Blüte konnten die Kinder die Entwicklung der Pflanze verfolgen. Namen regen zum Fragen und Erzählen an. Pflanzen unterscheiden zu können, gibt Orientierung. Durch die Schilder nehmen die Kinder auch Feinheiten der Pflanzen wahr – Farben, Formen und Gerüche.
Lotus Kinderkrippe, Hannover
Leben auf dem Land - Lernen mit allen Sinnen
Wie wächst eigentlich eine Karotte? Was bedeutet nachhaltige Landwirtschaft? Unsere Kinder erfahren die Bedeutung von Natur, nachhaltiger Landwirtschaft, gesunder Ernährung und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen wie zum Beispiel Wasser und Lebewesen (Bienen, Regenwürmer, Insekten etc.) – durch eigenes Tun, Beobachten, durch Anbau und Pflege und durch das Einfahren der Ernte – ein praktischer Zugang zu gesunder Ernährung, Umweltschutz und Verantwortungsbewusstsein. Die Kinder erleben das gesamte Gartenjahr – vom Vorbereiten der Felder (Archegarten und Hochbeete) über die Anzucht und die Pflege der Pflanzen bis hin zum Ernten und Verarbeiten. Durch unseren Kooperationspartner (LVR Freilichtmuseum Lindlar) haben wir vielfältige Möglichkeiten, nicht nur den eigenen Garten und die eigenen Hochbeete zu bewirtschaften, sondern auch Einblicke in die täglichen Arbeiten auf den Feldern und in den alten Häusern zu erhalten.
Johanniter-Museumskita Lindlar
Lernort Garten – Vom Ausprobier-Beet bis zum Hochbeet
Um den Kreislauf der Natur unmittelbar wahrzunehmen, gestalteten wir unseren Garten weiter und es entstanden neben den „Ausprobier-Beeten“ auch Hochbeete für Gemüse mit Solarbewässerung, Kräuterbeete, Blumenbeete, Naschbeete, Obstbäume, und eine Weinlaube. Die Kinder teilten ihre Wünsche mit, welche Obst- und Gemüsesorten sie in ihrem Garten pflanzen möchten. Ein Beet zum freien Experimentieren nutzen die Kinder, um selbst zu entscheiden was dort gepflanzt und gesät wird. Ebenfalls zum Garten gehören Blumenbeete. Hier integrierten wir weitere Sitzplätze, von denen Blütenpracht und Insektengewimmel beobachten werden kann. Das Insektenhotel kommt den Wildbienen zugute. Neben den Beeten erschufen wir Bereiche, die sich selbst überlassen bleiben und vor uns Menschen geschützt werden. Vogeltränken, Futterstellen und Nistkästen wurden angebracht. Wir schafften uns Gartengeräte an, zu denen die Kinder jederzeit Zugriff haben. Außerdem kauften wir Becherlupen, Ferngläser sowie Bestimmungsbücher.
Johanniter Kita der Kinderakademie, Eberswalde
Naturnaher Barfußpfad
Im Rahmen einer partizipativen Elternaktion wurde in einer ersten Elternbeiratssitzung das innovative Projekt „Naturnaher Barfußpfad“ entwickelt. Bereits in diesem Termin wurden alle Eltern frühzeitig ins Boot geholt, indem kreative Ideen und Anregungen umfassend gesammelt wurden. Im Anschluss konnte jede Familie ihren individuellen Beitrag leisten – sei es durch das Mitbringen von Materialien, tatkräftige Unterstützung oder die Mitgestaltung des Pfades. Das gemeinsame Schaffen und die kooperative Initiative stärkt nachhaltig die Kita-Eltern-Partnerschaft und trägt substanziell zum Bildungsprozess der Kinder bei. Durch das Erspüren unterschiedlicher Naturmaterialien mit den Füßen werden nicht nur ihre sinnliche Wahrnehmung, ihr Körpergefühl und ihre Motorik auf spielerische Weise gefördert, sondern auch das Bewusstsein für die Natur geschärft. Die Verwendung natürlicher und recycelter Materialien beim Bau des Pfades unterstreicht unser Engagement für Nachhaltigkeit.
DRK-Kita Zauberwald, Neuss









