Kinder schauen neue Bilderbücher an

Frei entscheiden dürfen

Zum Thema Chancengleichheit haben wir uns zwei neue Bücher angeschafft: „Farben sind für alle da“ und „Herr Seepferdchen“. Bei den Kindern kamen die Bücher sehr gut an. Wir haben uns die Bücher angeschafft, weil mir aufgefallen ist, dass die Kinder schon früh in typischen Männer- und Frauenberufen spielen. Und mir ist auch aufgefallen, dass viele Eltern den Kindern diese typische Richtung vorgeben und vorleben. Mir ist es sehr wichtig, den Kindern die Chance zu geben, frei zu wählen. Beim Lesen der neu angeschafften Bücher war es ganz toll, den Kindern zu zeigen, dass es eine Postbotin, eine Polizistin oder einen Pfleger gibt. Bei den Eltern gab es gemischte Meinungen, manche taten sich schwer mit unserem Thema Geschlechtergerechtigkeit. Wir haben an einem Tag nur mit Puppen und an einem anderen Tag nur mit Baggern und Autos gespielt. Der Tag mit den Puppen kam nicht so gut an wie der Tag mit den Autos, was ich schade fand. Aber ich werde mich in Zukunft sehr dafür einsetzen, dass Kinder in meiner Tagespflege frei entscheiden dürfen.

Kindertagespflege „Blumenwiese“ von Nadine Pfennings, Millen


Geschlechtergerechtigkeit

Ein wichtiges Thema in meiner Kindertagespflege ist die Geschlechtergerechtigkeit. Es werden alle Kinder darin bestärkt, dass sie frei in ihrer Wahl sind und es keine festen Vorgaben nach Geschlecht gibt für Vorlieben im Spiel, Kleidung, Aussehen oder auch für spätere Berufe. Dafür haben wir jetzt mehrere neue Bücher und Spiele angeschafft, in denen die Kinder sehen, das jeder Beruf für jedes Kind möglich ist, z.B. das Klischeefrei – Wimmelbuch und Memory Spiel.

Ein großes Ereignis war der Besuch der Feuerwehr und auch da haben wir gesehen, dass sowohl Männer wie auch Frauen den Beruf ausüben können. Ebenso ist es für die Kinder selbstverständlich, dass es ganz verschiedene Formen von Familie gibt. Nicht nur Kinder, die Mama und Papa haben, sondern auch Papa und Papi und Mama und Mami oder auch Soloeltern.

Kindertagespflege Krümelkiste von Astrid Schottel, Wesseling


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