Konsum
Nachhaltig tauschen – unser Kita-Tauschschrank ist da!
Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und genau hier setzen wir in unserer Kita an. Mit unserem neu eingeführten Tauschschrank möchten wir Kindern und Eltern einen bewussteren Umgang mit Konsum und Ressourcen näherbringen. Ob Bücher, Kleidung, Spiele oder kleine Alltagsgegenstände: Was die eine Familie nicht mehr braucht, kann für eine andere von großem Wert sein.
Der Tauschschrank steht allen Familien offen und wird regelmäßig neu bestückt. Über unser Padlet (Online Wochenrückblick) geben wir auch regelmäßig Einblicke in den Inhalt des Tauschschrankes. So schaffen wir eine einfache Möglichkeit, Dinge weiterzugeben, statt wegzuwerfen – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig lernen die Kinder, wie sinnvoll es ist, Ressourcen zu schonen und Gebrauchtem neues Leben zu schenken.
Ein kleiner Schrank mit großer Wirkung – für mehr Achtsamkeit im Alltag und ein verantwortungsvolles Miteinander.
Johanniter-Museumskita Lindlar
Wiederwendbares Weihnachtsfenster
Im Sinne der Nachhaltigkeit habe ich dieses Jahr aus alten Kartons und Resten von Bastelpapier ein „Weihnachtsfenster“ für jedes Kind und mit jedem Kind gebastelt. Einen Karton haben wir dafür in Weihnachtspapier verpackt und an jeder Klappe mit einem Griff aus Pfeifenreiniger versehen. Das Innenleben haben wir nur locker mit Resten von Bastelpapier ausgefüllt und ebenfalls ganz locker mit kleinen Basteleien bestückt – so können Eltern und Kids die Basteleien herausnehmen und als Weihnachtsschmuck nutzen oder verschenken, und jedes Papier ist wieder mit neuer Kreativität einsetzbar. Das Fenster selbst kann zur ungefährlichen Spielzeugkiste werden ohne Kanten und Ecken. Zudem habe ich nur aus Klorollen und kleinen Fruchtkörben Elche gebaut, wobei ich in die Körbchen Gesundes gelegt habe, besser als Schoko. Das alles kam gut an bei den Eltern.
Kindertagespflege von Annemarie Böhle-Schuck, Bonn
Unser Tauschschrank
Zur Einführung des Themas Nachhaltige Kita wurde auf einem Elternabend gemeinsam mit den Eltern entschieden, zusammen einen Tauschschrank in unserer Einrichtung zu installieren. Dank der Spende einer Familie wurde uns ein Schrank für die Umsetzung des Projekts zur Verfügung gestellt. Aus der Elternschaft erklärten sich zwei Mütter in Zusammenarbeit mit uns bereit, sich für den Schrank verantwortlich zu fühlen.
Der Tauschschrank dient dazu, den Kindern und Eltern einen bewussten Umgang von Konsum und Verzicht nahe zu bringen. Der Schrank ist für alle Familien im Eingangsbereich frei zugänglich. Hier befinden sich Spielmaterialien, Bücher und CDs, die von Zuhause mitgebracht werden und gegen ein anderes Material kostenfrei ausgetauscht werden können.
Den Kindern wird somit ein bewusster und nachhaltiger Umgang nahegebracht, in dem sie gebrauchte Materialien nicht kaufen, sondern eintauschen und wiederverwerten können.
Kita Piepmatz, Bergheim
Pflanzgefäße aus Milchkartons
In der Kita versuchen wir an vielen Stellen nachhaltige Bastelangebote durchzuführen. Beispielsweise werden in der Herbst- und Winterzeit gerne Teelichter aus Marmeladengläsern hergestellt oder Naturmaterialien wie selbst gesammelte Stöcke und Blätter zum Basteln verwendet. Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes unserer Kita haben die Kinder aus gesammelten Milchkartons Pflanzgefäße hergestellt. Diese wurden mit Erde und Gartenkresse befüllt und am Zaun der Kita aufgehangen. So konnten die Kinder tägliche Wachstumsfortschritte gut beobachten.
Kindertagesstätte Dortmund-West e.V., Dortmund
Vom Spielhaus zum Hochbeet
Auf dem Außengelände unserer Kita befand sich ein altes Spielhaus aus Holz, welches nach vielen Jahren einige Reparaturen nötig gehabt hätte. Allerdings merkten wir, dass die Kinder seit längerem das Häuschen nicht mehr zum Spielen nutzten. Nach Rücksprache mit dem Team waren schnell einige engagierte Eltern gefunden, die aus dem alten Holzhaus mit wenigen Handgriffen ein Hochbeet zauberten. Der Plan ist nun, das Beet im kommenden Frühjahr mit Gemüse-/Obstpflanzen zu bestücken, von denen auch Insekten und Bienen profitieren. Die Kinder erleben so hautnah mit, was das angebaute Gemüse benötigt, um gut zu wachsen, welche Rolle Bienen und Insekten spielen, und wie lange es manchmal vom Setzling bis zur Ernte dauert.
Kindertagesstätte Dortmund-West e.V., Dortmund
Müllmodenschau
Immer mehr Müll wird auf der Welt verbreitet – auch wir in der Kita bekommen das mit und deswegen handeln wir: Wochenlang haben wir unseren Plastik- und Papp-Müll behalten und zusätzlich die Eltern gebeten, alltäglichen Müll wie alte Anziehsachen, CDs, Plastikbecher etc. mitzubringen. Zusammen haben wir mit den Kindern daraus dann neue Mode erschaffen: Wir haben verschiedene Materialien ausgebreitet und die Kinder haben entschieden, mit was sie basteln wollen und was es werden soll. Die Kollektion der Kinder haben wir auf unserem Nachhaltigen Sommerfest bei der Müllmodenschau präsentiert, um zu zeigen, dass wir aus Müll noch schöne Sachen zaubern können.
FABIDO Familienzentrum Steiermarkstr. 69, Dortmund
Tauschschrank
Direkt im Eingang befindet sich ein Tauschschrank, der sowohl für Kinder als auch für die Eltern frei zugänglich ist. Hier bekommen überflüssige Anziehsachen, Spielsachen oder Bücher eine zweite Chance.
Die Ziele des Tauschschranks:
Das Ressourcenbewusstsein wird gestärkt, indem Kinder erfahren, dass Gegenstände mehrfach genutzt werden können.
Die sozialen Kompetenzen werden gefördert, indem die Kinder lernen, zu teilen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Die Selbstwirksamkeit wird gefördert, indem die Kinder selbst entscheiden, was sie abgeben ober mitnehmen möchten.
Das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt, indem alle gemeinsam Verantwortung für den Tauschschrank übernehmen.
FABIDO Familienzentrum Bergparte, Dortmund
Aussortierte Malblätter wiederverwerten
Das hohe Müllaufkommen und die Frage, was wir dagegen tun können, ist bei uns immer wieder Thema. Zuerst haben sich die Kinder mit der Mülltrennung beschäftigt, dann ging es über die Entsorgung zur Verwertung. Wie die Kinder bereits gelernt haben, wird nicht jeder Abfall verbrannt. Manches wird wiederverwertet. In den Ländern des Globalen Südens ist die Wiederverwertung von Abfall für viele Menschen Existenz- und Lebensgrundlage. Kinder dort nutzen den Abfall zum Beispiel, um hieraus Spielzeuge herzustellen. Das haben wir auch gemacht: Aus den aussortierten Bildern der Kinder bastelten wir Puzzle oder Papierflugzeuge. So lernten die Kinder den Wert ihrer „alten Bilder“ neu kennen. Das Kreativmaterial wurde generell durch wiederverwertbaren Abfall ergänzt. So ermöglichen wir Chancengerechtigkeit durch armutssensibles Handeln (Unser Ziel: Kinder können zu Hause ohne große Kosten basteln) und fördern gleichzeitig die Übernahme von Verantwortung für unsere Zukunft – auch als Vorbild für andere. Wir achten im Alltag auf den sorgsamen Umgang mit Ressourcen.
FABIDO Familienzentrum Lange Straße, Dortmund
Verwöhn-Nachmittag zum Mutter- / Vatertag
Wir haben mit den Kindern im Morgenkreis überlegt, was man Besonderes zum Mutter- / Vatertag machen könnte, außer Geschenke zu basteln. So kam es zu dem Verwöhn-Nachmittag. Jede Gruppe überlegte sich etwas, was sie anbieten möchte. Die Kinder haben sich für Massage, Parfüm herstellen, Handpeeling und Seife herstellen entschieden. Außerdem gab es noch ein kleines Café, wo die Eltern sich austauschen und Wartezeiten überbrücken konnten. Die Eltern konnten Zeit mit ihren Kindern verbringen und wurden mal so richtig verwöhnt. Dies kam so gut an, dass wir dieses nun jedes Jahr zum Mutter- / Vatertag einführen, mit immer wechselnden Aktionen.
An diesem Projekt konnten alle Kinder der KiTa von 2-6 Jahren teilnehmen.
Kath. Kita Fronleichnam, Essen
Projekt: Boot upcyceln
Die Eltern fanden es eine tolle Idee, dass wir endlich ausgezeichnet werden für unsere Arbeit, welche wir tagtäglich machen und wollten uns unterstützen.
Ein Elternteil hatte ein altes Boot im Garten und wollte dieses eigentlich entsorgen. Dann kam der Gedanke: „Das könnte passend zum Vorschulprogramm ein Piratenbot werden – und wir haben direkt ein Abschiedsgeschenk!“ Die Eltern sprachen sich ab, kamen an bestimmten Vormittagen und bezogen die Kinder voll ein. Die Farben wurden aus Resten verwertet und die Halterung im Boden spendete der ortsansässige Schreiner, weil er noch etwas über hatte an Material.
An einem Samstag trafen sich alle Vorschulkinder, hatten nochmal einen alleinigen Zeitraum für sich zum Spielen und die Eltern Zeit für Gespräche. Es wurden Handabdrücke gesetzt und alles wetterfest versiegelt. Am letzten Kita-Tag am 31. Juli 2025 wurde es uns übergeben.
DRK Familienzentrum Schönau
Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
Im Rahmen unseres Projekts legen wir besonderen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Konsumgütern. Kinder lernen, dass Konsum nicht immer mit „Neu“ und „Verschwendung“ verbunden sein muss, sondern auch kreativ und nachhaltig gestaltet werden kann.
Gemeinsam mit den Kindern haben wir selbst Papier hergestellt. Zunächst sammelten wir viele alte Zeitungen, die als Ausgangsmaterial dienten. Schritt für Schritt ging es dann an die Herstellung des eigenen Papiers, wobei die Kinder hautnah erlebten, wie aufwendig der Prozess ist und wie viel Zeit es braucht, um ein einziges Blatt Papier zu produzieren. Diese Erfahrung förderte das Bewusstsein der Kinder für die Ressourcen, die in der Produktion von Papier stecken.
Beim Sankt-Martins-Fest veranstalten wir eine Tauschbörse, die ganz im Zeichen des „Teilens“ steht. Kinder und Eltern können ungespieltes Spielzeug abgeben und im Gegenzug gebrauchtes Spielzeug eintauschen.
Kita Apfelbäumchen, Sankt Augustin
Upcycling: Es war einmal eine alte Lieblingshose…
Unter dem Schwerpunkt Upcycling haben wir uns mit den Kindern verschiedene Ideen überlegt. Was könnte man aus Papierresten in der Kita machen? Wie können wir alte Verpackungen noch gebrauchen? Was passiert mit unseren Lieblingsklamotten? Das Papier wurde in Streifen geschnitten und zu Perlen geklebt. Diese ergaben aufgefädelt schöne Ketten. Je bunter das Papier bemalt war, desto farbenfroher die Kette. Und wir bemerkten, dass jedes Papier verschieden dick ist und eine andere Perle daraus entsteht.
Unsere Vorschulkinder wollten ihre Lieblingshosen aus der Kita-Zeit nicht einfach wegwerfen. Daher entstand die Idee, daraus etwas Neues zu nähen: Eine praktische Handtasche. Gemeinsam wurde überlegt, wie groß diese dann sein kann und was nötig ist, um die Idee umzusetzen. Die Tasche wurde geschmückt und mit einem Reißverschluss sowie einem Henkel versehen.
Auch ein Verschenkeschrank wird eingeführt, sodass Bücher und Spielzeuge untereinander abgegeben werden können.
Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin
Papier mit Köpfchen – Kinder lernen den achtsamen Umgang mit Papier
Die Kinder lernen den achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Wertstoff Papier. Sie erkennen den Wert von Papier, erfahren, wie es hergestellt wird, und entwickeln ein Bewusstsein dafür, Papier nicht zu verschwenden. Zunächst gestaltete jede Gruppe eine eigene ansprechende Papiersammeltonne, die als Sammelstelle für das Altpapier dient. Damit werden die Kinder aktiv in den Prozess des Papiersammelns einbezogen und können ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Kinder lernen, wie wichtig es ist, Papier getrennt zu sammeln und wiederzuverwerten. Durch Gespräche im Morgenkreis über den Weg vom Baum zum Papier und die Verwendung der Kamishibai-Geschichte, erfahren die Kinder, wie Papier hergestellt wird und welche Bedeutung Bäume für unsere Umwelt haben. Sie verstehen, dass das Sammeln von Altpapier Ressourcen schont und die Umwelt schützt, weil recyceltes Papier wiederverwendet werden kann. Im weiteren Schritt konnten die Kinder den Prozess des Papierschöpfens erleben.
DRK Kita Sonnenhügel, Düsseldorf
Aus Müll wird Kunst – Wert im Wertlosen entdecken!
Im Rahmen unseres Kita-Schwerpunkts „Nachhaltigkeit erleben“ haben wir uns gemeinsam mit den Kindern mit den Themen Abfall und Plastik beschäftigt. Ziel war es, den Kindern bewusst zu machen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist – und dass Müll nicht gleich Müll sein muss. Die Upcyclingstelle im Foyer der Kita dient als tägliche Erinnerung an das Projekt. Wir haben einen Wertstoffhof besucht und in Gesprächen zur Mülltrennung thematisiert, was wohin gehört und Abfallarten zugeordnet.
Von der Verpackung zum Kunstwerk – Kreativität durch Upcycling: Aus den gesammelten Materialien entstanden fantasievolle Kunstwerke. Durch das Basteln mit wertfreiem Material konnten die Kinder erleben, dass aus scheinbar nutzlosen Dingen etwas Neues, Schönes und Sinnvolles entstehen kann.
Gemeinschaft erleben – unsere Ausstellung: Höhepunkt des Projekts war die gemeinsame Ausstellung „Kinderkunst aus wertfreiem Material“, bei der alle Gruppen ihre Werke präsentierten. Die Ausstellung fand großen Anklang.
DRK Kita Sonnenhügel, Düsseldorf
Sommerlicht aus Tomaten-Eimerchen
In einem ersten Schritt haben wir die Eltern gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, um zu erfahren, welche Themen ihnen in einer nachhaltigen Kindertagespflege wichtig sind und welche Ziele wir dann in Projekten umsetzen sollen. Konsum und Verzicht war der meistgenannte Schwerpunkt. Aus alten Tomaten-Eimerchen wurden daher mit unseren Kindern bunte Sommerlaternen gestaltet – perfekt für Garten, Balkon oder Terrasse! Ein schönes Upcyclingprojekt, das Kreativität fördert und ganz nebenbei die Welt ein kleines Stück nachhaltiger macht.
Kindertagespflege „Purzelbaum“ von Claudia Gottschalk, Bonn
Mehr Fantasie, weniger Plastik – unsere spielzeugfreie Zeit
In unserer Kita läuft gerade ein besonderes Projekt: die spielzeugfreie Zeit. Für mehrere Wochen verzichten wir auf vorgefertigtes Spielzeug. Stattdessen stehen den Kindern Tücher, Kartons, Seile, Werkzeuge und Naturmaterialien zur Verfügung. Was anfangs ungewohnt ist, wird schnell zur spannenden Entdeckungsreise. Die Kinder bauen Autos und Häuser aus Kartons, verwandeln Tücher in Zelte oder Umhänge und entwickeln eigene Spielideen. Sie sprechen sich ab, lösen Probleme gemeinsam und zeigen viel Kreativität.
Wir beobachten, wie neue Freundschaften entstehen, Ideen geteilt und Rücksicht geübt wird. Auch ohne Spielzeug entstehen fantasievolle Rollenspiele – oft mit Stöcken, Steinen und Blättern. Die Spielzeugfreie Zeit fördert Kreativität, soziale Kompetenzen und die Freude am freien Spiel. Für uns ist klar: Diese besondere Zeit hat einen festen Platz in unserem Kita-Alltag.
Kita Kükennest, Kleinmachnow
Nehmen, geben, tauschen
Bei der Beobachtung der befreundeten Familien in unserer Kita ist uns aufgefallen, dass viele ihre Kleidungsstücke, die nicht mehr passend waren, weitergegeben haben. Daraufhin haben sich auch andere Kinder „neue“ T-Shirts von Freunden gewünscht. Daraus folgte die Idee einer Tauschbörse. Gemeinsam mit Eltern und Kindern setzten wir diesen Wunsch und die Idee der Tauschbörse um. So wurden alle Kinder und Familien noch einmal für unsere nachhaltigen Werte und die Wertschätzung von Gegenständen sensibilisiert, sodass alle davon profitieren können. Mit leckeren Snacks, Kuchen und frischem Obst eröffneten wir die erste Tauschbörse. Um den Eltern und Kindern weiterhin die Möglichkeit zu bieten, Dinge zu tauschen, haben wir einen Schrank zur Verfügung gestellt, auf den die Eltern immer Zugriff haben. Auch im Herbst wird es eine weitere gemeinsame Tauschbörse geben, da das der Wunsch aller war/ist.
Kita St. Johann Baptist, Essen
Upcycling im Alltag
In unseren Projektwochen „Jahreszeiten“ haben wir zum Thema Frühling Schmetterlinge gebastelt. Da wir uns zuvor schon mit dem Thema Müll auseinandergesetzt haben, passte Upcycling hier mit rein – also die Idee, dass man Müll nicht unbedingt wegschmeißen braucht, sondern auch etwas Schönes daraus basteln kann. Dazu haben wir aus leeren kleinen Joghurtflaschen kleine Schmetterlingslaternen gebastelt. Die kleinen Schnipsel, die wir immer in einem Glas sammeln, konnten wir hierfür auch sehr gut verwenden. Diese haben wir aufgeklebt, dann die Flügel ausgeschnitten und ebenfalls aufgeklebt. Kleine Fühler fehlten jetzt noch und schon war der Schmetterling fertig.
Upcyling ist bei uns selbstverständlich. Wir haben auch Rennautos aus Klorollen und Quetschie-Deckeln gemacht oder nutzen eine selbstgebastelte Motorik-Box aus einer Waschpulverplastikverpackung, in deren Deckel die Kinder alte kleine Knöpfe unterschiedlicher Größe einwerfen können.
Kindertagespflege von Desiree Güngör, Bonn
Anderes Konsumverhalten erleben
In den vergangenen Wochen haben wir unser Tauschregal reaktiviert und vermehrt „Werbung“ dafür bei den Eltern gemacht. Seitdem wird es wieder vermehrt genutzt, und die Eltern bringen gebrauchte, nicht mehr benötigte, aber noch gut erhaltene Kleidung, Bücher und Spielzeuge mit und nehmen sich etwas anderes aus den Regalen mit nach Hause. Da wir das Thema Konsum und Verzicht anhand des Tauschregals auch mit den Kindern in den Gruppen thematisiert und sie dafür sensibilisiert haben, kann man nun vermehrt beobachten, wie die Kinder ihre Eltern dazu auffordern, etwas mit ihnen aus dem Tauschregal zu holen und dafür im Gegenzug etwas von zuhause mitzubringen.
Da der Platz in unserem Tauschregal sehr begrenzt ist, informieren wir in dem Zusammenhang die Eltern auch über das Sozialkaufhaus „Schatzkästchen“ der dobeq in Dortmund. Dort können secondhand Spielzeuge und Kleidung im größeren Umfang abgegeben werden. Mit einem entsprechenden Nachweis können dort auch kostenlos Kleidung und Spielsachen mitgenommen werden.
FABIDO Familienzentrum Mallinckrodtstraße 266, Dortmund
Umgestaltung unseres Schaukelgestells
Es war schon länger geplant, das alte Schaukelgestell im Garten gegen eine neue Spielplattform auszutauschen. Aus diesem Grund hatten wir das alte Gestell zur kostenlosen Abholung auf einem Kleinanzeigenportal angeboten. Leider stellte sich dann bei der Abholung und versuchten Demontage heraus, dass sich zwei der Verbindungsschrauben nicht mehr lösen ließen und das Gestell nicht zerstörungsfrei zerlegt werden kann. Daher haben wir uns eine Alternative einfallen lassen: Aus den alten Teilen haben wir insgesamt drei Pflanzkästen gebastelt, die dann von den Kindern bemalt und gemeinsam mit Salat, Radieschen, Erdbeeren und Schnittlauch bepflanzt wurden. Die Kinder hatten wie immer viel Spaß beim Beobachten und Gießen, sowie bei der Fütterung unserer Wachteln mit eigenem Salat.
Kindertagespflege „Die Elefantenbande“ von Alexander Becker, Euskirchen
Verzicht auf industrielle Feuchttücher
Ich habe mit den Eltern besprochen, testweise auf gekaufte und mitgebrachte Feuchttücher zu verzichten. Zum einen, weil diese Konservierungsstoffe und Allergene enthalten können, zum anderen aber auch, um nicht recycelbaren Abfall und bei der Verbrennung entstehende Umweltbelastungen zukünftig zu vermeiden. Das Angebot wurde von allen Eltern angenommen, es gab während des gesamten Zeitraumes keine negativen Rückmeldungen. Die Kinder mögen alle den Kokosduft und wollen immer mal wieder an einem Stück riechen. Es gibt daher keinen Grund wieder zu den "alten" Feuchttüchern zurückzukehren.
Kindertagespflege „Die Elefantenbande“ von Alexander Becker, Euskirchen
Kindersachenflohmarkt
Weil wir gemeinsam ein Zeichen für nachhaltigen Konsum setzen wollen, veranstalteten wir einen Flohmarkt für Kindersachen in unserer Einrichtung. Durch die Weitergabe von getragener Kleidung eines Kindes an ein anderes Kind, kamen wir auf das Thema Konsum und Nachhaltigkeit.
In Gesprächen erkannten die Kinder schnell, was man alles weitergeben kann, und wir beschlossen dies während eines Kindersachenflohmarkts umzusetzen. Ein Flohmarkt für Kinderkleidung, Spielzeug und Bücher hilft Dinge weiterzugeben, die nicht mehr benötigt werden, aber noch gut sind. Somit bekommen diese Sachen ein neues Zuhause und werden nicht weggeworfen.
Dadurch werden Ressourcen gespart, denn es müssen weniger Sachen neu produziert werden. Dies spart Wasser, Energie und Rohstoffe. Außerdem entsteht so weniger Müll. Der Kindersachenflohmarkt fand in den Räumen der KiTa statt und gehört nun zu fest zur Jahresplanung.
KiTa Siedlungsstrolche, Köln
Shuuz Sammlung
Der Aushang befindet sich bei uns im Eingangsbereich, darunter finden die Eltern die entsprechende Kiste für die Schuhe. Die Eltern dürfen jederzeit Schuhe aus der Kiste entnehmen. Wir wollen allen Eltern die Möglichkeit geben, dieses Angebot der kostengünstigen Schuhe zu nutzen.
Wir überprüfen die die mitgebrachten Schuhe regelmäßig auf ihren Zustand und entsorgen sofort kaputte Schuhe. Der Erlös aus der Schuhsammlung wird zur Kostendeckung für Getränke bei unseren Festen genutzt, so dass das Sammeln der Schuhe für unsere Kita viele weitere Vorteile hat.
DRK Familienzentrum Weilerswist Süd
Nachhaltig tauschen – unser Kita-Tauschschrank ist da!
Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und genau hier setzen wir in unserer Kita an. Mit unserem neu eingeführten Tauschschrank möchten wir Kindern und Eltern einen bewussteren Umgang mit Konsum und Ressourcen näherbringen. Ob Bücher, Kleidung, Spiele oder kleine Alltagsgegenstände: Was die eine Familie nicht mehr braucht, kann für eine andere von großem Wert sein.
Der Tauschschrank steht allen Familien offen und wird regelmäßig neu bestückt. Über unser Padlet (Online Wochenrückblick) geben wir auch regelmäßig Einblicke in den Inhalt des Tauschschrankes. So schaffen wir eine einfache Möglichkeit, Dinge weiterzugeben, statt wegzuwerfen – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig lernen die Kinder, wie sinnvoll es ist, Ressourcen zu schonen und Gebrauchtem neues Leben zu schenken.
Ein kleiner Schrank mit großer Wirkung – für mehr Achtsamkeit im Alltag und ein verantwortungsvolles Miteinander.
Johanniter-Museumskita Lindlar
Muttertagsgeschenke
Für unsere diesjährigen Muttertagsgeschenke haben wir in unserer Nachbarschaft nach nicht mehr gebrauchten Blumentöpfen gefragt. Ein Nachbar hatte sogar 5 fast gleich aussehende Töpfe, die er uns geschenkt hat. Diese Töpfe haben wir schön angemalt und eine Erdbeerpflanze hinein gepflanzt. Die Erdbeerpflanzen sind Ableger von unseren schon im Garten vorhandenen Erdbeerpflanzen von letztem Jahr. Die Kinder konnten bei diesem Projekt viel in Eigenarbeit leisten.
Kindertagespflege „Blumenwiese“ von Nadine Pfennings, Millen
T-Shirt Taschen selber machen
Die Kinder bringen von zu Hause ein T-Shirt mit. Gemeinsam schneiden wir einen 4 cm breiten Streifen vom unteren Ende des T-Shirts ab. Danach wird gemeinsam mit einer Fachkraft das untere Ende des T-Shirts zugenäht. Die Ärmel des T-Shirts werden nach innen geschlagen und zugenäht. Der abgeschnittene Streifen, den wir einmal durchgeschnitten haben, wird im Anschluss oben links und rechts auf Höhe der Schulter festgenäht. Fertig ist die T-Shirt Tasche.
Städtische Tageseinrichtung für Kinder Blumenstraße, Gelsenkirchen
Gestalten mit Pappe
Recycling kann so einfach sein. Das Material liegt uns zu Füßen und ist oft besser als ein neues fertiges Produkt, denn schon allein die Umsetzung fördert Fantasie und Kreativität. Wir geben einem Karton, einem Abfall-Produkt, neues Leben. Dabei bieten sich uns unglaublich viele Möglichkeiten. Denn es ist nicht nur eine gute Alternative zu NEU, sondern auch schnell umgesetzt. Wir müssen nicht überlegen, wie viel es kostet, ob wir es uns leisten können oder wann oder wie es bei uns ankommt.
Wir haben einen Fundus an Kartons erstellt und suchen für unsere Projekte den geeigneten Karton/Pappe raus. Gemeinsam setzen wir kreative Projekte um wie: der Farbe in der Natur auf der Spur mit den selbst gebastelten Kameras. Auch sind wir draußen in der Natur auf der Suche nach Tieren in der Luft oder auf dem Boden mit den selbst designten Ferngläsern. Mit selbst gebauten Schmetterlingsflügeln lassen wir unsere Schatten bunt leuchten und natürlich drehen wir auch unsere Runden in der Luft damit. Zu Karneval haben wir Krawatten gestaltet. Zu Ostern sind wir kreativ mit den Eierkartons, welche zur Osterdeko wurden. Allein beim Tun entstanden immer wieder neue Ideen für weitere Projekte.
Kindertagespflege Spielraum von Dietrun Geske, Köln Riehl
Nachhaltige Feuchttücher
Jedes Plastik weniger ist ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Viele Schritte sind wir bereits gegangen (z. B. beim Einkaufen von Lebensmitteln, Bastelmaterial oder Spielzeug). Unser nächster Schritt war das Ersetzen von Feuchttüchern beim Wickeln der Kinder durch waschbare Stofftücher.
Die Eltern haben für ihre Kinder alte Handtücher in kleine Waschlappen umgewandelt. Die Kinder haben geholfen kleine Taschen zu gestalten, um benutzte und gewaschene Tücher von hier nach dort transportieren zu können. Weiteres Equipment ist ein bisschen Wasser zum Befeuchten der Tücher, wahlweise mit einem Schuss Pflegeöl und bei Bedarf weitere Papiertücher oder Klopapier.
Kindertagespflege Schnirkelschnecken von Maya Heuer-Lampe, Braunschweig
Leihen statt kaufen – Teilen macht Freude
Wir haben eine kleine Leihaktion gestartet, um schon den Kleinsten zu zeigen: Man muss nicht alles besitzen, um Freude daran zu haben. Jedes Kind brachte ein gut erhaltenes Spielzeug von zu Hause mit, das für einige Tage ausgeliehen wurde. In einer schön gestalteten Leihecke warteten die Spielsachen darauf, neu entdeckt zu werden. Mit leuchtenden Augen suchten sich die Kinder ein fremdes Spielzeug aus, spielten begeistert damit – und gaben es später achtsam zurück. So entstanden erste Impulse für Verantwortung und Gemeinschaft.
Nachhaltiges Ziel: Teilen statt kaufen – diese Erfahrung stärkt den bewussten Umgang mit Dingen, schont Ressourcen und vermittelt von klein auf: Weniger kann mehr sein.
Kindertagespflege Sonnenschein von Zarife Celik, Hückelhoven
Kleine Alltagsänderungen
Wir bemühen uns, in der Gruppe Plastiktüten zu vermeiden und auch Papiertüten mehrfach zu nutzen. Jedes Kind hat für schmutzige Wäsche ein Wetbag und wir benutzen keine Tüten mehr. Zur Not muss die Wäsche gut gefaltet ohne Tüte transportiert werden.
Über Crowd-Farming bestellen wir größere Mengen Obst und Gemüse aus Europa, für die Gruppe wie auch für die Familien. Die Lieferung kommt im Karton und die Verteilung findet über Mehrwegbehälter (alte Kartons, Papiertüten, Stoffbeutel) statt. Somit werden auch lange Transporte aus Übersee vermieden.
Für das Frühstück wird mehrmals in der Woche frisches geschnittenes Brot gekauft. Oft wird es dann in einer Tüte verpackt. Wir benutzen nun ausschließlich Stoffbeutel, die zum Brotkauf mitgenommen werden. Alle Plastik und Papiertüten werden möglichst mehrfach genutzt.
Kindertagespflege von Sylvia Martinez, Ratz und Rübe im "Alten Waschhaus", Bonn
Müll reduzieren und Ressourcen sparen
Um in unserem Kindertagespflegealltag weniger Müll zu produzieren, habe ich für die Mitgabe verschmutzter Kleidung der Kinder mehrere waschbare Wetbags besorgt. Außerdem reinige ich die Kinder beim Wickeln mit Baumwollwaschlappen, wenn sie nur ein kleines Geschäft gemacht haben. Beides hat die Eltern gefreut und eine Familie verwendet nun auch in meiner Kindertagespflege anstatt nur zuhause Stoffwindeln. Die Wegwerfwindeln werden in einem Eimer ohne Mülltüte gesammelt. Nach dem Essen waschen wir uns mit Waschlappen, anstatt lange den Wasserhahn laufen zu lassen. Die Kinder erleben auf diese Weise in vielen kleinen Situationen eine nachhaltige Lebensweise im Alltag. Durch dieses Vorleben und Miterleben werden automatisch von Anfang an nachhaltige Handlungsweisen bei den Kindern etabliert.
Kindertagespflege Otterbau von Anna Otten, Bonn
Büchertauschregal
Wir haben in unserer Großtagespflege gut sichtbar im Flur ein Büchertauschregal aufgehangen, das wie eine kleine Tausch-Bücherei funktioniert. Wir wollen so hauptsächlich auf das Thema Konsum und Verzicht aufmerksam machen. In dem Büchertauschregal stellen wir zum Beispiel unsere Lieblingsbücher vor zum Thema Chancengleichheit, Diversität und Natur/Artenvielfalt. Das Regal funktioniert so: Jeder, der ein Buch entnimmt, muss während der Ausleih-Zeit ein eigenes Buch ins Regal stellen. Die Kinder erfreuen sich an den Lieblingsbüchern der anderen Kinder. Es ist ein stetiger Wechsel im Büchertauschregal, so braucht man keine neuen Bücher kaufen und trotzdem hat man immer neuen „Lesestoff“.
Kindertagespflege Zwergenstube Duisdorf von Anna Schmitz, Bonn
Waschbare Beutel
Wir haben festgestellt, dass wir leider hier bei uns in den vergangenen Jahren viel zu viele Plastiktüten verwendet haben – für den Transport von frischer oder schmutziger Wäsche oder auch am Spielzeugtag zum Transportieren von Spielzeug etc. Dem wollten wir ein Ende setzen und haben uns für waschbare Beutel entschieden. Wir verzichten nun ganz bewusst auf Plastikbeutel oder Plastiktüten.
Kindertagespflege Zwergenstube Duisdorf von Anna Schmitz, Bonn
Muttertagsgeschenk und Vatertagsgeschenk
Für Muttertag und Vatertag haben wir dieses Jahr Blumentöpfe gestaltet. Zuerst angemalt und dann mit unseren vorgezogenen Pflanzen gefüllt. Somit konnten die Eltern sich auch nochmal von unserer Arbeit überzeugen und können in ein paar Wochen sogar das Gemüse ernten. Sie haben sich alle sehr darüber gefreut und viele Dankesnachrichten geschickt.
Kindertagespflege Krümelkiste von Astrid Schottel, Wesseling
Wetbags, Stoffwindeln, Wickelunterlagen
In meiner Kindertagespflege ist Umweltschutz ein wichtiges Thema. Gemeinsam mit den Eltern habe ich überlegt, wie wir Müll vermeiden können. Daraus ist ein kleines Projekt entstanden: Anstelle von Plastiktüten verwenden wir nun sogenannte Wetbags – wieder verwendbare Beutel für schmutzige Kleidung, die gewaschen und erneut genutzt werden können. Zwei Familien haben sich entschieden, auf Stoffwindeln umzusteigen, die sie täglich mitbringen. Zusätzlich nutzt jedes Kind seine eigene waschbare Wickelunterlage, statt täglich eine Einwegunterlage zu verbrauchen. Mit diesen Maßnahmen möchten wir den Kindern von Anfang an ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und einen respektvollen Umgang mit unserer Umwelt vermitteln.
Kindertagespflege „Villa Krümelkiste“ von Christina Brandt, Bonn
Nachhaltiges Laternenbasteln
Wir nehmen generell Papierreste und Verpackungsmaterial zum Basteln. Außerdem nutzen wir Material mehrmals oder funktionieren es um. Daher haben wir uns auch für ein nachhaltiges Laternenbasteln entschieden: Aus Laternen vom Vorjahr entstanden neue beziehungsweise diese wurden repariert und aufgewertet. Einwegflaschen wurden zur Laterne umfunktioniert.
Im Kita-Alltag machen wir auch Folgendes: Wir reparieren, wenn möglich, Spielsachen, statt sie wegzuwerfen. Wir kaufen Spielsachen und Möbel aus Holz oder anderen langlebigen Materialien. Es gibt ein Tauschregal für Kleidung und Spielmaterial in Absprache. Zusätzlich werden Gummistiefel und Matschkleidung innerhalb der Kita gerne nach Absprache mit den Eltern an kleinere Kinder weitergegeben.
DRK-Kita Gemünd 1, Schleiden-Gemünd
Spielzeug- und Kleiderbörse
Wir haben für alle Familien und Interessierten eine Spielzeug- und Kleiderbörse initiiert. Die Eltern konnten sich kostenlos für einen Stand in der Kita anmelden, wir haben die Räumlichkeiten und die Tische gestellt. Am Tag der Börse wurde dann zwei Stunden vor Beginn alles aufgebaut. Anschließend hatten die Standbetreiber die Möglichkeit untereinander zu tauschen. Ab 15 Uhr war die Börse dann für alle Interessierten geöffnet und es gab Spielzeug und Kleidung zu erschwinglichen Preisen. Somit können die Dinge nochmals wiederverwendet werden und müssen nicht weggeworfen werden. Wir bieten diese Börse in Zukunft ein- bis zweimal jährlich an.
Kita St. Elisabeth, Brilon
Hörspiel-Figuren ausleihen in unserer Bibliothek
In unserer Bibliothek können Kinder ganz einfach die beliebten Hörspiel-Figuren ausleihen und so spannende Geschichten auch zu Hause erleben. Das Ausleihen fördert nicht nur die Freude am Hören, sondern auch Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit.
Und so funktioniert’s: Das Kind sagt der zuständigen Fachkraft, welche Figur es ausleihen möchte. Ausleihtage sind immer montags und freitags. Die gewünschte Figur wird dann in einem Stoffbeutel am Nachmittag mit nach Hause genommen und am darauffolgenden Montag bzw. Freitag zurückgegeben. Für Familien, die keine eigene Box besitzen, besteht zusätzlich die Möglichkeit, gemeinsam mit der Figur auch eine entsprechende Box auszuleihen.
Jede Ausleihe wird auf einer persönlichen Bibliothekskarte dokumentiert. Zur besseren Übersicht bleibt ein Passfoto des Kindes am Platz der ausgeliehenen Figur in der Bibliothek. So bleibt der Überblick gewahrt – und der Hörspaß kommt nicht zu kurz!
Städtische Kita Weidenstraße, Niederkassel
Die Geburtstagskette
Einmal im Jahr öffnet unsere Perlenwerkstatt, in der die Kinder individuelle Perlen herstellen. Diese werden anschließend in einer schönen Perlenschatulle aufbewahrt. Zu den jeweiligen Geburtstagen dürfen sich die Kinder eine Geburtstagsperle aussuchen und auf die persönliche Geburtstagskette auffädeln. Zusammen mit 11 kleinen Holzperlen symbolisiert es anschließend ein ganzes Lebensjahr. Zu jedem Geburtstag fügen die Kinder eine neue Geburtstagsperle hinzu. So wächst die Kette im Laufe der Kitazeit zu einem echten Schmuckstück heran.
Diese Tradition zeigt, wie wenig es für ein wertvolles Geschenk braucht: Statt (teurer) Geschenke feiern wir auf kreative und nachhaltige Weise den Wert des Lebensjahres. Die Kinder lernen so, dass nicht der materielle Konsum im Vordergrund steht, sondern die Bedeutung von gemeinsamen Erlebnissen und der Wert von Handgemachtem.
Städtische Kita Weidenstraße, Niederkassel
Recyclingstation
In der innovativen Recyclingstation erleben Kinder hautnah, wie vermeintlicher Abfall als wertvolle Ressource genutzt werden kann. Durch den kreativen Einsatz von Materialien wie Kartons und Plastikflaschen wird nicht nur ihre Fantasie angeregt, sondern auch ein nachhaltiges Bewusstsein für Wiederverwendung und Ressourcenschonung gefördert. Dieses integrative Konzept überbrückt traditionelle Kategorien wie Konsum und Abfall, indem es beide Perspektiven in einem zukunftsorientierten Rahmen zusammenführt. Somit schafft die Recyclingstation eine praxisnahe Lernumgebung, die langfristig zu einem verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen beiträgt.
DRK-Kita Zauberwald, Neuss
Wertstoffe sortieren und Upcycling-Kunst erschaffen
Damit die Kinder ein erstes Gefühl für die Mülltrennung entwickeln, ist es sinnvoll, über die verschiedenfarbigen Mülltonnen zu sprechen. Diese kennen die Kinder meistens schon von zu Hause. Welcher Wertstoff in welchen Mülleimer gehört, ist in dem jungen Alter oft noch nicht klar.
In einer Welt, die zunehmend auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung setzt, gewinnt Upcycling nicht nur im Alltag, sondern auch in der Kita an Bedeutung. Die Kinder entdecken den kreativen Reiz, Wertstoffen neues Leben einzuhauchen und sie in beeindruckende Kunstwerke zu verwandeln. Umweltbewusstsein fördern: Durch die Nutzung von Wertstoffen reduzieren die Kinder die Menge an Müll und setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Ihre Werke sensibilisieren die Erwachsenen für Umweltprobleme und regen zum Nachdenken an.
Ev. Kita Mirjamgemeinde an der Lutherkirche, Offenbach
Plastikfreie Kita
„Plastik ist allgegenwärtig – auch in der Kita. Es ist der Stoff, aus dem Puppen, Buddelsachen und Spielzeugflugzeuge gemacht sind. Wir alle können dazu beitragen, den Plastikverbrauch zu reduzieren!“
Wir als Kita beschäftigen uns schon länger mit dem Thema, Plastik zu reduzieren. Wir planen dieses Jahr ein Müllprojekt, zu welchem wir die ansässige Abfallwirtschaft eingeladen haben und uns das große Müllauto vorgestellt wird. Zudem wurde nach und nach über Wochen immer mehr Plastikspielzeug aussortiert und durch Holzspielsachen ersetzt. Um den Fokus der Nachhaltigkeit jedoch trotzdem gerecht zu werden, wurden alte Sachen nicht einfach entsorgt, sondern gespendet. Das Deutsche Rote Kreuz genau wie das kinderbunte Kinderzelt e.V. wurden von uns beschenkt. Die Kinder sollen lernen die einfachen Sachen wieder mehr zu schätzen und auch bewusst mehr auf Müll und ihre Umwelt zu achten.
AWO Kindertagesstätte Sperlingsberg, Reichenbach
Spielzeugfreie Zeit
„Spielen bedeutet Ausprobieren, Entdecken, Nachahmen, Erproben, Experimentieren, Beobachten und vieles mehr. Das alles erleben Kinder meist in Verbindung mit Spielzeug.“
Durch die Umstrukturierung unserer Konzeption, zu einem naturnahen Ansatz möchten wir Möglichkeiten schaffen, den Kindern bei der Kreativitätsentwicklung zu helfen. Der Konsum von Medien beeinflusst immer mehr die kreative Entfaltung von Kindern weshalb wir mit dem Projekt der Spielzeugfreien Zeit neue Wege ermöglichen wollen. Die Kinder setzen sich gezielter mit anderen Kindern und Erwachsenen, aber auch mit sich selbst auseinander. Es werden Naturmaterialien, Decken oder auch Kartons umfunktioniert, um als Spielmaterial eingesetzt zu werden. Die Kinder müssen eigene Idee einbringen um „spielerisch“ Ihren Alltag zu bewältigen. Zapfen werden zu Autos und Stöcke zu einer Straße, aus Kartons werden Boote gebaut und Decken dienen als Verkleidung.
AWO Kindertagesstätte Sperlingsberg, Reichenbach
Weniger Spielzeug
Ein weiterer uns wichtiger Aspekt ist der spielzeugreduzierte Ansatz. In unseren Räumen steht den Kindern zum Beispiel eine kleine Auswahl von Tischspielen und Puzzeln, Bücher, Stifte, Scheren usw. zur Verfügung. Dafür ist das Angebot an Alternativen wie Naturmaterial und wertfreies Material (etwa Glassteine, Korken, Tücher) breit gefächert. Durch ein regelmäßiges Austauschen der Spiele und auch der anderen Materialien bekommen die Kinder immer wieder die Möglichkeit, die Dinge neu zu entdecken.
Kath Kita St. Mariä Himmelfahrt, Odenthal
Schatzbeutel
Jedes Kind hat seinen eigenen Stoffbeutel bedruckt und verziert. In dem Beutel werden gebastelte Sachen und Bilder der Kinder mit nach Hause genommen. Früher wurden am Ende der Woche die Schubladen der Kinder geleert und die Dinge in Plastiktüten mit nach Hause genommen. Durch die Schatzbeutel werden keine anderen Beutel mehr benötigt.
Kath Kita St. Mariä Himmelfahrt, Odenthal
Die Schönheit im Gewöhnlichen
Die Idee, Kunst aus Müll zu schaffen, ist nicht neu, findet aber immer wieder genug Verehrer bei Kindern, Eltern und Erzieher*innen. Unser Hauptziel ist hierbei, Recycling zum Teil unseres Alltags zu machen, Fantasie und Kreativität zu fordern, das Konsumieren zu reduzieren und Ressourcen wertzuschätzen. Angeregt durch einen Aushang und einen Elternbrief haben die Eltern diverse interessante Materialien für uns gesammelt, wie etwa bunte Verpackungen, Schachteln, Schuhkartons, alte Modekataloge von unterschiedlichen Strukturen und Beschaffenheit, Deckel, Wolle, Knöpfe, Stoffreste und sogar Teile von kaputten Spielen und Spielzeug. Die Arbeit mit dem gesammelten Material in der Kita hat uns auf zahlreiche kreative Ideen gebracht. Es hat den Kindern enorm Spaß gemacht, die Materialien mit allen Sinnen zu erforschen und zweckentfremdend zu benutzen. Eines unserer Ziele war es den Kindern zu zeigen, dass man aus dem vermeintlichen „Müll“ auch etwas Wundervolles schaffen kann. Die Kinder lernten die Schönheit in den gewöhnlichen, alltäglichen Sachen zu entdecken und die Gegenstände von verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Mit der Zeit wuchs die Sammlung von unterschiedlichsten Kunstwerken so an, dass wir uns entschieden haben, diese demnächst in einer Vernissage den Eltern zu präsentieren.
Kita Vogelsangstraße, Niederkassel
Ressourcen schonen – zusammen mit den Eltern
Unsere Kita setzt auf Recycling und Ressourcenschonung. Der Büchertauschschrank wurde auf Initiative eines Elternteils eingerichtet und ermöglicht es Familien, Kinderbücher nachhaltig zu nutzen. Eltern und Kinder können Bücher tauschen, um Ressourcen zu sparen und die Freude am Lesen zu fördern. Die Wetbags für die U3 Gruppe wurden vom Förderverein finanziert und vom Elternrat mitorganisiert. Sie dienen als nachhaltige Alternative zu Plastiktüten und tragen zur Reduzierung von Einwegmüll in unserer Kita bei. Unsere Kita sammelt außerdem leere Tintenpatronen, um sie recyceln zu lassen. Diese Aktion sensibilisiert Kinder und Eltern für das Thema Müllvermeidung und Recycling.
Kita Vogelsangstraße, Niederkassel
Die wandernde Adventskiste
In der Adventszeit haben wir eine sogenannte „Adventskiste“ eingeführt. Wir haben von dem üblichen Adventskalender Abstand genommen, da die meisten Kinder bereits mindestens einen zu Hause haben. So kam uns die Idee der Adventskiste. Es wurden Zettel mit den jeweiligen Namen vorbereitet und täglich wurde ein Zettel gezogen. An diesem Tag durfte das Kind die Adventskiste mit nach Hause nehmen. Der Inhalt dieser Kiste war eine Kerze, eine Weihnachtsgeschichte, Plätzchen und ein Teebeutel. So konnten die Kinder gemeinsam mit ihrer Familie am Nachmittag oder am Abend in gemütlicher Atmosphäre eine Geschichte bei Kerzenschein lesen und währenddessen den Tee sowie die Plätzchen genießen. Die Kinder freuten sich sehr darauf, die Kiste mit nach Hause nehmen zu dürfen und waren sichtlich stolz. Zudem gaben uns auch die Eltern positives Feedback und fanden die Idee sehr schön.
DRK Kindergarten „Die kleinen Strolche“, Blankenheim
Aus Alt mach Neu
Unser Spielzeug wird seit Jahren regelmäßig gewartet und bei Bedarf repariert. Ein buntes Dreirad ist seit Beginn im Gänseblümchen und wird innig geliebt. Nachdem wir neue Vorhänge für die ebenfalls schon oft reparierte Kinderküche angebracht haben, ist bei dem kleinen Gefährt ein Rad kaputt gegangen. Da haben wir das Dreirad auseinandergebaut, in den Farben der Kinderküche gestrichen und neu zusammengesetzt, unter dem Motto „aus Alt mach Neu“. Für die Kinder ist es das „neue“ Dreirad.
Kindertagespflege Gänseblümchen von Eva Berding, Bonn
Nachhaltiger Adventkalender
In unserer Kita gab es einen nachhaltigen Adventkalender mit vielen Aktionen. Wir wollten weg vom Süßigkeitenkonsum und wollten auch den Kindern zeigen, dass nicht immer ein Spielzeug sinnvoll ist. Durch gemeinsame Aktionen wurde eine schöne vorweihnachtliche Atmosphäre geschaffen. Alle Kinder waren gemeinsam beteiligt und haben so ein soziales Miteinander erfahren. Die Aktionen klangen noch lange in den Köpfen und Gefühlen der Kinder nach. Gemeinsame Erinnerungen an eine gemeinsam erlebte Aktion waren viel wertvoller als eine Süßigkeit, die man alleine schnell weggegessen hat. Die Kinder hatten Freude am gemeinsamen Backen, am Märchenerzählen oder am weihnachtlichen Theaterspielen. Immer stieg die Spannung, wenn wir uns alle im Flur getroffen haben und ein Törchen geöffnet wurde. Jede Aktion wurde von den Kindern bejubelt. Bevor ein Törchen geöffnet wurde, haben wir noch gemeinsam ein Weihnachtslied gesungen.
Vor allem Gemeinschaft und Sozialverhalten wurden gefördert und es gab fast keinen Müll. Auch in diesem Jahr wünschen sich wieder alle solch einen Adventkalender.
DRK - Kirchtal Kita Vernich, Weilerswist
Vom Baum zum Papier
Papier ist überall im Kindergarten - in Büchern, zum Basteln oder Malen. Doch woher kommt es eigentlich? Schnell wurde klar: Altpapier zu nutzen, schont die Natur! Deshalb stellten die Kinder aus alten Zeitungen ihr eigenes Papier her.
Doch geht es auch ohne Papier? Ja! Die Kinder bemalten Baumholzscheiben, schrieben mit Kreide auf Tafellack und entdeckten nachhaltige Alternativen. So lernten sie spielerisch, be-wusst mit Papier umzugehen und die Umwelt zu schützen.
Kita und Familienzentrum St. Barbara, Bottrop
Tauschtelefonzelle – Nachhaltig teilen
Die Tauschtelefonzelle ist ein Ort des Gebens und Nehmens für Kinder und Familien. Hier können Spiele, Spielzeug, Bücher und digitale Medien kostenlos getauscht werden. Wer etwas nicht mehr braucht, stellt es hinein – wer etwas Neues entdeckt, nimmt es mit.
Dieses einfache Prinzip fördert Nachhaltigkeit, reduziert Müll und schenkt Freude, gebrauchten Materialien ein zweites Leben. So entsteht ein gemeinschaftlicher Kreislauf, in dem jeder profitieren kann. Wichtig ist, dass nur vollständige und gut erhaltene Gegenstände weitergegeben werden, damit alle Freude daran haben.
Die Tauschtelefonzelle ist mehr als nur eine Tauschbörse – sie steht für Ressourcenschonung, Fairness und Gemeinschaft.
Kita und Familienzentrum St. Barbara, Bottrop
Tauschbörse
Zur Weihnachtszeit haben wir eine Tauschbörse bei uns in der Einrichtung eingeführt. Hier können die Familien Spielzeuge von zu Hause mitbringen, die sie nicht mehr benötigen. Diese werden in unsere Tauschbörse gestellt und andere Familien dürfen sich das Spielzeug mitnehmen. Somit kann das Spielzeug untereinander getauscht werden und muss nicht weggeschmissen werden.
DRK Kita Pusteblume, Wadersloh
Nachhaltige Kerzen für den guten Zweck
Seit 2024 gelten wir als Annahmestelle für Kerzenwachsreste innerhalb der Gemeinde Wadersloh. Die alten Kerzenreste werden bei uns in der Kita gesammelt und von den Recandlegirls abgeholt und zu neuen Kerzen verarbeitet.
Um den Kindern den nachhaltigen Aspekt näher zu bringen, haben wir mit unseren Vorschulkindern eine gemeinsame Aktion gestartet. Aus den alten Kerzenresten durften unsere Kinder neue Kerzen in Pfoten- und Eulen-Form herstellen. Unsere Kinder waren sehr fasziniert, dass man aus alten Kerzenresten, so schöne unterschiedliche Figuren gießen konnte.
DRK Kita Pusteblume, Wadersloh
Recycling – Upcycling
Beim Frühstück kam die Frage auf: „Was passiert mit dem leeren Getränkekarton?“ Dieses Thema nahmen wir zum Anlass, um uns mit den Kindern über diese Problematik auseinanderzusetzen. Nachdem wir über Mülltrennung und Recycling gesprochen haben, wurde überlegt ob man den leeren Getränkekarton noch anders verwenden könnte.
So entstanden unsere Nikolausstiefel und die Martinslaternen. Die leeren Kartons wurden vor der Gestaltung gereinigt, zugeschnitten, im Anschluss themengerecht verziert und dann zur Freude der Kinder vom Nikolaus befüllt. Alle verwendeten Bastelmaterialien waren bereits im Kindergarten vorhanden.
DRK Kita „Zauberwald“, Kalkar (Bad Münstereifel)
Der neue Kaufladen
Unser alter Kaufladen war größtenteils kaputt. Gemeinsam mit den Kindern haben wir überlegt, was wir tun können. Es entstand die Idee, einen neuen Kaufladen selbst zu bauen und zu gestalten. Zu diesem Zweck sammelten wir unter Einbeziehung der Eltern diverse Verpackungskartons in verschiedenen Größen und Zeitungspapier.
Gemeinsam stellten wir aus Pappmaché einen individuellen Kaufladen her, den wir im Anschluss fantasievoll mit unterschiedlichen Farben bemalten und mit Obst und Gemüse aus Tonkartonresten beklebten. Die Ladentheke des alten Kaufladens war noch intakt und kann im Spiel mit einbezogen werden.
DRK Kita „Zauberwald“, Kalkar (Bad Münstereifel)
Erlebnisse verschenken
Wir wollten im letzten Jahr etwas bedachter an unsere Weihnachtsgeschenke gehen und dem Konsum etwas entgegenwirken. Wir haben uns für diese Adventskiste entschieden.
Dies war ein Teil der Anleitung für die Familien: „Kocht Euch zusammen einen leckeren Tee, packt die Serviette aus und stellt das Teelicht darauf. Zündet das Adventslicht an, genießt den Tee und das Gebäck. Eine schöne Weihnachtsgeschichte findet ihr ebenfalls in der Adventskiste. Macht es Euch mit euren Familien gerne gemütlich und lest die Geschichte zusammen. Das Geschenk für die Adventszeit ist das Adventslicht und die Weihnachtsgeschichte, diese dürft ihr behalten und gebt am nächsten Tag nur die Adventskiste wieder zurück mit in den Kindergarten. Ein weiteres Blatt findet ihr in der Adventskiste („oh du schöne Adventszeit“), es ist für den Portfolie-Ordner der Kinder. Wir freuen uns über die gestalteten Blätter der Kinder. Wir freuen uns auf Eure Erlebnisse“.
DRK Kita Mutscheid, Bad Münstereifel
Transporttaschen
Die Kinder haben immer wieder viele Kunstwerke, die sie mit nach Hause nehmen, Weihnachtsgeschenke oder mal dreckige Kleidung. Bisher sind diese Sachen in Plastik-Müllbeuteln mitgegeben worden. Jetzt hat jedes Kind einen Stoffbeutel, welchen sie zu Beginn ihrer Kindergartenzeit mit ihrem Namen gestalten dürfen und der mit ihrem Kindergartenaustritt bei ihnen zu Hause einzieht.
DRK Kita Mutscheid, Bad Münstereifel
Unser Hin- und Weg-Regal
Wie die Kinder leisten auch die Eltern einen entscheidenden Beitrag auf unserem Weg zur nachhaltigen Kita. Warum immer alles neu kaufen? Es gibt viele Dinge, die Menschen nicht mehr benötigen, mit denen sie aber vielen anderen eine Freude machen könnten. Alles, was für andere noch von Wert ist, können die Eltern in das sogenannte „Hin- und weg-Regal“ stellen, statt es wegzuwerfen. Wir haben allen Familien im Flur, neben der Ein- bzw. Ausgangstür, ein Tauschregal zur Verfügung gestellt. Dieses nachhaltige „Eltern für Eltern“- Angebot bietet die Möglichkeit aussortierte und gut erhaltene Spiele, Puzzles, Bücher, Dekoobjekte etc. an andere Familien weiterzugeben oder zu tauschen. Selbst Kindersitze wechselten schon ihre Besitzer. So vermeiden wir Müll und sparen Ressourcen, leben unseren Kindern einen nachhaltigen Lebensstil vor und schonen gleichzeitig unsere Umwelt und unser Portemonnaie . Unser Tauschregal hat sich zu einem regen Geben und Nehmen entwickelt.
Schlosskindergarten Ringenberg, Hamminkeln
Schätze teilen, Lieblingsstücke entdecken
Durch die Einführung eines Tauschschranks wollten wir den Kindern ein Bewusstsein für Konsum und Verzicht vermitteln. Dieser Tauschschrank bietet den Kindern und Familien die Möglichkeit gebrauchte Spielsachen, Bücher und Kleidung zu tauschen, anstatt neue Produkte zu kaufen. So fördern wir nicht nur die Wiederverwendung von Gegenständen, sondern auch den kreativen Umgang mit Ressourcen.
Die Kinder lernen, dass es oft nicht notwendig ist, immer neue Dinge zu erwerben. Stattdessen können sie durch den Tausch ihre Schätze teilen und neue Lieblingsstücke entdecken. Dies stärkt nicht nur den Gemeinschaftssinn, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Materialien. So wird der Tauschschrank zu einem Ort des Lernens und der Begegnung, der die Werte Nachhaltigkeit und Achtsamkeit in den Alltag integriert.
DRK Kindertagesstätte Wasserstern, Düsseldorf
Wir machen Papier
Aufgrund des viel gebrauchten Malpapiers überlegten wir gemeinsam mit den Kindern Strategien, um mehr Papier zu sparen. Wir gingen auf Regeln ein, aber auch auf einen ganz besonderen Vorschlag. „Neu machen“, Recyceln also und genau das taten wir. Zunächst sammelten wir allerhand Papier, rissen dieses klein, weichten es ein Wochenende lang ein und zerkleinerten es dann im Mixer. Anschließend wurde es gepresst, getrocknet und in Form geschnitten. Die Kinder erlebten auf diese Weise jeden einzelnen Schritt eines Recycling-Prozesses mit und konnten selbst aktiv werden. Sowohl die viele Arbeit, als auch die Zeitspanne die es benötigt, um ein Blatt Papier herzustellen waren der ausschlaggebende Hintergrund und das prägende Erlebnis.
Kinderhaus Villa Kunterbunt, Kranenburg
Stoffbeutel gestalten
Kleine Veränderungen - große Wirkung: Für den Transport der vielen gemalten Bilder und der Wäsche nutzten wir bisher leider unzählige Plastiktüten. Das wollten wir ändern. Aus ungenießbaren, alten Kartoffeln haben wir Stempel hergestellt und nachhaltige Stoffbeutel gestaltet. Diese sind nun regelmäßig im Gebrauch und bringen den Kindern viel Freude.
Ev. Kita Philippus, Köln
Zweite Chance
Eine Mutter, deren erstes Kind ich schon betreut habe, wollte die nun zu klein gewordene und nicht mehr gebrauchte Kleidung nicht einfach wegschmeißen. Da haben wir gemeinsam überlegt, wohin mit den Bodys, Pullis, Hosen etc. Das Ergebnis ist unsere „Fundgrube“: Hier kann nun jeder schauen, ob was für ihn dabei ist. Eines Morgens brachte sogar ein Mädchen eines ihrer Stofftiere mit. Sie legte es in die Fundgrube und sagte, sie hätte jetzt ein neues bekommen und dieses bräuchte nun ein neues Zuhause.
Kindertagespflege von Petra Goebel, Bonn
Ressource „Müll“
Wir haben über mehrere Wochen ein Müllprojekt bearbeitet. Zu Beginn haben wir das Thema mit den Kindern in den Morgenkreisen besprochen: Wir gehen sorgsam mit Abfall um, vermeiden und recyclen Müll. Wir sortieren den Müll in die richtigen Abfallbehälter. Wir haben hier auch Spiele zur Mülltrennung angeboten. Durch eine gemeinsame Aktion (Dreckwegtag), sowie Emails und Plakate haben wir auch die Eltern eingebunden. Kreative Angebote zur Wiederverwendung von Abfall bildeten den Abschluss: Aus alten Konservendosen haben wir Trommeln gebastelt, wir nutzten Tapeten zum Malen, haben aus Stoffresten Puppenkleider genäht, alte Bilderrahmen neu gestaltet und basteln Laternen aus Milchpackungen.
AWO Kita Nordstraße, Velbert
Langlebige Kronen
Bei uns bekommen die Kinder keine Papierkronen mehr. Wir haben eine Schatzkiste, in der verschiedene Filzkronen vorhanden sind. Das Geburtstagskind darf sich für seinen Ehrentag eine aussuchen und diese im Kindergarten tragen. Danach wandert sie wieder in die Schatztruhe.
Städtische Kindertageseinrichtung Markusstraße, Troisdorf-Bergheim
Zweite Chance statt Mülltonne
Wir haben mit wertfreien Materialien (Joghurtbecher etc.) gebaut. Dadurch haben die Kinder gelernt, dass auch ohne richtiges Spielzeug tolle Dinge entstehen können. Wir schmücken zur Weihnachtszeit regelmäßig den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus. Den Baumschmuck basteln wir aus nachhaltigen Materialien (z.B. Tannenzapfen, Eisstäbchen). Des Weiteren haben wir ein Tauschregal für die Familien im Flur der Kita eingeführt. In das Tauschregal können die Eltern nicht mehr benötige Sachen (Bücher, Spielzeug, Kleidung) reinlegen und den Sachen somit eine zweite Chance geben, anstatt sie wegzuwerfen.
Städtische Kita Pusteblume, Meckenheim
Laternenwerkstatt
Unsere Laternenwerkstatt im Herbst haben wir mit wiederverwendbaren Materialien und Resten bestückt. Hieraus haben die Kinder wunderschöne individuelle Laternen gebastelt und jedes Kind konnte dennoch aus dem Vollen schöpfen. Wir haben bei den Familien Materialien erfragt, wie Plastikverpackungen, Eierkartons, Pappteller etc. aber auch Reste von Stoff, Papier, Pappe, Glitzer und so weiter. Es kamen so viele Sachen zusammen, dass wir nichts mehr hinzukaufen mussten und jedes Kind für sich eine individuelle wunderschöne Laterne gebastelt hat.
Ev. Kindertageseinrichtung Leuchtturm, Velbert
Naturmandala
Mit einer Gruppe aus dem Krippenbereich haben wir einen Spaziergang unternommen. Für den Spaziergang haben die Kinder eine Aufgabe bekommen: Sie sollten Materialien vom Boden einsammeln, die sie interessant finden. Bei unserem Spaziergang über Feldwege haben sie einige spannende Dinge entdeckt: So landeten viele Steine, Zapfen, Hühnerfedern, Äpfel, Blätter und Zweige im Jutebeutel. Aus den gesammelten Naturmaterialien haben die Kinder ein Mandala gelegt. Im Anschluss haben wir mit den Kindern ein paar Naturmaterialien auf ein Plakat geklebt und es in die Gruppe als Fühlangebot gehangen. Die gesammelten Äpfel wurden als Teil des Frühstücks den Kindern zur Verfügung gestellt. Mit diesem Angebot wollten wir auch die Jüngsten darauf aufmerksam machen, dass die uns vorgegebene Umgebung zahlreiche natürliche Ressourcen zur Verfügung stellt, die wir nachhaltig im Spielalltag in der Krippe nutzen können.
Städtische Kindertagesstätte Kinderplanet, Heimbach-Weis, Neuwied
Tauschschrank für alle
Unsere Kita hat vor den Sommerferien von den ehemaligen Vorschulkindern einen Tauschschrank geschenkt bekommen, den wir uns gewünscht haben. Momentan steht er noch im Vorflur des Kindergartens, soll aber demnächst vor dem Kindergarten stehen. So ist er nicht nur für unsere Eltern, sondern für alle Bewohner des Dorfes während der Öffnungszeiten zugänglich. Jeder kann geben, was er nicht mehr braucht, und nehmen, was ihm gefällt. So lernen die Kinder, dass Spielzeug oder Kleidung nicht immer neu gekauft werden muss, und lernen es wertzuschätzen. Der Schrank wird sehr gut angenommen und es findet ein reger Tausch statt. Unser Tauschschrank ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Müllvermeidung. Auch bei der Auswahl des Schrankes wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Er ist aus Holz und unbehandelt.
Die kleinen Strolche, Sundern
Nachhaltigkeit und Recyclingbewusstsein
In unserem Kindergarten legen wir großen Wert darauf, dass Kinder ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickeln und lernen, Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen. Wir ermutigen sie dazu, Dinge nicht einfach wegzuwerfen, sondern darüber nachzudenken, wie sie Dinge wiederverwenden oder recyceln können, um Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.
Juco e.V., Bonn
Wellness-Nachmittag für den Lieblingsmenschen
Wir haben statt Muttertags- und Vatertagsgeschenke zu basteln einen Lieblingsmenschnachmittag veranstaltet. Das Motto des Nachmittages war „Wellness“. Wir haben uns gegenseitig massiert, haben Mandalas ausgemalt und eine Entspannungsgeschichte gehört. Uns war es wichtig, auf Geschenke zu verzichten und diese durch qualitative Zeit mit unseren Liebsten zu ersetzen, um nachhaltig und gegen zu viel Konsum zu arbeiten.
Da wir vielfältige Familien haben, war uns es auch wichtig, den Tag zu einem Lieblingsmenschentag zu machen: Die Kinder konnten sich eine Person aussuchen, die den Nachmittag mit ihr verbringen durfte.
Kita Sprungbrett, Radevormwald
Neue Chance für Regenjacken, Pullis und Co.
In unserer neu eingerichteten Tauschbörse können Eltern Kleidung, die nicht mehr gebraucht wird, hereinlegen und dieser somit eine weitere Chance geben von anderen getragen zu werden. Das spart Ressourcen. Dieser Schrank steht bei uns im Eingangsbereich und ist für alle Eltern frei zugänglich.
Kita Flöz Sonnenschein, Gelsenkirchen
Unser Tausch-mich-Schrank – kostenfrei und nachhaltig
Aufgrund immer gut besuchter Trödelaktionen in unserem Haus und der Umgebung fiel die Entscheidung zur Installation eines Tausch-mich-Schranks sehr schnell. Bewusst entschieden wir uns für einen gebrauchten Schrank, den wir aus unserer trägerinternen Tauschbörse anschafften. Kinder und Eltern haben die Möglichkeit, geliebte, aber leider nicht mehr benötigte Spielsachen hier zum Tausch anzubieten bzw. zu verschenken. Kinder erlernen durch diese Weitergabe eine andere Art des Konsums und vertiefen den Gedanken der Nachhaltigkeit.
Städtische Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Kriemhildstraße, Gelsenkirchen
Aus Altem etwas Neues machen
Die Themen Konsum und Plastikreduzierung liegen uns sehr am Herzen, deswegen bieten wir hierzu viele verschiedene Aktionen an. Alle zwei Wochen eröffnet eine Fachkraft unsere Reparaturwerkstatt. In einer Kiste im Atelier werden alle defekten Dinge der letzten zwei Wochen gesammelt und gemeinsam mit den Kindern wird geschaut, ob und wie man es wieder reparieren kann. Wenn nicht, versuchen die Kinder es kreativ umzugestalten. Upcycling wird bei uns großgeschrieben.
In regelmäßigen Abständen reinigen wir mit voller Montur (Arbeitshandschuhen, Warnwesten, blaue Säcke und Müllzangen) Heddesdorf. Die Kinder, aber auch wir Erzieher*innen, sind dabei immer wieder geschockt, wie viele Verpackungen etc. hergestellt und einfach in unserer Umwelt weggeworfen werden. Die Kinder merken so recht schnell, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Natur hat, und erfahren einen Selbstwirksamkeitsprozess, der sie im nachhaltigen Handeln bestärkt.
Heddesdorfer Kinderburg, Neuwied
Spielzeugfreie Zeit
Durch die Erweiterung des Bildungsbereiches Wald und Kita-Umgebung möchten wir Räume schaffen, in denen die Kinder selbst kreativ werden können. Regelmäßige Waldtage sind konsumfreie Tage und fördern die kreative Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt. Die Kinder setzen sich gezielter mit anderen Kindern und Erwachsenen, aber auch mit sich selbst auseinander. Deshalb bieten wir zu jeder Jahreszeit wöchentliche Waldtage und regelmäßige Waldwochen an. Dafür werden Lupen und Lupendosen, Naturführer (um Tiere oder Spuren zu identifizieren), Kamera und Taschen mitgenommen. Die Kinder sammeln dabei oft Blätter, Kastanien, Steine und Nüsse.
Aufenthalte am Rhein stehen ebenfalls auf der Tagesordnung, dort werden Tierchen beobachtet, die im und am Wasser leben, es wird philosophiert, z.B. warum Steine sinken aber Holz auf dem Wasser schwimmt und es wird geschaut, wie hoch der Pegel ist. Mindestens zweimal im Jahr besuchen wir den Kräutergarten Rengsdorf, wo die Kinder lernen, welche Kräuter essbar sind, wo sie wachsen und wofür sie gut sind.
Heddesdorfer Kinderburg, Neuwied
Wir machen unser Papier selbst
Wir haben uns mit unserem Papierkonsum beschäftigt und mit den Fragen: wo kommt das Papier her und wie kann man es verwerten? Wir haben uns eine kleine Kinderdokumentation angeschaut „Wie wird Papier hergestellt?“ und uns im Anschluss mit den Kindern darüber ausgetauscht. Die Kinder waren schon sehr erschrocken, dass so viele Bäume dafür benötigt werden.
Daher haben wir entschieden, unser Papier nachhaltig selbst herzustellen. Zunächst sammelten wir unser anfallendes Altpapier. Dieses wurde in kleine Schnipsel zerrissen und in Wasser aufgeweicht. Nun hieß es endlich selber schöpfen. Nachdem die Kinder den Schöpfprozess einmal erlebt hatten und so bemerkt haben, wie lange es dauert, bis ein Blatt Papier fertig hergestellt ist konnten wir eine Veränderung bemerken. Sie überlegen genau, ob das Papier nicht mehr benötigt wird oder ob sie ihr Kunstwerk später weitergestalten möchten. Die Kinder schätzen ihr selbsthergestelltes Papier viel mehr.
FRÖBEL-Kindergarten Abenteuerland, Köln
Sodastreamanlage
Mit Bezug der neu gebauten Kita haben wir eine fest verbaute Sodastreamanlage in der Küche bekommen. Dadurch entfallen Transportwege und Transportkosten für Sprudelwasser. Außerdem brauchen wir die rund 30 Kisten Sprudelwasser nicht mehr lagern.
Das Leitungswasser wird durch die Anlage gefiltert und dann aufgesprudelt. An einem separaten Waschbecken kann sowohl Sprudelwasser als auch stilles Wasser direkt aus dem Hahn gezogen werden. Wir haben 3 Gasflaschen, welche in regelmäßigen Abständen gegen volle Gasflaschen ausgetauscht werden.
Kinderhaus Die Waldfrösche, Nütterden
Naturmaterialien und Alltagsgegenstände
U3 Kinder benötigen durch ihre verschiedenen Altersstrukturen und Entwicklungsphasen Spielzeuge mit vielfältigen Möglichkeiten und hohen Aufforderungscharakter. Beispielsweise nutzen die Kinder Naturmaterialien aus Holz wie Baumscheiben, Äste (nachwachsender Rohstoff) oder Kieferzapfen zum Bauen oder Kochen. Immer wieder entstehen neue Ideen. Sie nehmen sie in die Hand, fühlen, riechen, testen mit dem Mund, stapeln etc. – was auch immer man mit den Materialien auch alles machen kann.
Auch leere Milchtüten können gesammelt werden. Die Türme daraus werden höher und höher, Straßen für Autos zum Durchfahren werden erschaffen. Ein fantasiereiches und kreatives Spiel sowie Entdeckungen entstehen und entwickeln sich.
Kindertagespflege Weltentdecker, Bad Lippspringe
Sammlung für caritative Zwecke
Den nachhaltigen Tausch von Kleinkindkleidung praktizieren wir schon seit Jahren. Aktuell haben die Eltern und wir als Gruppe jetzt im Hinblick auf den Schwerpunkt die Sammlung noch auf Kinderkleidung bis 6 Jahre sowie auf Schuhe und Spielzeug erweitert. Die Sachen, die nicht getauscht werden, verteilen wir an viele Einrichtungen in Bonn.
Kindertagespflege von Annemarie Böhle-Schuck, Bonn
Wiederverwertbare Karnevalskostüme
Wir basteln Karnevalskostüme mit unterschiedlichen Motiven, die wieder einfach zerlegbar sind: Stoffreste, gebrauchtes Pack-Geschenkpapier sowie Krepppapier werden zu Umhängen zurechtgeschnitten. Diese werden nur mit einer Kordel oder Wollfäden am Hals befestigt. Auch motivnotwendige Applikationen wie Federn usw. werden nur mit einem Tropfen Kinderkleber befestigt. Gegebenenfalls kann auch mit Fingerfarben bemalt werden. Aus Pappkartonresten entstehen die Gesichter oder Hüte, die mit doppelseitigem Klebeband einfach auf einer Mütze oder einem Haarreif befestigt werden. Alle Karnevalskostüme können komplett auseinandergenommen werden ohne große Beschädigung. Sie bilden wieder die Grundlage für ganz andere neue Bastelarbeiten. Somit lernen die Kinder, dass alles wieder nachhaltig verwertbar sein kann. Das macht auch mehr Spaß, als stets etwas neu zu kaufen.
Kindertagespflege von Annemarie Böhle-Schuck, Bonn
Ressourcen nutzen
Unser Ziel ist es, den Kindern Wertschätzung von Ressourcen im Alltag zu vermitteln. Wir führen daher regelmäßig Recycling- und Upcycling-Angebote durch, bei welchen mit gesammelten Materialien aus dem Haushalt oder aus der Natur gearbeitet wird. Daraus entstehen dann zum Teil Dekorationen und Spiele, die saisonal wechseln oder im Kita-Alltag bestehen bleiben. Aus Eierkartons lässt sich so zum Beispiel ein Kranz basteln.
Kita Lennershof, Bochum
Aus Alt mach Neu
Der alte Kindergartenstuhl sollte entsorgt werden. Wir haben ihn dankend angenommen. Die Schrauben haben wir durch neue ersetzt, sodass der Stuhl wieder stabil war. Wir haben ihn dann abgeschliffen und bemalt.
So handhaben wir das mit all unseren Sachen: Bevor wir etwas entsorgen und neu kaufen, schauen wir erstmal, ob wir es noch reparieren oder aufhübschen können mit Farbe.
Melanie Andre, Kindertagespflege in Bonn
Wetbags
Anstatt Plastiktüten für die Schmutzwäsche zu verwenden, habe ich Wetbags aus beschichteten Stoffen genäht – es passiert bei fünf kleinen Kindern doch häufiger mal ein Malheur. Die Taschen werden den Eltern mitgegeben. Entweder bringen sie diese gewaschen wieder mit oder ich schmeiße die Taschen in unsere Waschmaschine. Die Eltern waren so begeistert von den Taschen, dass einige sich selbst Wetbags zugelegt haben.
Melanie Andre, Kindertagespflege in Bonn
Schuhspenden + Fundraising
Mit dem Elternausschuss zusammen haben wir die Teilnahme am Sammelprojekt "Schuuz" gestartet. Bei diesem Projekt sammeln wir gebrauchte Schuhe von den Familien unserer Kita ein. Die gebrauchten Schuhe werden entweder recycelt oder werden bedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt. Pro gefüllten Karton mit alten Schuhen, die von uns eingeschickt werden, erhält unser Elternausschuss Geld von Shuuz. Mit diesem Geld unterstützt der Elternausschuss die Kita unter anderem bei nachhaltigen Projekten.
Städt. Kita Biberburg, Neuwied
Recyceltes Tauschregal
Lange habe ich überlegt, was für Projekte ich machen sollte, die ich auch mit allen Kindern machen kann – ich betreue derzeit fünf Tageskinder, davon vier Einjährige. Dann stieß ich auf das alte Regal meiner Tochter: Aus selbstgemachten und nachhaltigen Bastelkleber (aus Naturprodukten hier in der Tagespflege) und alten Comics haben die Tageskinder und ich uns ein Tauschregal selbst gestaltet. Wir und die Eltern lieben daran die Kombination aus den Comicseiten und den Stiften. Jetzt sehen die Tageskinder jeden Tag ihr Werk und sind stolz auf sich selbst, weil sie dieses selbstgestaltet und etwas Besonderes, Nachhaltiges auf die Beine gestellt haben. Inzwischen hat sich das Regal schon mit Tauschsachen der Eltern gefüllt.
Kim Michelle Christophersen, Kindertagespflege Fofo, Bonn
Wir nähen ein Stockpferd – Upcycling!
Aus vielen Dingen kann man etwas Neues machen, um Müll und weiteren Konsum zu vermeiden. Einmal im Jahr nähe ich gemeinsam mit den Eltern und Kindern ein Stockpferd. Wir treffen uns draußen auf dem Spielplatz. Während die Kinder spielen, nähen wir das Stockpferd. Dafür benötigen wir eine alte Stricksocke, Füllwolle, Wollreste und Filz. Eine Woche vorher besorgen wir gemeinsam mit den Kindern einen Stock aus dem Wald. Dieser wird für jedes Kind geschnitzt und abgeschliffen, falls nötig.
Ich bin auf die Idee gekommen, weil wir in unserer Welt viele Dinge haben, die wir nicht mehr brauchen, wie zum Beispiel einzelne Socken. Diese können wir für etwas anderes nutzen und dadurch weniger konsumieren. Zudem können viele neue Produkte Schadstoffe enthalten. Man sollte auch den langen Weg bedenken, den unsere Kleidung und unsere Spielzeuge zurücklegen, bevor sie zu uns kommen, sowie den fairen Handel. Nicht zu vergessen ist die Freude und die Aufmerksamkeit, die die Kinder für dieses selbstgemachte Spielzeug empfinden.
Ana Jiménez Lorente, Naturverbundene Kindertagespflege die Waldmäuse, Köln
Spielzeugfreie Zeit
Von Aschermittwoch an verabschieden wir uns für mehrere Wochen von vorgefertigtem Spielmaterial in der Kita. Lediglich Möbel wie Regale, Tische und Stühle sowie nutzungsoffene Materialien wie Tücher, Decken oder Kissen verbleiben in den Räumen. Zusätzlich werden den Kindern Alltagsmaterialien, wertfreie Materialien und Naturmaterialien zur Verfügung gestellt. Dazu werden die Familien werden gebeten, wertfreies Material mitzubringen. Sie können es im „Recyclinghof“, der in der Eingangshalle der Kita aufgebaut ist, in die verschiedenen Kartons einsortieren – Blechdosen, Joghurtbecher, kleine Schachteln, CDs, Deckel von PET-Flaschen, Kastanien…
Die spielzeugfreie Zeit thematisiert das Konsumverhalten der Kinder, ihre permanente Konfrontation mit Spielzeugprodukten und die vorgeplante Zeit für Beschäftigungen. In Bezug auf Nachhaltigkeit bedeutet die spielzeugfreie Zeit eine Wegbewegung von der Spielzeugfixierung und des „Alles haben wollen“ der Kinder. Die Kinder sollen lernen, wieder mit weniger zurechtzukommen, und sollen Freiraum und Zeit für die Verwirklichung eigener Ideen und Spielimpulse nutzen.
städt. inklusive Kita Steinbüchel, Meckenheim
Reparaturwerkstatt und Tauschregal
Wir haben eine regelmäßige Reparaturwerkstatt etabliert. Wir sammeln kaputte Spielsachen in unserer Kita und reparieren diese mit Schraubenzieher, Nadel, Heißklebepistole und Holzleim. Die Kinder verstehen nun, dass es nicht nötig ist, kaputte Dinge direkt wegzuwerfen. Stattdessen überlegen wir zusammen, wie diese wieder spielbar gemacht werden können. Die Kinder entwickeln viel Kreativität dabei und genießen es, die unterschiedlichen Materialien zu Reparatur auszuprobieren. Wir haben diesen Gedanken noch weitergesponnen und uns überlegt: Was können wir mit nicht mehr benötigten Spielsachen machen? In regelmäßigen Abständen, nämlich einmal im Quartal, haben wir daher eine Tauschbörse in der Kita: Hier können Kinder ihre Spielsachen mit anderen Kindern tauschen. Um auch die Eltern mit hineinzunehmen, haben wir ein Tauschregal in unserer Kita aufgestellt, welches die Eltern nach Herzenslust füllen können. Wir stellen fest: Für fast alles gibt es einen Abnehmer.
Ev. Kita Wichtelland, Velbert
Papierschöpfen
Durch Papierschöpfen können die Kinder aus Zeitungspapier in mühevoller und zeitintensiver Arbeit neues Papier herstellen. So können sie Wertschätzung gegenüber dem Material entwickeln und einen achtsamen Umgang im Atelier und Alltag entwickeln.
Kita Käthe-Kollwitz-Straße, Niederkassel
Upcycling: Osterkörbchen aus Eierkartons, Blechdosen und Milchkartons
Im Atelier upcyceln die Kinder in kreativen Schaffensprozessen täglich alte Verpackungen oder sie geben ihnen z.B. in der Osterkörbchenwerkstatt ein neues Leben. Durch die Verwendung von wiederverwendbaren Taschen und Beuteln oder den Kauf unverpackter Lebensmittel können sie Müll vermeiden. Gesammelte Kronkorken werden an einen metallverarbeitenden Betrieb gespendet. Das Geld für den kostbaren Wertstoff kommt u.a. einem Verein zugunsten krebskranker Kinder zugute. Durch die vielfältigen Angebote sowie den Umgang im Alltag mit Müll können die Kinder Zusammenhänge und Alternativen erfahren, Abfall wertschätzen und einen achtsamen Umgang mit Ressourcen lernen.
Kita Käthe-Kollwitz-Straße, Niederkassel
Weg vom Wegwerfgedanken
Für alle Familien in unserer Einrichtung wurde ein Tauschschrank aufgestellt. Diesen dürfen die Familien mit allem befüllen, was sie gerne weitergeben möchten (Kleidung, Spielzeug, Gutscheine, etc.) Über den Schrank wurden alle Eltern in unserer Eltern-App informiert. Kurz darauf war der Schrank bereits gut gefüllt und sowohl Eltern als auch Teammitglieder nutzen die Möglichkeit, Dinge herauszunehmen oder hineinzulegen, die sie gut gebrauchen können. Hierdurch entfällt für viele Gegenstände der Wegwerfgedanke und Kleidung, Spielzeug und anderes tritt einen neuen Weg im Nutzungskreislauf an.
St. Johannes Baptist, Plettenberg
Nicht verschwenden, wiederverwenden!
Wir haben einen Tauschschrank installiert, organisieren Kinderkleidermärkte und „Spielzeugfreie Tage“ in der Kita. Unsere Ziele:
- eigenes Konsumverhalten reflektieren
- Vorhandenes nicht verschwenden, sondern wiederverwenden
- Alt ist nicht gleich schlecht: Nachhaltiges Bewusstsein schaffen durch robuste und naturnahe Spielmaterialien sowie den bewussten Umgang mit Wiederverwertung
- Eltern beteiligen und die Möglichkeit schaffen, Spielsachen und Bücher kostenlos weiterzugeben
- Beitrag zu einer Reduzierung des Konsumverhaltens
- Spielzeugfreie Zeiten in der Kita unter Einsatz von Alltagsmaterialien
- im gesamten Kindergarten wird im Alltag umweltfreundliches Papier genutzt, Blätter werden klein geschnitten
Städtische Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Hugostraße, Gelsenkirchen
Projekt Konsumdetektive
Die Kinder waren während des Projekts als Konsumdetektive unterwegs und bekamen als Abschluss ihren Detektivausweis ausgehändigt.
Mogelpackung: Die Kinder erfuhren, wie „Werbung“ eingesetzt wird und uns locken soll, mehr Geld auszugeben, obwohl wir weniger dafür bekommen. Sie untersuchten Verpackungen und erkannten, dass die Mogelpackungen sehr groß sind und mit verlockenden Bildern versehen – allerdings haben sie weniger Inhalt und sind daher meist teurer im Vergleich. Auch Zuhause sollten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die Mogelpackungen aufspüren.
Konsumpyramide: Als Bewegungsspiel wurde bei der Konsumpyramide aufgezeigt, wie Güter genutzt werden sollten und was alles möglich ist, bevor eine Neuanschaffung getätigt wird, wie z.B. Reparaturen, Tausch, Leihen oder gebraucht kaufen. Detektivfragebogen für zu Hause: Impulsfragen an die Eltern bezüglich des Spielzeuges der Kinder (Bezug zur Konsumpyramide) und abschließende Frage, ob etwas nicht mehr genutzt wird und gespendet werden kann. Auch Upcycling-Bastelaktionen unter dem Motto „Nutze was du hast“ gehörten zum Projekt.
AWO Kita Lohausstraße, Haltern am See
Kitaflohmarkt und Reparaturen
In unserer Kita gibt es zweimal im Jahr einen Flohmarkt, der gemeinsam mit den Eltern geplant und durchgeführt wird. Das Ziel ist es, einen bewussten und nachhaltigen Konsum gemeinsam mit den Eltern zu leben und zu erfahren. Um dies im Kita-Alltag zu integrieren und für alle sichtbar zu machen, gibt es darüber hinaus ein Tauschregal, in dem Eltern, Kinder und Fachkräfte gut erhaltene, nicht mehr gebrauchte Gegenstände zum Tauschen auslegen können.
Um auch in der Kita den Konsum zu reduzieren, reparieren wir kaputtes Spielzeug oder bestellen bei Verlagen einzelne Spielmaterialien nach, um ein Neukaufen zu verhindern. Wir thematisieren dies auch mit den Kindern, um ihnen einen bewussten Konsum erfahrbar zu machen und mit ihnen zu lernen, dass nicht alles, was kaputt ist, gänzlich ausgetauscht und neu gekauft werden muss, sondern dass man Dinge reparieren kann.
Haus Regenbogen, Bornheim
Tauschen und ersetzen
Unsere Tauschecke entstand, nachdem wir uns intensiv mit dem Thema: "Wieviel Spielzeug brauche ich?" auseinander gesetzt haben. Unser Ziel ist es, Dingen wie Spielzeug, Kleidung und Büchern aus denen die Kinder "entwachsen" sind, ein neues zu Hause zu geben. Kinder, wie auch Eltern beteiligen sich rege. Wöchentlich kommen neue Dinge hinzu, während andere mitgenommen werden.
Wir beschäftigten uns ebenfalls mit der Frage: "Brauche ich überhaupt Spielzeug?" So verbannte z.B. eine Gruppe ihr Spielzeug und ersetzte es für eine Woche durch Naturmaterialien, die die Kinder gemeinsam gesammelt haben. Das Fazit der Gruppe am Ende der Woche war gemischt. Als Kompromiss behalten wir einen spielzeugfreien Tag auf dem Außengelände. Es ist eben alles ein Prozess.
DRK Kita Metrosternchen 3, Düsseldorf