Auf einer Pinnwand sind Papiere mit Aufschriften wie Erklärung, Partizipation und Durchführung zu sehen. Darunter stehen die Termine für die Klimaversammlungen

Partizipation als Schlüssel zur Chancengleichheit

Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Chancengleichheit und einen achtsamen Umgang miteinander. In unserer Einrichtung hat jedes Kind unabhängig von Herkunft, Kultur oder Beeinträchtigung die gleichen Möglichkeiten, sich einzubringen und mitzubestimmen. Wir leben Partizipation in unserem Kita-Alltag. In unserer Verfassung ist die Mitbestimmung festgelegt. Basierend darauf geben wir den Kindern durch das Kitaparlament, der Kitavollversammlungen (beide Gruppen) und unserer Gruppenbesprechung (Gruppenintern) eine Stimme und sie können über Themen, Wünsche und Entscheidungen abstimmen.

So erfahren sie, dass ihre Meinung wichtig ist und sie aktiv den Alltag mitgestalten können. Damit alle Kinder an diesen Abstimmungen teilnehmen können, nutzen wir visuelle Hilfsmittel, wie Fotos und kindgerechte Abstimmungsmethoden. So wird Mitbestimmung für jedes Kind greifbar und verständlich. Durch diese gelebte Partizipation schaffen wir ein nachhaltiges Fundament für Chancengleichheit.

Kita Piepmatz, Bergheim


Bilder vom Gießen, von einem Obst-Memory und dem Buch Die Wette.

Partizipative Gestaltung des Hochbeetes

Im Kinderparlament wurde besprochen, was ein Hochbeet ist und welchen Nutzen es für Mensch und Natur hat. Im nächsten Schritt haben wir uns mit den Pflanzen beschäftigt und überlegt, was sie zum Wachsen brauchen. Außerdem haben wir erarbeitet, welche Gemüsesorten nebeneinander eingepflanzt werden können und welche sich eher nicht vertragen. Um die Kinder aktiv mit einzubeziehen, haben wir anschließend demokratisch entschieden, welche Gemüsesorten und Beeren wir einsäen wollen. Zum Abschluss haben wir uns das Buch „Die Wette“ angeschaut, welches die Themen Natur, Verantwortung und nachhaltiges Handeln bearbeitet. Durch diesen Prozess hatten alle Kinder die Möglichkeit, ihre Meinung einzubringen und die Gestaltung unseres Hochbeets aktiv mitzubestimmen. Das Projekt verbindet Partizipation, Umweltbildung und praktische Erfahrung. Die Kinder erleben, wie Lebensmittel wachsen, übernehmen Verantwortung für die Pflege und entwickeln ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im Alltag.

FABIDO Familienzentrum Oesterstraße, Dortmund


Ein Plakat mit einer Aufschrift für Kinderrechte

„Ich – Du – Wir – Gemeinsam sind wir BUNT!“ – Ein Projekt für Vielfalt, Zusammenhalt und Kreativität

In unserer KreativitätsKindertagesstätte Treptow glauben wir fest daran, dass jede*r Einzelne einzigartig und wertvoll ist. Mit unserem Jahresthema „Ich – Du – Wir – Gemeinsam sind wir BUNT!“ möchten wir Kindern, Eltern und unserem Team die Bedeutung von Vielfalt, Gemeinschaft und Kinderrechte näherbringen – auf spielerische und kreative Weise. Im Mittelpunkt steht die Förderung des Miteinanders und des respektvollen Umgangs untereinander. Wir setzen auf Vielfalt in all ihren Facetten: kulturell, sprachlich, kreativ und individuell. In Projekten sprechen wir über das, was die Kinder unter Kinderrechten verstehen. Mit Farben, Formen und Geschichten entdecken wir die Welt des „Wir“. Hier wird das „Ich“ gefeiert, dass „Du“ geachtet und das „Wir“ gestärkt – denn nur gemeinsam sind wir wirklich BUNT!

KreativitätsKindertagesstätte Treptow, Berlin


Verschiedene Kinderrechte sind an der Wand aufgehängt.

Alle Kinder dieser Welt haben Rechte!

Die Kinderrechte sind ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Zehn Wochen lang stand jeweils ein einzelnes Recht – wie das Recht auf Privatsphäre oder das Recht für Kinder mit Behinderung auf das bestmögliche Leben in der Gesellschaft – im Mittelpunkt unseres Montag-Morgen-Kreises, anschaulich und lebendig! Zu jedem Recht gab es ein gruppenübergreifendes Angebot: So entstanden beispielsweise die roten und grünen Wende-Smileys für die Toilettentüren, die zeigen, ob sie besetzt oder frei sind. Auf der Wiese wurden Gemeinschaftsspiele gespielt, im Rollenspielbereich eröffnete eine Arztpraxis mit Puppen und Stofftieren. Die Kinder führten sich gegenseitig mit verbundenen Augen und lernten erste Gebärden. Wir machten Obstsalat, stimmten den Essensplan ab und betrachteten Bilderbücher rund um unsere Kinderrechte. Unser Projekt-Highlight: das Lied „Alle Kinder dieser Welt haben Rechte“ – es hat sich zusammen mit dem Thema tief in unsere Herzen gesungen.

Kita St. Franziskus, Essen


Die Kinder bekommen die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern.

Die "Meine Meinung ist wichtig-Stunde"

Partizipation wird in unserer Einrichtung großgeschrieben, die Kinder sind aktiv bei den Entscheidungen dabei und sie können ihre Wünsche und Anliegen frei äußern. In 1:1 Situationen fällt dies manchen Kindern leichter als vor der gesamten Gruppe.

Wir führten somit eine Möglichkeit für eine Art Beschwerdemanagement ein, bei dem die Kinder einzeln zu Wort kommen. Diese Zeit nennen wir „Meine Meinung ist wichtig - Stunde“. Hierfür wurde eine gemütliche Ecke im Büro eingerichtet, in der sich die Kinder über bestimmte Abläufe, Materialien oder Personen beschweren können und anschließend gemeinsam eine Lösung gesucht wird.

Dies wird kindgerecht in einem Protokoll festgehalten. Das jeweilige Kind darf dann entscheiden, ob dieses Protokoll an die Informationstafel der KiTa oder direkt in sein Portfolio kommt. Die Kinder lernen somit: Jede Stimme ist wichtig!

KiTa Siedlungsstrolche, Köln


Ein Mädchen malt ein Selbstporträt.

Selbstporträts – alle anders, und doch alle gleich!

Als Kita mit vielseitigem Umfeld ist es uns besonders wichtig, die Kinder erfahren zu lassen, dass sie alle gleich zu betrachten sind – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder den sozialen Verhältnissen, aus denen sie stammen. Zuerst besprechen wir die jeweiligen optischen Merkmale eines jeden Einzelnen. Dann dürfen die Kinder sich selbst malen. In einer weiteren Gesprächsrunde werden nun alle Selbstportraits miteinander betrachtet. Als Fazit zieht die Gruppe, dass zwar jedes Kind ein individuelles Aussehen hat, es aber dennoch Eigenheiten gibt, die mehrere Kinder in unterschiedlicher Form aufweisen. Jetzt wird besprochen, ob Kinder mit anderen äußeren Merkmalen auch andere Rechte im Kindergartenalltag oder in den Familien zuhause haben. Schnell erkennen die Kinder die Gleichheit in ihren Rechten – auch mit anderem Aussehen, Geschlecht oder anderer Herkunft. Gemeinsam ziehen wir das Fazit, dass alle Menschen das Recht auf Gleichheit haben. Die Portraits hängen nun im Flur aus.

Städtische Kindertageseinrichtung Alsfeld


Ein Memoryspiel zum Thema gesunder Ernährung

Kinderparlament

Seit vielen Jahren spielt die Partizipation eine wichtige Rolle in unserer Einrichtung. Damit die Kinder noch mehr mitentscheiden können und lernen, ihre Meinung zu vertreten, haben wir dieses Thema nochmals in den Fokus genommen. Seit Jahren gibt es bereits ein Kinderparlament in unserer Einrichtung, welches aus zwei Kindern pro Gruppe besteht. Jede Gruppe wählt ihre Vertreter*innen und alle 3 Monate wird neu gewählt.

Damit das Kinderparlament regelmäßig und aktiv mit einbezogen wird, können die Kinder entscheiden, was es mittwochs zum Frühstück gibt. An diesem Tag bieten wir das Frühstück von der Kita an. Immer freitags setzt sich jetzt das Kinderparlament zusammen und bringt Ideen der Kinder aus ihren Gruppen mit. Nach der Ideenfindung wird demokratisch abgestimmt, was es zum Frühstück gibt. Die Kinder lernen dadurch auch, dass nicht nur ihre Meinung wichtig ist, sondern auch, dass sie die Meinungen ihrer ganzen Gruppe vertreten müssen.

Kita St. Elisabeth, Brilon


Philosphieren mit Kindern: Ein Plakat mit Begriffen zum Thema

Partizipation: Philosophieren lernen

Wir ermutigen die Kinder, ihre Meinung und Wünsche zu äußern, an Entscheidungen teilzunehmen und aktiv mitzugestalten. Philosophieren mit Kindergartenkindern ist eine wunderbare Möglichkeit, ihre Neugier und Kreativität zu fördern. In der Kita können die Kinder durch das Stellen von Fragen und das Diskutieren des Themas „Was ist für dich Natur?“ ihre eigenen Gedanken und Meinungen entwickeln. Durch diesen Prozess hat sich das Thema „Herbstveränderungen der Natur“ für die Drei- und Vierjährigen herauskristallisiert. Die Kinder entwickeln durch diesen Zugang ein tieferes Verständnis für die Veränderungen in der Natur und deren Bedeutung.

Die Kinder erlebten anschließend den Herbst mit allen Sinnen. Sie lauschten dem raschelnden Laub unter ihren Füßen, schnupperten den frischen Duft der kühlen Luft und beobachteten die bunten Farben der Blätter. Mit Begeisterung erforschten sie gefrorene Pfützen, matschige Wege und Äcker. Sie sprangen in die Pfützen, ließen die kalte Erde durch ihre Finger rieseln und sammelten Kastanien.

Kita Margherita, Würzburg


Eine Collage verschiedener Plakate zum Thema Kinderrechte

Starke Stimmen – Gemeinsam für unsere Rechte!

In unserem Besprechungskreis der Kinderkonferenz diskutieren die Kinder aktiv darüber, was ihnen wichtig ist. Hier ermutigen wir sie, ihre Wünsche und Anliegen zu äußern – sei es, was sie spielen möchten oder welche Feste sie feiern wollen. Dieser Austausch fördert nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern stärkt auch ihre sozialen Kompetenzen.

In unserem Projekt „Wir starken Kinder“, haben wir gemeinsam mit den Kindern ihre Mitbestimmungsrechte thematisiert . Unter dem Motto „Hand drauf, wir Kinder haben Rechte“ haben wir sie dazu angeleitet, ihre Rechte zu erkennen und aktiv zu leben.

Ziel beider Initiativen ist es, den Kindern eine Stimme zu geben und sie zu ermutigen, eine nachhaltige Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen – denn jedes Kind hat das Recht, gehört zu werden!

Städt. Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Braukämperstraße, Gelsenkirchen


Kinderparlament in der Kita

Seit vielen Jahren spielt die Partizipation in unserer Kita eine große Rolle. Kinder erfahren durch die Partizipation Selbstbestimmung über das eigene Leben und werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand an sie betreffenden Entscheidungen beteiligt. Schon unsere jüngsten Kinder können sich ihre Spielbereiche auswählen, entscheiden darüber ob sie frühstücken möchten und gestalten Gruppenprozesse und Projekte mit.

Nun haben wir uns dazu entschieden, ein Kinderparlament zu gründen, bestehend aus jeweils zwei Kindern pro Gruppe, die in einem demokratischen Verfahren von allen Kindern gewählt wurden (Wahlverfahren mit Fotos, Steine als Wahlstimme). Das Kinderparlament trifft sich mindestens vier Mal im Jahr und bespricht diverse Themen (Gestaltung der Gruppe, Ausflüge, Projekte uvm.). Das Kinderparlament präsentiert sich über einen digitalen Bilderrahmen im Hauptflur. Die Ergebnisse der Sitzungen werden den Eltern zukünftig schriftlich mitgeteilt.

Städtische Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Mehringstraße, Gelsenkirchen


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