„Ich – Du – Wir – Gemeinsam sind wir BUNT!“ – Ein Projekt für Vielfalt, Zusammenhalt und Kreativität

In unserer KreativitätsKindertagesstätte Treptow glauben wir fest daran, dass jede*r Einzelne einzigartig und wertvoll ist. Mit unserem Jahresthema „Ich – Du – Wir – Gemeinsam sind wir BUNT!“ möchten wir Kindern, Eltern und unserem Team die Bedeutung von Vielfalt, Gemeinschaft und Kinderrechte näherbringen – auf spielerische und kreative Weise. Im Mittelpunkt steht die Förderung des Miteinanders und des respektvollen Umgangs untereinander. Wir setzen auf Vielfalt in all ihren Facetten: kulturell, sprachlich, kreativ und individuell. In Projekten sprechen wir über das, was die Kinder unter Kinderrechten verstehen. Mit Farben, Formen und Geschichten entdecken wir die Welt des „Wir“. Hier wird das „Ich“ gefeiert, dass „Du“ geachtet und das „Wir“ gestärkt – denn nur gemeinsam sind wir wirklich BUNT!

KreativitätsKindertagesstätte Treptow, Berlin


Kinder halten ihre Hände nebeneinander auf einen Tisch mit selbst gemalten Bildern.

Alles sein dürfen

Im Rahmen unserer gemeinsamen Zeit in der Kita mit den Kindern gehen wir einen wichtigen Teil unseres Lebensweges gemeinsam und teilen Alltag, viele Erlebnisse, Entwicklungsschritte, Werte und viel Freude in unserer Gemeinschaft. Es macht dabei einen Unterschied, wie wir miteinander umgehen, wie wir aufeinander achten, wie wir uns umeinander kümmern und füreinander da sind. Es ist Entwicklungsraum und es ist ein Mikrokosmos, der eine Vorbildfunktion haben kann. Jeder hat seinen Platz und alle sind unterschiedlich – und dürfen es auch sein. Wir erkennen Vielfalt als Bereicherung an, versuchen neue Perspektiven zu eröffnen und gehen offen mit Unterschiedlichkeit um. Jeder kann alles sein – und gemeinsam sind wir eine Gemeinschaft. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter und sonstigen Zuschreibungen sollen sich Kinder ausprobieren, alles spielen können, alles anziehen können, alles erzählen und träumen können. Wir bieten ihnen einen bunten, geschützten und vorurteilsfreien Rahmen.

DRK Kita Mahlberg, Bad Münstereifel Mahlberg


Vorlesen in Muttersprachen

Da wir ein multikulturelles Team sind und auch Kinder aus vielen verschiedenen Familien zu uns kommen, wollen wir diese Vielfalt vor allem als Bereicherung für die Eltern und Kinder nutzen. Den Kindern macht es viel Freude, Geschichten in der eigenen Muttersprache zu hören. Gleichzeitig geben wir den Fachkräften und Eltern die Möglichkeit verschiedene Bilderbücher in unterschiedlichen Sprachen kennenzulernen und für den Alltag zu nutzen.

Die Bereitschaft der Eltern vorzulesen ist groß und die Kinder, aber auch die Eltern nutzen gerne das Angebot.

DRK Familienzentrum Weilerswist Süd


Vorleseaktion: Vorlesen in der Muttersprache

Wir begleiten Kinder aus unterschiedlichen Kulturen und Muttersprachen in unserem Haus und so entstand die Idee, in unserer Bücherwoche jeden Tag Eltern einzubeziehen, die ein Buch in ihrer Muttersprache vorlesen. Die Eltern nutzen ihre eigenen Sprachkenntnisse, um in ihrer Muttersprache den Kindern vorzulesen und ihnen so Zugang zu ihrer Kultur und Sprache zu verschaffen. Durch das Vorlesen in einer anderen Sprache wurde ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verständnis für ihre Kultur vermittelt. Zusätzlich konnten sie sich am dialogischen Lesen beteiligen, indem die Kinder aktiv in die Vorlesegespräche einbezogen wurden. Hier arbeiteten auch Kita und Eltern zusammen, um kulturell relevante Bücher zu integrieren und die Vielfalt in der Kita zu fördern. Wir besuchen einmal im Monat die städtische Bibliothek und die Kinder füllen dann den Leserucksack mit ihren Büchern, um auch hier partizipativ zu agieren. Thematisch stellte uns die Bibliothek schon Bücher zusammen was sehr hilfreich war.

Johanniter Kita der Kinderakademie, Eberswalde


Kleine Weltenentdecker – große Vielfalt

In diesem Jahr betreue ich eine multikulturell gemischte Gruppe mit Kindern aus unterschiedlichen Herkunftsfamilien – darunter türkische, arabisch-italienische und deutsche. Kulturelle Vielfalt ist fester Bestandteil unseres Alltags. Gemeinsam feiern wir Feste aus verschiedenen Traditionen, basteln, singen, kochen und entdecken die Welt mit neugierigen Augen. Ob selbstgemachte Pasta beim Italien-Tag, süßes Gebäck zum Zuckerfest oder Laternen zu St. Martin – die Kinder erleben spielerisch, wie bunt und bereichernd kulturelle Unterschiede sind. Dabei stehen Werte wie Respekt, Gemeinschaft und Freude im Mittelpunkt. Jedes Kind darf seine Herkunft mit einbringen und wird in seiner Individualität gesehen. So entsteht ein wertschätzendes Miteinander, das interkulturelle Kompetenz fördert – von klein auf.

Kindertagespflege Sonnenschein von Zarife Celik, Hückelhoven


Miteinander leben, voneinander lernen

In meiner Kindertagespflege steht kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt. Ich möchte den Kindern und Eltern die Möglichkeit geben, ihre Herkunft, Sprache und Traditionen wertzuschätzen und miteinander zu teilen. Vielfalt ist für mich ein Schatz, aus dem wir alle lernen können - mit Offenheit, Respekt und Neugier.

Als Projekt plane ich ein interkulturelles Sommerfest, bei dem jede Familie ein typisches Gericht aus ihrer Kultur mitbringt. Gemeinsam essen, ins Gespräch kommen und voneinander lernen - das stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern vermittelt auch schon den Kleinsten: Jeder ist anders, und das ist gut so.

Mit diesem Fest möchte ich ein Zeichen für Toleranz, Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis setzen - Werte, die ich in meiner Kindertagespflege lebe und weitergeben möchte.

Kindertagespflege „Villa Krümelkiste“ von Christina Brandt, Bonn


Kulturelle Vielfalt sichtbar machen

Durch das bewusste Einbinden verschiedener Sprachen und Traditionen lernen Kinder früh Offenheit und Respekt anderen Kulturen und Menschen gegenüber. Um die Vielfalt in unserer Einrichtung sichtbar zu machen visualisieren wir die Wurzeln der Kinder:

Jedes Kind erhält ein Portfolio-Blatt, auf dem es gemeinsam mit der Familie die sprachlichen und kulturellen Wurzeln festhält. Neue Familien bekommen dieses Blatt im Rahmen der Aufnahme – so werden alle von Anfang an eingebunden. Die enthaltenen Informationen visualisieren wir (anonym) auf einer großen Kork-Weltkarte im Flur. Dort markieren Pins die entsprechenden Herkunftsländer. Auf einer weiteren Tafel sammeln wir die Familiensprachen.

Zusätzlich laden wir Eltern ein, in ihrer Muttersprache vorzulesen oder von ihren Wurzeln zu berichten. Diese Aktion macht kulturelle Identität sichtbar, fördert das Miteinander und unterstützt Kinder darin, stolz auf ihre Herkunft zu sein. Die Karte aus Kork lässt sich jedes Jahr nachhaltig anpassen.

Städtische Kita Weidenstraße, Niederkassel


Die Weltentdecker

Gemeinsam mit den Kindern ab vier Jahren haben wir uns auf eine spannende Reise begeben. Zuerst wurden die Himmelsrichtungen und der Kompass kennengelernt und kurz darauf die Kontinente und Weltmeere. Jede Projektstunde wurde ein neues Land erkundet - mit seiner Flora und Fauna, aber auch Essgewohnheiten, kulturelle Besonderheiten und Themen wie soziale Ungerechtigkeit, fairer Handel und Geschlechtergleichstellung wurden kindgerecht besprochen.

Ev. Kita Philippus, Köln


Plakat: Gemeinsam sind wir einzigartig.

Kennenlernnachmittag

In unserer Kita gibt es viele Nationen, deshalb haben wir einen Fokus auf die kulturelle Vielfalt gelegt. Wir vermitteln den Kindern unter anderem soziale und interkulturelle Werte und wir leben ihnen ein offenes und tolerantes Miteinander vor.

Zu Beginn des neuen Kitajahres ist ein gruppenübergreifender Kennenlernnachmittag geplant. Den Kindern und Eltern wird die Chance gegeben, sich untereinander kennenzulernen, um gemeinsam in ein kunterbuntes Kindergartenjahr zu starten. Das Buffett wird dementsprechend mit landestypischen Speisen gestaltet.

Wir betrachten diese kulturelle Vielfalt als eine Bereicherung unserer Arbeit und lassen sie so oft wie möglich in die tägliche Arbeit mit einfließen.

Städt. Kita Löwenzahn, Meckenheim


Plakat der Kinder zum Lieblingsmenschen

Wellness-Nachmittag für den Lieblingsmenschen

Wir haben statt Muttertags- und Vatertagsgeschenke zu basteln einen Lieblingsmenschnachmittag veranstaltet. Das Motto des Nachmittages war „Wellness“. Wir haben uns gegenseitig massiert, haben Mandalas ausgemalt und eine Entspannungsgeschichte gehört. Uns war es wichtig, auf Geschenke zu verzichten und diese durch qualitative Zeit mit unseren Liebsten zu ersetzen, um nachhaltig und gegen zu viel Konsum zu arbeiten.

Da wir vielfältige Familien haben, war uns es auch wichtig, den Tag zu einem Lieblingsmenschentag zu machen: Die Kinder konnten sich eine Person aussuchen, die den Nachmittag mit ihr verbringen durfte.

Kita Sprungbrett, Radevormwald


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