Tiere und Pflanzen wertschätzen

Projekt Marienkäfer

Ich habe für die Kinder online Marienkäferlarven bestellt. Für diese haben wir draußen Blätter und Läuse gesucht – bei unseren Johannisbeeren und dem Kirschbaum wurden wir direkt fündig. Dann haben wir die einzelnen Phasen des Marienkäferlebens anhand der vier Figuren angeschaut. Bei unseren täglichen Ausflügen haben wir sowohl nach Läusen als auch nach Marienkäfer-Eiern, Larven und Marienkäfern Ausschau gehalten. Die Kinder haben Marienkäferpuzzle bekommen, wir haben aus Tontöpfen ein Marienkäferinsektenversteck gebastelt. Außerdem haben wir im Garten zahlreiche Insektenhotels und Marienkäferunterschlupfe aufgehangen, damit die von uns ausgesetzten Marienkäfer auch im Winter ein Zuhause finden.

Kindertagespflege „Die Elefantenbande“ von Alexander Becker, Euskirchen

Bewusstsein für kleinste Lebewesen schaffen

Im Rahmen unseres Projektes „Gestaltung des KiTa Außengeländes zu einem naturnahen und vielfältigen Spiel-, Begegnungs- und Erfahrungsraum für Kinder und Aufwertung dieser Fläche zu einem vielgestaltigen und wirklichen Lebensraum“ konnten wir einen Teil der Fördergelder in Anpflanzungen stecken, die zu einem naturnahen Außengelände mit inzwischen vielfältigem Pflanzenbestand und unterschiedlichsten tierischen Besuchern führen. Über das ganze Jahr lassen sich jeden Tag neue, schöne Veränderungen beobachten, unterschiedliche Blüten, Samenstände, Insekten und Vögel. Die Kinder thematisieren oft in unterschiedlicher Weise, was sie beobachten, halten achtsam die kleinen, selbstgemachten Zäune zu Pflanzflächen in Ordnung und sind darauf bedacht, dass niemand Blumen abpflückt, da diese noch von Tieren als Nahrungsquelle gebraucht werden. Inzwischen haben wir sicherlich rund 30 Vogelarten, Bienen sowie vielgestaltige Schmetterlinge zu Gast und freuen uns, welches Bewusstsein die Kinder dafür haben.

DRK Kita Mahlberg, Bad Münstereifel Mahlberg

Von der Raupe zum Schmetterling

Im Frühjahr haben wir uns das Zuchtset von Time Tex bestellt, um zu beobachten, wie sich die Raupen zu Schmetterlingen entwickeln. Wir haben uns im Vorfeld über verschiedene heimische Schmetterlingsarten informiert und dazu Bücher (Fachliteratur und Bilderbücher) den Kindern zur Verfügung gestellt.

Damit wir gut vorbereitet sind, haben wir uns gemeinsam mit den Kindern ein Erklärvideo angeschaut. Wir haben uns darüber informiert, "was fressen die Raupen?" und "was brauchen die Raupen?" Bis zur Verpuppung der Raupen, haben wir kreative Angebote durchgeführt, Liedeinführungen (z.B. die Raupe Ursula) oder Kreisspiel: Schmetterling du kleines Ding.

Beim ersten Schlüpfen des Schmetterlings waren die Kinder sehr aufgeregt und gemeinsam haben wir überlegt, was die Schmetterlinge jetzt brauchen. Als alle geschlüpft sind, haben wir gemeinsam mit den Kindern diese frei gelassen und ihnen gute Wünsche mitgegeben.

Ev. Kita i-Tüpfelchen, Siegburg

Das Leben im Ameisenhügel

Während eines Insekten-Projekts haben die Kinder die faszinierende Welt der heimischen Insekten entdeckt. Besonders spannend ist das Leben der roten Waldameise gewesen, welches wir gemeinsam näher kennengelernt haben. Wir haben beobachtet, wie eine Ameisenkolonie lebt und welche Aufgaben die Arbeiterinnen, die Königin und die Brut übernommen haben. Die Kinder haben verfolgt, wie die Ameisen ihre Wege gefunden und ihren Bau geschützt haben, und erkannt, wie wichtig sie für das Gleichgewicht der Natur gewesen sind. Zum Abschluss haben die Kinder einen Ameisenhügel mit Leben gefüllt und die einzelnen Ameisen mit ihren Aufgaben gemalt.

Durch kindgerechte Erklärungen und Beobachtungen haben die Kinder Natur mit allen Sinnen erforscht und ein Bewusstsein für den Schutz der Artenvielfalt entwickelt. So haben wir Neugier, Achtsamkeit und den respektvollen Umgang mit unserer Umwelt gefördert.

Familienzentrum „Sonnenblume“, Bornheim

Bau von zwei Insektenhotels

Mit Unterstützung der Eltern konnten über einen Zeitraum von einem Monat alle Materialien für den Bau der Insektenhotels gesammelt werden. Gemeinsam mit den Kindern wurden die Plätze für die Insektenhotels ausgesucht und die Vorarbeiten wurden gemeinsam durchgeführt. Im Kollegenkreis bildete sich zum Thema eine Expertengruppe, die gemeinsam mit den Kindern den Aufbau und die weitere Planung sowie die Informationen an die Eltern steuerte. Die Eltern wurden über Aushänge immer wieder über die Veränderungen an den Insektenhotels informiert, so dass der Fortschritt bei den Insektenhotels für alle nachvollziehbar war.

Die Kinder beobachteten regelmäßig, ob schon erste Tiere eingezogen sind. Der erste „Einzug“ wurde dann groß gefeiert und jede*r wurde informiert. Die weitere Planung sieht jetzt Beete als Nahrungsquelle für die Insekten vor.

DRK Familienzentrum Weilerswist Süd

Schmetterlingsaufzucht

Bei unserem Projekt „Rauben werden zu Schmetterlingen“, konnten die Kinder die Entstehung der Raupe zum Schmetterling beobachten. Hierzu haben wir viele Spiel- und Bastelangebote gemacht. Auch mit Hilfe von Büchern haben die Kinder bei diesem Projekt viel dazu gelernt. Der rücksichtsvolle Umgang mit kleinen Lebewesen wurde ihnen mit diesem Projekt bewusst. Am Ende gab es sogar für jedes Kind ein Zertifikat.

Kindertagespflege „Blumenwiese“ von Nadine Pfennings, Millen

Marienkäfern auf der Spur

Auf Erkundungsjagd in der Natur der Großstadt sind wir dem Marienkäfer auf der Spur. Die Metamorphose mit den Kindern zu erleben, ist unglaublich: Man sieht, wie diese kleinen Insekten als Larven aus Eiern schlüpfen, über Puppen zu voll entwickelten Käfern werden. Im Ei verbleibt der Marienkäfer ca. 5 Tage, dann macht er sich auf eine ganz besondere metamorphe Reise. Bis er dann erwachsen ist, dauert es bis zu 60 Tage. Das ist ganz schön lang. Aber sehr spannend, denn er sieht in dieser Zeit als Larve immer wieder komplett anders aus. Das Interesse an „Biologie und Ökologie“ im kleinen Rahmen wird hier gesteckt. Begeistert wurden die Marienkäfer immer wieder im vorübergehenden „Netz-Zuhause“ gesucht, und es wurde geschaut, wie weit die Verwandlung schon vorangeschritten ist. Und es stellte sich immer die Frage, wer wohl den ersten Marienkäfer entdecken wird. Und wer weiß, vielleicht werden im nächsten Jahr bei uns im eigenen Garten im Hof diese kleinen Marienkäfer unsere Blattläuse fressen. Das tun sie nämlich am liebsten.

Kindertagespflege Spielraum von Dietrun Geske, Köln Riehl

Schmetterlinge züchten

Zu Beginn des Projektes haben wir uns Schmetterlingsraupen kommen lassen. Die Kinder wollten jeden Tag als erstes die Raupen begutachten. Während wir während wir darauf warteten, dass die Raupen wachsen und sich verpuppen haben wir Schmetterlinge gebastelt und das Buch der kleinen Raupe Nimmersatt gelesen. Als der große Tag kam und alle Raupen sich verpuppt hatten, haben wir sie vorsichtig in eine Voliere umgesetzt. Ab da mussten wir warten bis dann endlich die ersten schlüpfen. Insgesamt hatten wir sechs Raupen, aus allen sind Schmetterlinge geschlüpft. Nach ein paar Tagen mussten wir sie freilassen. Jetzt hoffen wir, dass wir sie auf unseren Ausflügen wieder treffen. Die Kinder konnten während des ganzen Projektes an der Entstehung neuen Lebens teilnehmen.

Kindertagespflege von Verena Steinbrecher, Köln

Jedes Tier braucht ein Zuhause

Unser Projekt haben wir damit begonnen, uns Bildmaterial mit kindgerechten Informationen über heimische Vögel und Insekten anzuschauen. Wir haben gemeinsam überlegt, welche Tiere wir schon kennen, wo die Tiere wohnen, was die Tiere essen und welche Geräusche die Tiere machen. Wir haben gemeinsam u.a. dem Gezwitscher von Amsel, Blaumeise, Rotkelchen, Taube, Specht und Star sowie den Geräuschen z.B. von Grille, Biene, Mücke und Hummel gelauscht.

Bereits im Winter haben wir die heimischen Vögel gefüttert und im Frühling neue Nistkästen im Garten angebracht. Vor kurzem konnten wir noch beobachten, wie Vogelpaare unsere Nistkästen bezogen haben und heute hören wir das hungrige Gezwitscher der Küken und können den Elterntieren bei der Futterbeschaffung zusehen. Seit dem späten Winter versorgen wir gemeinsam einen Igel aus der Igelnothilfe, der in unserem Garten ein gesichertes Zuhause bekommen hat, um gesund über den Winter zu kommen. Und dann haben wir gemeinsam ein Insektenhaus für Ohrwürmer gebaut. Die Kinder haben es mit ihren Lieblingsfarben gestaltet. Wir haben Stöcke gesucht und im Insektenhaus verbaut und es mit Stroh gefüllt. Die fertigen Ohrwurmhäuser haben wir direkt als Muttertagsgeschenk genutzt.

Kindertagespflege Pusteblumenkids von Tina Momberger, Bonn

Ein Bienenvolk für die Kita

Im Juni 2008 wurde nach langen Planungsphase unser Wunsch wahr: Ein Bienenvolk zog in unsere Tageseinrichtung für Kinder ein. Seit dieser Zeit können die Kinder in unserem Haus nicht nur Honig ernten. Sie erleben diese kleinen Insekten hautnah und erzählen ihren Eltern eine Menge toller Erkenntnisse. Ängste können abgebaut werden und Faszination macht sich breit. Am Anfang war die Begleitung eines Imkers im Stattteil notwendig. Heute haben sich Fachkräfte aus dem Team spezialisiert und an der Imkerschule eine Qualifizierung abgeschlossen. Diese Schulung wurde vom Förderverein unserer Kita bezahlt. Weit über Gelsenkirchen hinaus dürfen wir unsere Erfahrungen teilen, denn nicht selten erhalten wir Nachfragen aus anderen Kitas.

Kita Heinrich-Brandhoff Straße, Gelsenkirchen

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