Papierschöpfen

Durch Papierschöpfen können die Kinder aus Zeitungspapier in mühevoller und zeitintensiver Arbeit neues Papier herstellen. So können sie Wertschätzung gegenüber dem Material entwickeln und einen achtsamen Umgang im Atelier und Alltag entwickeln.

Kita Käthe-Kollwitz-Straße, Niederkassel


Upcycling: Osterkörbchen aus Eierkartons, Blechdosen und Milchkartons

Im Atelier upcyceln die Kinder in kreativen Schaffensprozessen täglich alte Verpackungen oder sie geben ihnen z.B. in der Osterkörbchenwerkstatt ein neues Leben. Durch die Verwendung von wiederverwendbaren Taschen und Beuteln oder den Kauf unverpackter Lebensmittel können sie Müll vermeiden. Gesammelte Kronkorken werden an einen metallverarbeitenden Betrieb gespendet. Das Geld für den kostbaren Wertstoff kommt u.a. einem Verein zugunsten krebskranker Kinder zugute. Durch die vielfältigen Angebote sowie den Umgang im Alltag mit Müll können die Kinder Zusammenhänge und Alternativen erfahren, Abfall wertschätzen und einen achtsamen Umgang mit Ressourcen lernen.

Kita Käthe-Kollwitz-Straße, Niederkassel


Tauschschrank

Für alle Familien in unserer Einrichtung wurde ein Tauschschrank aufgestellt. Diesen dürfen die Familien mit allem befüllen, was sie gerne weitergeben möchten (Kleidung, Spielzeug, Gutscheine, etc.) Über den Schrank wurden alle Eltern in unserer Eltern-App informiert. Kurz darauf war der Schrank bereits gut gefüllt und sowohl Eltern als auch Teammitglieder nutzen die Möglichkeit, Dinge herauszunehmen oder hineinzulegen, die sie gut gebrauchen können. Hierdurch entfällt für viele Gegenstände der Wegwerfgedanke und Kleidung, Spielzeug und anderes tritt einen neuen Weg im Nutzungskreislauf an.

St. Johannes Baptist, Plettenberg


Nicht verschwenden, wiederverwenden!

Wir haben einen Tauschschrank installiert, organisieren Kinderkleidermärkte und „Spielzeugfreie Tage“ in der Kita.

Unsere Ziele:

  1. eigenes Konsumverhalten reflektieren
  2. Vorhandenes nicht verschwenden, sondern wiederverwenden
  3. Alt ist nicht gleich schlecht: Nachhaltiges Bewusstsein durch robuste und naturnahe Spielmaterialien sowie den bewussten Umgang mit Wiederverwertung
  4. Mitbeteiligung der Eltern und die Möglichkeit schaffen, Spielsachen und Bücher kostenlos weiterzugeben
  5. Beitrag zu einer Reduzierung des Konsumverhaltens
  6. Spielzeugfreie Zeiten in der Kita unter Einsatz von Alltagsmaterialien
  7. Im gesamten Kindergarten wird im Alltag umweltfreundliches Papier genutzt, Blätter werden klein geschnitten

    Städtische Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Hugostraße, Gelsenkirchen


Projekt Konsumdetektive

Die Kinder waren während des Projekts als Konsumdetektive unterwegs und bekamen als Abschluss ihren Detektivausweis ausgehändigt.

Mogelpackung: Die Kinder erfuhren, wie „Werbung“ eingesetzt wird und uns locken soll, mehr Geld auszugeben, obwohl wir weniger dafür bekommen. Sie untersuchten Verpackungen und erkannten, dass die Mogelpackungen sehr groß sind und mit verlockenden Bildern versehen – allerdings haben sie weniger Inhalt und sind daher meist teurer im Vergleich. Auch Zuhause sollten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die Mogelpackungen aufspüren.

Konsumpyramide: Als Bewegungsspiel wurde bei der Konsumpyramide aufgezeigt, wie Güter genutzt werden sollten und was alles möglich ist, bevor eine Neuanschaffung getätigt wird, wie z.B. Reparaturen, Tausch, Leihen oder gebraucht kaufen. Detektivfragebogen für zu Hause: Impulsfragen an die Eltern bezüglich des Spielzeuges der Kinder (Bezug zur Konsumpyramide) und abschließende Frage, ob etwas nicht mehr genutzt wird und gespendet werden kann. Auch Upcycling-Bastelaktionen unter dem Motto „Nutze was du hast“ gehörten zum Projekt.

AWO Kita Lohausstraße, Haltern am See


Aufbau des Kitaflohmarkts

In unserer Kita gibt es zweimal im Jahr einen Flohmarkt, der gemeinsam mit den Eltern geplant und durchgeführt wird. Das Ziel ist es, einen bewussten und nachhaltigen Konsum gemeinsam mit den Eltern zu leben und zu erfahren. Um dies im Kita-Alltag zu integrieren und für alle sichtbar zu machen, gibt es darüber hinaus ein Tauschregal, in dem Eltern, Kinder und Fachkräfte gut erhaltene, nicht mehr gebrauchte Gegenstände zum Tauschen auslegen können.
Um auch in der Kita den Konsum zu reduzieren, reparieren wir kaputtes Spielzeug oder bestellen bei Verlagen einzelne Spielmaterialien nach, um ein Neukaufen zu verhindern. Wir thematisieren dies auch mit den Kindern, um ihnen einen bewussten Konsum erfahrbar zu machen und mit ihnen zu lernen, dass nicht alles, was kaputt ist, gänzlich ausgetauscht und neu gekauft werden muss, sondern dass man Dinge reparieren kann.

Haus Regenbogen, Bornheim


Spielzeug und Tauschecke

Unsere Tauschecke entstand, nachdem wir uns intensiv mit dem Thema: "Wieviel Spielzeug brauche ich?" auseinander gesetzt haben. Unser Ziel ist es, Dingen wie Spielzeug, Kleidung und Büchern aus denen die Kinder "entwachsen" sind, ein neues zu Hause zu geben. Kinder, wie auch Eltern beteiligen sich rege. Wöchentlich kommen neue Dinge hinzu, während andere mitgenommen werden.

Wir beschäftigten uns ebenfalls mit der Frage: "Brauche ich überhaupt Spielzeug?" So verbannte z.B. eine Gruppe ihr Spielzeug und ersetzte es für eine Woche durch Naturmaterialien, die die Kinder gemeinsam gesammelt haben. Das Fazit der Gruppe am Ende der Woche war gemischt. Als Kompromiss behalten wir einen spielzeugfreien Tag auf dem Außengelände. Es ist eben alles ein Prozess.

DRK Kita Metrosternchen 3, Düsseldorf