Verschiedene Müllarten (Papier, Plastik) liegen nebeneinander und Zeichnungen zur Müllsortierung liegen daneben.

Umgang mit Müll und Mülltrennung

Ein wichtiges Thema für uns war der Umgang mit Müll und Mülltrennung. Den Einstieg gestalteten wir ganz praktisch: einige Kinder und Erzieher*innen brachten gereinigten Verpackungsmüll mit. Dieser wurde in die Mitte unseres Treffpunkts gelegt und neugierig von allen begutachtet. Nun stellte sich die Frage: welcher Müll kommt in welchen Mülleimer? Grün – Gelb – Braun – Schwarz?

Es entstand ein reger Austausch über die Symbole auf den Verpackungen, wie z.B. das Recyclingzeichen. Gemeinsam erarbeiteten wir, welcher Müll in welchen Eimer gehört. Um die Mülltrennung den Kindern auch im Alltag zu erleichtern, haben wir unsere Mülleimer in den verschiedenen Farben gekennzeichnet. Somit können die Kinder im Alltag den Müll eigenverantwortlich trennen. Das Thema begleitet uns auch weiterhin im Alltag und wird dort vertieft.

Evangelisches Familienzentrum Troisdorf


Garten mit Kürbispflanzen, kleinen Bäumen und kleinen Beeten, Häuser im Hintergrund

Gemeinschaftsgarten

Die Stadt Troisdorf hat ein Grundstück zur Verfügung gestellt, um einem temporären - auf zwei Jahre - festgelegten, Gemeinschaftsgarten anzulegen. Daraufhin haben wir uns als KiTa und Kirchengemeinde gemeldet, diesen Garten mit zu bewirtschaften. Es sind 520 Quadratmeter, die in Gemeinschaftsarbeit mit einer Mitarbeiterin der Stadt und Mitgliedern der Kirchengemeinde in unsere Verantwortung übergegangen sind.

Gemeinsam mit den Eltern haben wir eine Pflanzaktion gestartet und somit den Grundstein für unser Projekt „Gemeinschaftsgarten“ gelegt. Unsere vorgezogenen Kürbisse und Sonnenblumen haben hier einen Platz gefunden, sowie viele andere insektenfreundliche Stauden und drei Kirschbäume. Pflanzaktionen werden im Laufe der zwei Jahre in regelmäßigen Abständen stattfinden. Gemeinsam mit den Kindern und Eltern verwandeln wir diese Fläche für (erstmal) zwei Jahre in ein wunderschönes Stück Grün in der Stadt.

Evangelisches Familienzentrum Troisdorf


Kinder sammeln Müll am Fluss

Mit Zange und Herz für die Umwelt

Bei unseren Ausflügen in Wald und Wiese fiel den Kindern auf, wie viel Müll in der Natur liegt. Schnell entstand der Wunsch, aktiv zu werden: Mit Handschuhen, Greifzangen und Müllbeuteln machten sich die Kinder motiviert ans Sammeln. Dabei erlebten sie, wie viel Spaß gemeinsames Engagement für die Umwelt machen kann. Die Aktion förderte nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch Verantwortungsgefühl, Teamarbeit und Selbstwirksamkeit – ganz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Begeistert setzten wir die Aktion später auch am Rhein fort. Für den Herbst ist nun ein eigener Clean-Up Day geplant, bei dem die Kinder ihre Erfahrungen weiter vertiefen und weitergeben können.

Naturkindergarten „Casa Natura“, Rheinbrohl


Beet mit Gemüse und Kräutern, im Hintergrund ein Zelt.

Nachhaltigkeit wächst im Beet

Gemeinsam mit den Kindern haben wir einen passenden Platz für unser Beet gefunden, in dem wir zusammen Gemüse, Kräuter und andere nützliche Pflanzen anbauen. Die Ernte nutzen wir für Kochangebote über dem Feuer oder als gesunden Snack zwischendurch. Im Rahmen einer Elternaktion entstanden Hochbeete, die mit Tomaten und Paprika bepflanzt sind. Weitere Pflanzen haben wir mit den Kindern selbst vorgezogen. Dabei konnten sie den Prozess vom Samenkorn bis zur fertigen Pflanze beobachten und begleiten. So erleben sie unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen, und entwickeln ein Gefühl für Naturkreisläufe. Ein besonderes Highlight war eine großzügige Baumspende unserer Nachbarn. Mit den neuen Bäumen gestalten wir unser Außengelände nicht nur grüner, sondern schaffen gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten und Vögel – ein wertvoller Beitrag zur Umweltbildung im Kita-Alltag.

Naturkindergarten „Casa Natura“, Rheinbrohl


Kinder schauen sich mit einem Erwachsenen den Busfahrplan an.

Mit kleinen Schritten in eine große, grüne Zukunft

Wir möchten die Kinder in unserem Kita-Alltag altersgerecht an den modernen Straßenverkehr heranführen. Dabei legen wir Wert auf praktische Erfahrungen. Da wir in einem kleineren Dorf leben, nutzen wir für Ausflüge meist den öffentlichen Nahverkehr. So fahren wir etwa alle zwei Monate mit dem Bus in die Bibliothek nach Neuwied, um dort Bücher auszuleihen. Auch bei Wanderungen in der Umgebung nutzen wir für den Rückweg häufig den Bus. Die Kinder lernen dabei, sich sicher im öffentlichen Raum zu bewegen und sammeln wichtige Erfahrungen im Umgang mit Verkehrsmitteln. Zusätzlich möchten wir als pädagogisches Angebot regelmäßige Fahrradtouren etablieren. Diese sollen nicht nur die Freude an Bewegung fördern, sondern auch das Verständnis für Verkehrsregeln beim Radfahren stärken. Ziel ist es, den Kindern mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Straßenverkehr zu vermitteln.

Naturkindergarten „Casa Natura“, Rheinbrohl


Upcycling: Kind trägt eine Tasche, die aus einer alten Jeans genäht wurde.

Upcycling: Es war einmal eine alte Lieblingshose…

Unter dem Schwerpunkt Upcycling haben wir uns mit den Kindern verschiedene Ideen überlegt. Was könnte man aus Papierresten in der Kita machen? Wie können wir alte Verpackungen noch gebrauchen? Was passiert mit unseren Lieblingsklamotten? Das Papier wurde in Streifen geschnitten und zu Perlen geklebt. Diese ergaben aufgefädelt schöne Ketten. Je bunter das Papier bemalt war, desto farbenfroher die Kette. Und wir bemerkten, dass jedes Papier verschieden dick ist und eine andere Perle daraus entsteht.

Unsere Vorschulkinder wollten ihre Lieblingshosen aus der Kita-Zeit nicht einfach wegwerfen. Daher entstand die Idee, daraus etwas Neues zu nähen: Eine praktische Handtasche. Gemeinsam wurde überlegt, wie groß diese dann sein kann und was nötig ist, um die Idee umzusetzen. Die Tasche wurde geschmückt und mit einem Reißverschluss sowie einem Henkel versehen.

Auch ein Verschenkeschrank wird eingeführt, sodass Bücher und Spielzeuge untereinander abgegeben werden können.

Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin


Kind sitzt vor einer Kartoffelpflanze und beobachtet, wie Kartoffeln wachsen

Kräuterfee und Kartoffelkönigin - der Reibekuchen aus dem Garten

Der Garten im Haus Kunterbunt ist naturnah und artenreich angelegt. Aber beim Mittagessen fiel uns schon öfter auf, dass es da eine Lücke gibt: Wir wollen Reibekuchen selbst machen können! Also pflanzten wir im Frühjahr Kartoffeln in Kartoffelsäcke und legten ein Kräuterbeet an, um die nötige Würze zu haben. Die jüngsten Kinder kümmerten sich um das Setzen der Kartoffeln und erlebten so mit, wie die Kartoffeln ohne Samen vermehrt werden.

Dann kam endlich das erste Grün aus den Säcken. Mithilfe einer Klappe konnten wir sehen, wie sich die Wurzeln ausbreiteten und erste kleine Knollen entstanden. Wir beobachteten, was die Pflanzen brauchen: Wasser bei Trockenheit im Frühjahr, mehr Erde im Sommer, wenn sie oben ans Licht wachsen.

Direkt nebenan entstand ein Kräuterbeet, bei dem erst ein Holzstumpf im Boden zerkleinert und in die Erde eingearbeitet wurde. Dabei gab es viele Tiere zu entdecken. Inzwischen summt es im Kräuterbeet. Ob es für Reibekuchen reicht? Das sehen wir im Herbst...

Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin


Kind fährt auf einem Fahrrad

Fahrradwoche - Wir sammeln Luftpunkte!

Die Fahrradwoche hat in unserem Kindergarten bereits Tradition. Sie war aber bisher hauptsächlich für die Vorschulkinder gedacht. In diesem Jahr machten wir alle mit - und das sollte sich auch lohnen.

Für jede Fahrt in die Kita, bei der das Auto zu Hause stehen gelassen wurde, konnten die Kinder einen Luftpunkt auf unseren großen Fahrradwochen-Spielplan kleben. Und alle Zehn Punkte gab es eine Überraschung für die ganze Gruppe zu gewinnen: Sei es eine kleine Schatzsuche, eine besondere Bastel-Aktion, oder als Hauptgewinn ein neues Kita-Fahrzeug. Die Elternschaft hatte uns die Finanzierung der Preise zugesagt. Und am Ende haben die Kinder auch alle Preise abgestaubt!

Viele Kinder fuhren mit dem Rad zur Kita. Genau richtig, denn dann konnten sie einen Fahrrad-Parcours absolvieren und kleine Ausflüge in die Umgebung mit uns machen. Eine gute Gelegenheit auch für die anderen Kinder, um das Fahrradfahren auf unseren Kita-Rädern zu üben.

Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin


Kinder basteln Kunstwerke aus Naturmaterialien und schmücken den Wald

Kunst im Einklang mit dem Wald

Unsere Kita-Waldtage bieten den Kindern eine wertvolle Gelegenheit, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen. Durch verschiedene Aktivitäten fördern wir die Achtung und Wertschätzung aller Lebewesen und des Ökosystems. Die Kinder beobachten Tiere, erkunden Pflanzen und entdecken die kleinen Wunder des Waldes. An diesen besonderen Tagen schmücken wir den Wald bspw. mit all seinen Schätzen –von Blättergirlanden über Waldgesichter, die die Bäume zum Leben erwecken und erstellen Frottage Bilder, die die Texturen der Natur einfangen u.a.m. Die Kinder lernen, die Schönheit und Vielfalt des Waldes zu schätzen und entwickeln ein tiefes Verständnis für die Natur. Gleichzeitig setzen sich die Kinder aktiv für den Naturschutz ein, indem sie herumliegenden Müll im Wald einsammeln und erfahren, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, unsere Umwelt zu schützen. So wird der Wald nicht nur ein schöner Spielort, sondern auch ein Ort, den wir alle respektieren und schützen sollten.

DRK Kita Sonnenhügel, Düsseldorf


Kinder sammeln Papier und stellen selber Papier her.

Papier mit Köpfchen - Kinder lernen den achtsamen Umgang mit Papier

Die Kinder lernen den achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Wertstoff Papier. Sie erkennen den Wert von Papier, erfahren, wie es hergestellt wird, und entwickeln ein Bewusstsein dafür, Papier nicht zu verschwenden. Zunächst gestaltete jede Gruppe eine eigene ansprechende Papiersammeltonne, die als Sammelstelle für das Altpapier dient. Damit werden die Kinder aktiv in den Prozess des Papiersammelns einbezogen und können ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Kinder lernen, wie wichtig es ist, Papier getrennt zu sammeln und wiederzuverwerten. Durch Gespräche im Morgenkreis über den Weg vom Baum zum Papier und die Verwendung der Kamishibai-Geschichte, erfahren die Kinder, wie Papier hergestellt wird und welche Bedeutung Bäume für unsere Umwelt haben. Sie verstehen, dass das Sammeln von Altpapier Ressourcen schont und die Umwelt schützt, weil recyceltes Papier wiederverwendet werden kann. Im weiteren Schritt konnten die Kinder den Prozess des Papierschöpfens erleben.

DRK Kita Sonnenhügel, Düsseldorf


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