Konsum

SDG 3
SDG 8
SDG 12
SDG 13

Ein nachhaltiges Konsumverhalten zu erlernen, ist heute wichtiger denn je, angesichts begrenzter Ressourcen, riesiger Müllberge und wachsender Umweltprobleme – etwa durch Chemikalien, die bei der Textilproduktion eingesetzt werden. Zum Klimaschutz trägt ein bewussteres Konsumverhalten entschieden bei, weil sowohl bei der Herstellung als auch der Verbrennung von Verpackungen oder Gebrauchsgegenständen wie Spielzeug viel CO2 entsteht. Auch die globale Gerechtigkeit sollten wir bei unserem Konsumverhalten im Blick behalten: Vor allem bei billigen Spielzeugen und Textilien haben die Menschen in den Produktionsländern die Kosten zu tragen, etwa mit ihrer Gesundheit.

Energie

SDG 7
SDG 13

Für Kinder ist der Bereich Energie lebensnah erfahrbar – durch kleine Experimente mit Wasser, Sonne oder Wind oder auch beim bewussten Ausschalten von unnötigen Lampen. Der Bogen lässt sich hier leicht zum Thema Klimaschutz und der Vermeidung von CO2 schlagen. Denn unser Energieverbrauch ist oftmals noch mit der Nutzung fossiler Energieträger verbunden (vor allem bei der Heizung) – und die Treibhausgase heizen die Erde auf. Die gute Nachricht: Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen! Die Energiewende, etwa durch bewusstes Ressourcensparen oder den Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter, und die damit einhergehende Vermeidung von Treibhausgasen verändert also schon Deutschland und die Welt.

Wasser

SDG 6
SDG 14
SDG 15

Oft ist uns nicht bewusst, wie wertvoll unser Leitungswasser ist, das wir hier in Deutschland so einfach aus dem Wasserhahn zapfen und trinken können! Denn etwa ein Viertel der Weltbevölkerung hat gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die gute Nachricht: Der Anteil ist deutlich gesunken in den letzten Jahren. In einigen Ländern des globalen Südens stellt sauberes Wasser allerdings eine knapper werdende Ressource dar, die Konfliktpotenzial birgt. Auch in Deutschland müssen sich manche Regionen im Sommer inzwischen mit dem Thema Wasserknappheit auseinandersetzen. Durch die Klimakrise treten immer häufiger längere Trockenperioden auf, die die Grundwasserstände sinken lassen und künftig auch die regionale Versorgung belasten werden. Auch der Druck auf die Ökosysteme nimmt zu, wenn sauberes Wasser fehlt. Zukunftsorientiertes Denken und Handeln kann hier mit den Kindern thematisiert werden: Wasser ist lebenswichtig! Wasser sollte achtsam genutzt werden und für alle Menschen und Lebewesen da sein.

Mobilität

SDG 3
SDG 11
SDG 13

Es lohnt sich, sich mit den Kindern zusammen mit Mobilitäts-Gewohnheiten auseinanderzusetzen, diese zu hinterfragen und zu verändern, um CO2 zu sparen und das Klima zu schützen. Wenn sich Kinder selbstständig fortbewegen mit Roller, Laufrad, Fahrrad oder zu Fuß, ist das natürlich auch gut für sie selbst – für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen (Kinderrecht auf Gesundheit und Bewegung, sicheres Verhalten im Straßenverkehr), ihren Orientierungssinn und ihr Selbstvertrauen. Es gibt also viele Argumente, hier mit den Familien ins Gespräch zu gehen.

Mit den Kindern Zukunftsutopien auszudenken, gibt dem Thema eine neue Richtung: Spannend ist etwa die Grundsatzfrage, welche Art von Infrastruktur wir künftig brauchen. Wie sollten unsere Städte gestaltet sein, welches Verkehrsmittel hat Priorität? Der Blick in die Welt kann hier auch neue Perspektiven eröffnen – wie bewegen sich denn Kinder in anderen Ländern der Erde normalerweise fort?

Praxisbeispiele

Ernährung

SDG 2
SDG 3
SDG 10
SDG 12

Das Nahrungsangebot ist unübersichtlich und viele Lebensmittel werden nicht nachhaltig produziert. Zudem enthalten sie häufig zu viel Fett, Salz, Zucker und Zusatzstoffe.

Die Kita und die Kindertagespflege hat viele Möglichkeiten, um einen nachhaltigen Ernährungsstil umzusetzen und Kindern einen eigenen Zugang zum Beispiel über Aussähen, Pflanzen, Pflegen, Ernten und Zubereiten zu bieten. Auch die Kenntnisse von Gemüse- und Obstsorten und das Genießen der Vielfalt legen wichtige Grundsteine für die spätere Wahl an Nahrungsmittel.

Natur und Artenvielfalt

SDG 11
SDG 13
SDG 14
SDG 15

Wir Menschen sind, wie alle Tiere und Pflanzen, Teil eines weltumspannenden Ökosystems. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt ist für uns enorm wichtig, etwa wenn es um unsere Nahrungsmittel, aber auch um sauberes Wasser und saubere Luft geht.

Denn geht die Artenvielfalt verloren, hat das Auswirkungen auf ganze Nahrungsketten in der Natur – sterben etwa die Insekten, so fehlt es auch den Vögeln an Nahrung. Ausgehend von der Faszination, die Lebewesen auslösen, ergibt sich eine Fülle an Möglichkeiten für den Alltag mit Kindern. Das kann schon mit kleinen Saat-Aktionen auf der Fensterbank beginnen.

Wetter und Klima

SDG 3
SDG 12
SDG 13

Bei den Themen Wetter und Klima ist der Fokus auf den Klimaschutz ausgerichtet. Kinder können sich ganz einfach mit dem Wetter befassen und so auch in einem zweiten Schritt auch unser Klima kennenlernen.

Das Wetter hat viele Gesichter und umfasst auch den Wechsel der Jahreszeiten und die damit einhergehenden Veränderungen. Kinder können durch Wetterbeobachtungen und Experimente beispielweise die Bedeutung von Sonnenschein oder Regen für die Umwelt erfahren und deren Auswirkungen wahrnehmen.

Praxisbeispiele

Abfall

SDG 12
SDG 13

Jeder weiß, dass die natürlichen Ressourcen unseres Planeten wie Holz, Erdöl, Metall, Mineralien oder Sand endlich sind. Nur leider verhalten wir uns nicht so, sondern gehen verschwenderisch mit ihnen um. Nur wenn wir lernen, weniger Ressourcen und diese effizient zu nutzen, stehen sie auch in Zukunft allen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Höchste Zeit für ein Umdenken beim Einkauf, ein Achten auf Verpackungen und deren richtige Entsorgung. Hier können Fachkräfte in Kita oder Kindertagespflege ihre eigenen Verhaltensweisen hinterfragen, aber auch alltagsnah Umweltbildung betreiben.

Chancengleichheit

SDG 4
SDG 5

Kinder entdecken früh, dass jeder Mensch anders ist: Mädchen oder Junge, dunkle oder helle Haut, blonde oder rote Haare, dick oder dünn, Brille oder keine, wortkarg oder redselig. Sie hören, dass jemand zwei Mütter hat oder der Vater mit einem Mann zusammen ist. Sie erfahren: Alle Menschen sind einzigartig und das zeichnet sie aus. Die Kita oder Kindertagespflege hat hier die Aufgabe, den Kindern ein Bewusstsein für die Vielfalt unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Alle Kinder sollen mit Respekt behandelt werden und in ihrer eigenen Identität gestärkt werden. Alle sollen eine echte Wahlfreiheit haben, wer sie sein wollen, und die gleichen Chancen haben. Die Fachkräfte sollten daher überlegen, ob die Räume und Angebote so gestaltet sind, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, sich hier wiederzufinden.

Kulturelle Vielfalt

SDG 4
SDG 10
SDG 16

Es gibt viele Berührungspunkte und Aktionen, in denen Kinder ihren Blick hin zum Globalen weiten und andere Kulturen, die dortigen Gewohnheiten und Lebensbedingungen erleben können. In jeder Kultur werden beispielsweise (religiöse) Feste gefeiert, die prägend sind und die die Kita oder Kindertagespflege aufgreifen kann.

Es geht hierbei allerdings nicht um das Nachfeiern eines exotischen Festes aus einem anderen Land der Erde, sondern um die Lebensrealität mancher Familien hier. Die Kita oder Kindertagespflege ist so auch ein Ort der Integration für Kinder aus internationalen Familien, deren Eltern beispielsweise wegen der besseren Arbeitsbedingungen nach Deutschland gezogen oder die vor Krieg, Erdbeben, Überschwemmungen oder wegen der Einschränkung von Menschenrechten geflohen sind.

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