Die Permakultur-Beete

Permakultur

Bei einem Elternabend haben wir gemeinsam Ideen für nachhaltige Projekte gesammelt, bei der anschließenden Onlineumfrage haben sich die Eltern für das Thema Permakulturen entschieden: Zuerst wurde überlegt, an welcher Stelle des Außengeländes das Beet angelegt werden sollte. An der ausgewählten Stelle befanden sich viele große Steine und Brennnesseln, die entfernt wurden. Im Anschluss wurde das Beet abgesteckt und ausgehoben. Der Boden wurde noch einmal mit Spaten und Harken aufgelockert und von weiteren großen Steinen befreit. Nun wurde Erde oben drauf geschüttet und mit den Händen verteilt. Im Anschluss wurden gespendete Tomatenpflanzen eingebuddelt und mit Stöcken fixiert. Um das ganze optisch noch etwas abzugrenzen, wurden die zuvor weggeräumten Steine als Abgrenzung um das Beet gelegt. Für eine weitere Spende der Eltern (Gurken) wurde neben das Beet noch ein weites kleines Beet angelegt und die Gurkenpflanzen eingepflanzt. Als Rankhilfe haben die Kinder im Wald nach passenden Stöcken gesucht und ein Tippi dafür gebaut. Abschließend wurden in das große Beet neben die Tomaten noch Radieschen gesät. Das ganze Projekt ging über mehrere Wochen.

Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim


Die Kinder bohren Löcher ins Holz.

Ein eigenes Insektenhotel bauen

Als vor unserer Kindertageseinrichtung ein Bäum gefällt wurde und Stücke des Stamms übrigblieben, entstand die Idee, diese als Insektenhotel zu verwenden. Dafür haben wir den Baumstamm in gleich große Scheiben zersägt und ca. 10cm tiefe Löcher in unterschiedlichen Größen in die Rinde des Holzes gebohrt. Die Holzklötze bilden die Basis unseres Insektenhotels. Wir haben uns gemeinsam auf eine dreieckige Form für das Insektenhotel geeinigt und aus Restholzlatten einen Rahmen zugesägt. Die Vorder- und Rückseite des Insektenhotels bildet ein Gitterdraht. Die entstandenen Zwischenräume haben wir dann mit unterschiedlichem Füllmaterial, welches Insekten als zusätzliche Nistmöglichkeit dient, aufgefüllt. Dafür haben wir Eicheln und Zapfen gesammelt und Pflanzenarten mit einem hohlen Stängel, wie beispielsweise der Japanische Staudenknöterich. Das Insektenhotel haben wir dann an einem passenden Standort aufgestellt.

Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim


Verschiedene Experimente mit Wasser

Wertvolle Ressource

Zum Einstieg in das Thema haben wir Wasser mit unseren Sinnen (Sehen, Hören, Fühlen) erforscht. In unseren Morgenkreisen haben wir folgende Themen besprochen: Für wen ist Wasser wichtig? Wofür brauchen wir Wasser? Für wen ist Wasser ein Lebensraum? Auch haben wir über den Wasserkreislauf gesprochen und dabei verschiedene Materialien genutzt: das Lied „Der Regentropfen“ (Lichterkinder),  Schaubilder und das Bilderbuch „Bis zum blauen Meer und zurück“. Gemeinsam haben wir das Experiment „Mini- Wasserkreislauf im Glas“ durchgeführt und ein eigenes Schaubild entworfen. Bei einem Bewegungsspiel haben wir die Aggregatzustände von Wasser dargestellt.  Außerdem haben wir weitere Experimente ausprobiert: Welche Naturmaterialien können schwimmen? Was löst sich in Wasser? Und wie viele Tropen passen auf eine Münze? Neben unseren Beeten haben wir eine Trinkschale für Insekten und Vögel geschaffen. Über diese Projektzeit lernten die Kinder „Wasser“ als wertvolle Ressource kennen.

Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim


Fotos vom umgestalteten Garten

Gemüse aus unserem neuen „Kindergarten“

In einer gemeinsamen Aktion mit den Eltern im frühen Frühjahr habe ich einen Teil meines „Kindergartens“ umgestaltet: Es wurden ein großer Busch gerodet, Platten für eine insektenfreundliche Kräuterwiese entfernt und ein Hochbeet gebaut. Wir haben Komposterde ausgestreut, eine Kräuterwiese gesät und zwei Mini-Apfelbäume und zwei Mini-Birnenbäume gepflanzt. Mit den Kindern habe ich im Hochbeet Salat, Möhren, Erbsen, Pastinaken und Gurken angepflanzt. Jeden Tag nach dem Ausflug müssen wir nach unseren Pflanzenkindern gucken und sie gießen und pflegen. So lernen die Kinder spielend Verantwortung zu tragen und sehen, wie unser Essen wächst. Wir freuen uns schon auf die Ernte im Sommer.

Kindertagespflege „bee happy“ von Sabine Röber, Braunschweig


Ein Krippenwagen und ein Lastenrad

Leben ohne Auto

Ich habe das große Glück am Rande einer mittelgroßen Großstadt zu wohnen, in der ich alle Wege mit dem Fahrrad und dem ÖPNV erledigen kann. Deshalb habe ich schon vor vielen Jahren mein Auto verkauft. Im Zuge der globalen Erwärmung sollten wir auf den Individualverkehr mit Auto verzichten, und ich versuche das, so weit wie möglich umzusetzen. Auch die Eltern bringen ihre Kinder in der Regel mit dem Fahrrad oder Lastenfahrrad zu mir. Für die Kinder habe ich einen Krippenwagen angeschafft, mit dem wir unsere Ausflüge machen: in den Park, zum Reiten, zu befreundeten Tagesmüttern. Wenn wir ins Museum oder in die Bücherei wollen, fahren wir mit der Straßenbahn oder dem Bus. Für meine Einkäufe und zu unseren Festen im Park nutze ich mein Lastenfahrrad mit Motor.

Kindertagespflege „bee happy“ von Sabine Röber, Braunschweig


Kinder sitzen auf verschiedenen Landesflaggen

Kulturelle Vielfalt leben

In unserer kleinen Gruppe haben wir vier Nationalitäten vereint. Wir leben das mit Freude und Spaß. Dieses Jahr waren das muslimische Zuckerfest und Ostern so nah beieinander, dass wir aus dem Basteln und Backen nicht mehr herausgekommen sind. Häufig sind auch die unterschiedlichen Mutter- und Vatersprachen der Kinder ein Thema in unserer Gruppe. Oft vorkommende Begriffe versuche ich in den verschiedenen Sprachen zu benennen. Vor den Sommerferien feiern wir ein multikulturelles Sommerfest mit allen Familien zum Abschied unserer Großen in den Kindergarten. Es werden Snacks aus verschiedenen Ländern angeboten und unser Abschiedslied für die Großen wird in den drei Sprachen gesungen, die die Großen zuhause auch sprechen. Am meisten Spaß hat den Kindern unser Tanz mit den Flaggen gemacht. Kulturelle Vielfalt ist ein stets präsentes Thema bei uns, aber bei weitem nicht das Wichtigste. Im Spiel sind wir alle gleichberechtigt und niemanden interessiert die Haut- oder Haarfarbe des anderen.

Kindertagespflege „bee happy“ von Sabine Röber, Braunschweig


Upyclingbeispiele wie Schmetterlinge aus Joghurtflaschen

Upcycling im Alltag

In unseren Projektwochen „Jahreszeiten“ haben wir zum Thema Frühling Schmetterlinge gebastelt. Da wir uns zuvor schon mit dem Thema Müll auseinandergesetzt haben, passte Upcycling hier mit rein – also die Idee, dass man Müll nicht unbedingt wegschmeißen braucht, sondern auch etwas Schönes daraus basteln kann. Dazu haben wir aus leeren kleinen Joghurtflaschen kleine Schmetterlingslaternen gebastelt. Die kleinen Schnipsel, die wir immer in einem Glas sammeln, konnten wir hierfür auch sehr gut verwenden. Diese haben wir aufgeklebt, dann die Flügel ausgeschnitten und ebenfalls aufgeklebt. Kleine Fühler fehlten jetzt noch und schon war der Schmetterling fertig.

Upcyling ist bei uns selbstverständlich. Wir haben auch Rennautos aus Klorollen und Quetschie-Deckeln gemacht oder nutzen eine selbstgebastelte Motorik-Box aus einer Waschpulverplastikverpackung, in deren Deckel die Kinder alte kleine Knöpfe unterschiedlicher Größe einwerfen können.

Kindertagespflege von Desiree Güngör, Bonn


Kleine selbstgeformte Wecken mit Rosinen

Gemeinsames Backen

Das Thema Essen, nachhaltige Ernährung und Nahrungsmittel wird bei mir ganzjährig behandelt. Vor kurzem haben wir Marmelade selbst gemacht aus verschiedenen Früchten, die schon überreif waren. Statt diese wegzuschmeißen, haben wir die Früchte vermischt und Marmelade daraus hergestellt.

Mir geht es auch darum, Nahrungsmittel mit mehreren Sinnen zu erleben. Natürlich kennen die meisten Kinder schon Wecken, meistens aber nur als Endprodukt aus der Bäckerei. Dabei ist es interessant, woraus er besteht: Wir reden darüber, woher das Mehl kommt und woraus es gewonnen wird und wie es hergestellt wird. Die Kinder stellen fest, wie weich Mehl ist, trotzdem in der Rohform nicht so lecker wie Zucker. Dann werden die Zutaten vermengt und es entsteht ein Teig, von dem man roh nicht zu viel essen sollte. Es macht aber Spaß, damit zu kneten. Dann das Backen und das Staunen, was aus dem Teig durch Hitze entsteht und wie sich die Form verändert, wie köstlich es duftet und wie lecker es letztendlich  schmeckt.

Kindertagespflege von Desiree Güngör, Bonn


Die Kinder bekommen im Gewächshaus eine Führung.

Ausflug zur Bioland-Gärtnerei

Zum Abschluss unserer Projektwochen zum Thema „Jahreszeiten“ haben wir einen Ausflug zum Leyenhof in Bonn gemacht. Dort haben wir eine einstündige Führung bekommen. Im Gewächshaus wurde uns erklärt, wie Tomaten angebaut werden und was sie zum Wachsen alles brauchen. Die Kinder fanden es interessant, dass die Tomaten grün statt rot und noch nicht essbar waren. Weiter ging es zu den grünen Paprika, die wir probieren konnten. Auf dem Kürbisfeld wurde uns erzählt, dass man auch die Blüte essen kann, die wir auch probierten. Wir gingen an Feldern vorbei, wo gerade Salat geerntet wurde. Diesen haben wir dann zum Abschluss im Verkaufsladen wieder gesehen. So haben die Kinder einen Eindruck davon bekommen, woher Obst und Gemüse kommen, die sie im Laden mit ihren Eltern einkaufen gehen.

Kindertagespflege von Desiree Güngör, Bonn


Selbst erstellte Collagen mit Plastikmüll im Wasser

Dem Müll auf der Spur

Unsere  Kinder sind dem Müll auf der Spur und entdecken ihn überall! Schnell war klar: Wir müssen handeln. Bei Sammelaktionen im Wald und an Bachläufen wurden unsere Naturschützer aktiv. Doch wie lange bleibt Müll in der Natur? Gemeinsam recherchierten wir, staunten über Bananenschalen und fast unvergängliches Plastik und Glasflaschen, die bis zu 10.000 Jahre in der Natur verbleiben. Wir trennen Müll und bauen weitere Komposte. Geht’s auch ohne Plastiktüten und Einwegverpackungen? Gemeinsam haben wir viele Möglichkeiten entdeckt, wie schon kleine Veränderungen viel im Alltag bewirken können. Wir haben ein Aquarium mit Wasser und Plastikmüll gefüllt. Darin: selbstgebastelte Fische aus Recyclingmaterial, die zeigen, wie Tiere unter Verschmutzung leiden. Zum Abschluss besuchten wir das Sea Life Aquarium und staunten über die bunte, schützenswerte Unterwasserwelt. Unterwasserbilder mit Müll entstehen, wir machen aufmerksam: "Unser Ökosystem ist in Gefahr!"

Kita St. Franziskus, Essen


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