Beet mit Gemüse und Kräutern, im Hintergrund ein Zelt.

Nachhaltigkeit wächst im Beet

Gemeinsam mit den Kindern haben wir einen passenden Platz für unser Beet gefunden, in dem wir zusammen Gemüse, Kräuter und andere nützliche Pflanzen anbauen. Die Ernte nutzen wir für Kochangebote über dem Feuer oder als gesunden Snack zwischendurch. Im Rahmen einer Elternaktion entstanden Hochbeete, die mit Tomaten und Paprika bepflanzt sind. Weitere Pflanzen haben wir mit den Kindern selbst vorgezogen. Dabei konnten sie den Prozess vom Samenkorn bis zur fertigen Pflanze beobachten und begleiten. So erleben sie unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen, und entwickeln ein Gefühl für Naturkreisläufe. Ein besonderes Highlight war eine großzügige Baumspende unserer Nachbarn. Mit den neuen Bäumen gestalten wir unser Außengelände nicht nur grüner, sondern schaffen gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten und Vögel – ein wertvoller Beitrag zur Umweltbildung im Kita-Alltag.

Naturkindergarten „Casa Natura“, Rheinbrohl


Kind sitzt vor einer Kartoffelpflanze und beobachtet, wie Kartoffeln wachsen

Kräuterfee und Kartoffelkönigin - der Reibekuchen aus dem Garten

Der Garten im Haus Kunterbunt ist naturnah und artenreich angelegt. Aber beim Mittagessen fiel uns schon öfter auf, dass es da eine Lücke gibt: Wir wollen Reibekuchen selbst machen können! Also pflanzten wir im Frühjahr Kartoffeln in Kartoffelsäcke und legten ein Kräuterbeet an, um die nötige Würze zu haben. Die jüngsten Kinder kümmerten sich um das Setzen der Kartoffeln und erlebten so mit, wie die Kartoffeln ohne Samen vermehrt werden.

Dann kam endlich das erste Grün aus den Säcken. Mithilfe einer Klappe konnten wir sehen, wie sich die Wurzeln ausbreiteten und erste kleine Knollen entstanden. Wir beobachteten, was die Pflanzen brauchen: Wasser bei Trockenheit im Frühjahr, mehr Erde im Sommer, wenn sie oben ans Licht wachsen.

Direkt nebenan entstand ein Kräuterbeet, bei dem erst ein Holzstumpf im Boden zerkleinert und in die Erde eingearbeitet wurde. Dabei gab es viele Tiere zu entdecken. Inzwischen summt es im Kräuterbeet. Ob es für Reibekuchen reicht? Das sehen wir im Herbst...

Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin


Bilder von Brennesseln, auch als Pesto und Salz.

Küchenkraft aus der Natur

Die Natur bietet uns unglaublich viele Möglichkeiten, aus ihr zu schöpfen. Die Brennnessel zum Beispiel findet zumeist nicht überall große Begeisterung. Bei uns ist das jedoch der Fall, denn sie ist ein Superfood: Sie enthält Vitamin C, Kieselsäure, Chlorophyll und eine gute Portion Eisen. Zu unserem Glück ist sie nahezu überall anzutreffen. Mit Geschick kann man sie auch ohne Handschuhe pflücken: Wenn wir den Stiel von unten nach oben streichelnd abpflücken, bleiben die Brennhärchen intakt und es findet keine Verletzung statt.

Bei uns in der Kindertagespflege findet die Brennnessel ihren Platz in der Küche als Pesto über Nudeln, im Kräutersalz (auch für die Familien zu Hause), als selbst gemachte Kräuterbutter zum Beispiel für die Grundlage eines Flammkuchens oder gebacken als gesunde Chips. Als Kräuterpädagogin nutze ich die Kraft der Kräuter nicht nur für die Küche, sondern werde mit den Kindern auch kreativ: Zu Weihnachten leuchtete sie bei uns an den Fenstern - aus den getrockneten Blättern klebten wir wundervolle kräftig leuchtende grüne Sterne.

Kindertagespflege Spielraum von Dietrun Geske, Köln Riehl


Löwenzahn-Kränze

Die Kraft des Löwenzahns

Wir schauen uns an, was der Löwenzahn so alles kann. Er wächst und dient Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle. Aber er kann einiges mehr: Mit dem weißen Saft machen wir uns Sommersprossen wie Pippi Langstrumpf. Darüber hinaus blüht er im Frühjahr und ziert einige Köpfe mit Kränzen, so auch bei uns. Eingekochte Blüten verwandeln wir in Löwenzahnhonig fürs Frühstücksbrot. Im Salat findet er mit anderen Kräutern mit seinem leicht bitter-würzigen Geschmack seinen Platz - als Kräuterpädagogin wird bei mir stets einiges aus der Natur gesammelt und mit nach Hause in die Küche gebracht.

Seiner Zauberkraft des Verwandelns auf der Spur tauchen wir ihn sogar in ein Wasserglas, denn dort wird seine Kraft als Pusteblume deutlich. Es drückt ihn zusammen, aber dank seiner wasserabweisenden Eigenschaften kommt er quasi trocken und komplett wieder heraus. Welch ein Wunder. Und wusstet ihr, dass er sich auch zu Locken kringeln kann, wenn wir den Stiel aufschneiden und ins Wasser legen? Eine Seite des Stängels nimmt viel Wasser auf, die Außenseite dagegen deutlich weniger, und somit kringelt sich die Innenseite nach außen. Der Löwenzahn ein toller Künstler der Natur und vor allem für Kinder besonders magisch.

Kindertagespflege Spielraum von Dietrun Geske, Köln Riehl


Erdbeer-Kräuterpyramide mit Lavendel

Für unser neuestes Gartenprojekt wurde unser Garten um eine Erdbeerpyramide erweitert. In dieser Pyramide können die Pflanzen vor Schnecken geschützt wachsen. Nachdem der Aufbau der Holzrahmen geschafft war, wurde die Pyramide wie ein Hochbeet in verschiedenen Schichten nach und nach mit Stöcken, Erde und Komposterde gefüllt. Um viele Regenwürmer anzulocken, kam zwischen die Erdschichten zudem noch Pappe. Die Erde brauchte ein paar Tage, um sich zu setzen und danach wurde jede Ebene nochmal mit ein bisschen Erde aufgefüllt. Im Frühjahr durften dann unsere Erdbeeren umziehen. Diese wuchsen bisher an verschiedenen Orten im Garten verteilt und bekamen jetzt alle ein gemeinsames neues Zuhause. Da die Pyramide sehr viel Platz auf den Ebenen bietet, pflanzten wir zudem noch einige Kräuter an. Zwischen die Erdbeeren kamen als Schutz noch Steckzwiebeln und Knoblauch dazu. Um viele Bienen anzulocken, setzen wir an die Spitze der Pyramide noch eine Lavendelpflanze.

Kindertagespflege „Wundernest“ von Jeannine Mennert, Bonn


Ein Gesicht aus Obst

Gesund und saisonal durch den Kita-Alltag

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist uns in der Kita sehr wichtig. Es werden in allen Gruppen regelmäßig gesunde Frühstücksbuffets angeboten. Dabei wird darauf geachtet, dass das Angebot ausgewogen und saisonal ist. Die Kinder helfen bei der Zubereitung des Frühstücks mit. Beim Mittagessen achten wir auf einen bewussten Fleischkonsum. Die Kinder dürfen gemeinsam mit den Erziehern auswählen, was es in der nächsten Woche zu essen gibt. Es gibt einmal in der Woche Fleisch und einmal in der Woche Fisch. Wir haben eigene Hochbeete mit den Kindern zusammen gestaltet. In diesen werden verschiedene Kräuter und Gemüsesorten angepflanzt. Aus den Kräutern (z.B. Pfefferminze) wird frischer Tee gekocht. Das Obst und Gemüse können die Kinder gemeinsam mit den Erziehern ernten und naschen. Einmal im Jahr besuchen die Vorschulkinder einen Obsthof, dort lernen sie, wo die Äpfel herkommen und was mit ihnen passiert, wenn sie geerntet wurden.

Städtische Kita Pusteblume, Meckenheim


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