Anbauen statt kaufen
Da Rohkost und Obst feste Bestandteile unseres Buffets sind, haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, Lebensmittel selbst anzubauen, zu pflegen und zu ernten. Unser Ziel ist es auch, dass die Kinder lernen, wie Gemüse und Obst angebaut werden, wie sie wachsen und wie sie sich gesund ernähren können.
Während einige Kinder damit beschäftigt waren, unseren Garten zu gestalten, Gemüsebeete zu bauen, diese zu isolieren und Kompost hinzuzufügen, waren andere Kinder mit dem Pflanzen beschäftigt. Sie haben verschiedene Gemüse-, Beeren- und Kräutersorten im Naturforscherraum gezüchtet und anschließend in die Beete im Garten gepflanzt. Anschließend werden diese gepflegt. Für unsere Kinder ist es etwas ganz Besonderes, eigene Tomaten, Paprika, Erdbeeren und viele andere Gemüse-, Kräuter- und Obstsorten zu haben. Deshalb ist es unser Ziel, gekaufte Sorten am Frühstücks- und Mittagsbuffet dauerhaft durch selbst angebautes Gemüse, Kräuter und Obst zu ersetzen.
Städt. Kita Biberburg, Neuwied
Seerosen-Experiment
Wir haben ein Seerosen-Experiment gemacht. Wir haben Seerosen zugeschnitten, diese angemalt und dann die Blütenblätter nach innen umgeknickt. In einer Schüssel mit etwas Wasser konnten die Kinder und ich dann beobachten, wie sich nach und nach dann die Blüten entfaltet haben. Die Kinder fanden es sehr erstaunlich und interessant. Nachdem ich die Kinder den Eltern übergeben habe, habe ich den Eltern auch jeweils eine Seerosen-Vorlage mitgegeben, und diese wurde dann auch zuhause nachgemacht. Eine super tolle Experiment-Idee für Klein und Groß.
Kim Michelle Christophersen, Kindertagespflege Fofo, Bonn
Unser eigener kleiner Anbau
Zusammen mit den Tageskindern habe ich angefangen, Gemüse anzubauen. Die Kinder durften selbst entscheiden, welches Gemüse wir anbauen. Tag für Tag haben wir die Gemüsepflanzen gegossen – und wie man sieht, sind sie schon ganz schön groß gewachsen. Ein wenig größer müssen sie jetzt noch werden, bis wir sie irgendwann ernten können. Unser Salat hat den Tageskindern schon sehr gut geschmeckt und die Eltern haben auch jeder einen selbst angebauten Bund Salat mit nach Hause mitbekommen.
Kim Michelle Christophersen, Kindertagespflege Fofo, Bonn
Recyceltes Tauschregal
Lange habe ich überlegt, was für Projekte ich machen sollte, die ich auch mit allen Kindern machen kann – ich betreue derzeit fünf Tageskinder, davon vier Einjährige. Dann stieß ich auf das alte Regal meiner Tochter: Aus selbstgemachten und nachhaltigen Bastelkleber (aus Naturprodukten hier in der Tagespflege) und alten Comics haben die Tageskinder und ich uns ein Tauschregal selbst gestaltet. Wir und die Eltern lieben daran die Kombination aus den Comicseiten und den Stiften. Jetzt sehen die Tageskinder jeden Tag ihr Werk und sind stolz auf sich selbst, weil sie dieses selbstgestaltet und etwas Besonderes, Nachhaltiges auf die Beine gestellt haben. Inzwischen hat sich das Regal schon mit Tauschsachen der Eltern gefüllt.
Kim Michelle Christophersen, Kindertagespflege Fofo, Bonn
Eigene Lebensmittel und Joghurt vom Bauernhof
Aktuell gestalten wir in einem gemeinsamen Projekt mit den Kindern unser Hochbeet neu. Die Kinder lernen so, wie man Obst/Gemüse selber pflanzt, züchtet, pflegt und erntet. Die geernteten Lebensmittel dürfen die Kinder frei verkosten.
Zudem arbeiten wir mit einem regionalen Bauernhof zusammen, über den wir frischen Joghurt und Milch beziehen. Auch zu diesem Thema gestalten wir immer wieder Projektwochen und besuchen nahegelegene Bauernhöfe und/oder Wochenmärkte.
Kath. Kita/Familienzentrum St. Michael, Essen
Mitmach-Theaterstück
In unserer Kita findet einmal im Jahr eine Projektwoche zum Thema “Mülltrennung/ Müllverwertung“ statt. Für diese Projektwoche nutzen wir einen Materialkoffer der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), der uns kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen dieser Projektwoche besucht uns Herr Stinknich von den EBE. Er bringt den Kindern in einem kleinen Mitmach-Theaterstück spielerisch das Thema Mülltrennung näher. Außerdem besucht unsere Schultütenbande den Recyclinghof in Essen Altenessen. Im täglichen Kita-Leben trennen wir in den Gruppen den Müll, indem wir verschiedenfarbene Mülleimer sowie Piktogramme nutzen.
Kath. Kita/Familienzentrum St. Michael, Essen
Unsere Regenbogenwoche
Rund um den Weltkindertag im September veranstalten wir jährlich eine „Regenbogen-Projektwoche“. Während dieser Woche bearbeiten wir mit den Kindern folgende Themen: Geschlechterneutralität, Herkunftsländer, Aussehen, Vorlieben, Familienformen, Freundschaften, Liebe etc. Ziel dieser Woche ist die Vorurteilsbewusste Erziehung. Außerdem bieten wir den Kindern im Alltag in allen Spielbereichen die freie Wahl, mit wem oder was sie spielen wollen. In unserem Rollenspielbereich gibt es Puppen mit unterschiedlichen Hautfarben und verschiedene Verkleidungen. Des Weiteren werden regelmäßig im Morgenkreis verschiedenste Bilderbücher zum Thema angeboten.
Kath. Kita/Familienzentrum St. Michael, Essen
Wir nähen ein Stockpferd - Upcycling!
Aus vielen Dingen kann man etwas Neues machen, um Müll und weiteren Konsum zu vermeiden. Einmal im Jahr nähe ich gemeinsam mit den Eltern und Kindern ein Stockpferd. Wir treffen uns draußen auf dem Spielplatz. Während die Kinder spielen, nähen wir das Stockpferd. Dafür benötigen wir eine alte Stricksocke, Füllwolle, Wollreste und Filz. Eine Woche vorher besorgen wir gemeinsam mit den Kindern einen Stock aus dem Wald. Dieser wird für jedes Kind geschnitzt und abgeschliffen, falls nötig.
Ich bin auf die Idee gekommen, weil wir in unserer Welt viele Dinge haben, die wir nicht mehr brauchen, wie zum Beispiel einzelne Socken. Diese können wir für etwas anderes nutzen und dadurch weniger konsumieren. Zudem können viele neue Produkte Schadstoffe enthalten. Man sollte auch den langen Weg bedenken, den unsere Kleidung und unsere Spielzeuge zurücklegen, bevor sie zu uns kommen, sowie den fairen Handel. Nicht zu vergessen ist die Freude und die Aufmerksamkeit, die die Kinder für dieses selbstgemachte Spielzeug empfinden.
Ana Jiménez Lorente, Naturverbundene Kindertagespflege die Waldmäuse, Köln
Urban Gardening mit U3-Kindern
Urban Gardening bietet Kindern direkten Kontakt mit der Erde und unseren Lebensmitteln. Es fördert alle Sinne, indem es das Tasten, Riechen, Fühlen, Sehen und Schmecken ermöglicht. Durch das Gärtnern entsteht eine Verbundenheit zur Natur, da Kinder die Veränderungen durch die Jahreszeiten und die Gemüsereifung wahrnehmen können. Sie erleben die vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde im Garten, was verantwortungsvolles Handeln und die Wertschätzung für Lebensmittel und Landwirtschaft fördert.
Wir nutzen ein Hochbeet im „Garten 60“ in der autofreien Siedlung in Köln. Die Aktivitäten haben Anfang März mit dem Bedecken des Beetes mit neuer Erde und dem Einpflanzen von Samen in Gewächshäusern begonnen, gefolgt von der Umpflanzung der Setzlinge in das Beet. Ende März haben die Kinder Radieschen eingepflanzt, gefolgt von Tomaten, Gurken und Paprika. Die Kinder haben das Beet vor Schnecken und Frost geschützt und gießen regelmäßig die Pflanzen. Anfang Mai konnten sie die ersten Radieschen essen.
Die Eltern haben geholfen wo sie konnten, z.B. beim Gießen oder Gemüse-Sitten in den Ferien. Die Kinder bekommen außerdem eine Naschkiste für zu Hause mit verschiedenen Pflanzen wie Radieschen und Salat. Diese können sie zu Hause auf dem Balkon weiter pflegen.
Ana Jiménez Lorente, Naturverbundene Kindertagespflege die Waldmäuse, Köln
Wir bauen eine Wurmkiste - "Die Wurmkiste als Kompost"
Die Wurmkiste ermöglicht den Kindern, den Natur- und Nahrungskreislauf zu beobachten, indem sie sehen, wie ihr Bioabfall, den sie morgens an die Würmer verfüttern, zu Humus wird. Die Wurmkiste wurde sorgfältig ausgewählt, um den Würmern die optimale Umgebung zu bieten. Der Bau der Kiste und der Umzug der Würmer wurde mit den Kindern zusammen als Teil des Projekts durchgeführt. Das Ergebnis ist eine gesteigerte Verbundenheit mit der Natur bei den Kindern sowie ein verantwortungsvolles Handeln beim Füttern der Tiere. Die Eltern sind begeistert und möchten ihre eigenen Wurmkisten bauen. Das Projekt trägt dazu bei, weniger Müll zu produzieren und liefert wertvollen Humus für das Gemüse im Hochbeet.
Ana Jiménez Lorente, Naturverbundene Kindertagespflege die Waldmäuse, Köln









