Tiere und Pflanzen wertschätzen

Igelrettung im Garten

Ein verletzter Igel wurde direkt vor dem Kinderhaus gefunden. Eine Erzieherin hat das Tier artgerecht in einen gepolsterten Korb gelegt und umgehend in einer Igelrettungsstation untergebracht. Die akute Situation diente als pädagogischer Ausgangspunkt, um mit den Kindern über Lebensräume, Gefahren und Schutzmaßnahmen für Igel zu sprechen.

Zunächst besprechen wir, warum Igel Ruhe und Schutz brauchen und wie Erste Hilfe bei Wildtieren aussieht. Wir sammeln gemeinsam Ideen, wie unser Garten igelfreundlicher werden kann. Anschließend richten die Kinder mit dem Team ruhige Laub und Totholzecken ein, legen eine flache Wasserstelle an und markieren Wege, die nicht betreten werden. Ein einfacher Saisonplan erinnert an Schonzeiten. Füttern erfolgt nur nach fachlicher Rücksprache der Rettungsstation.

Inklusives Montessori Kinderhaus Reichswalde e.V., Kleve

Von der Raupe zum Schmetterling

Im Rahmen unseres Projekts „Die kleine Raupe Nimmersatt“ durften die Kinder die faszinierende Verwandlung vom Ei zum Schmetterling hautnah miterleben. Dazu haben wir ein Schmetterlings-Anzuchtset in unsere Kita geholt und gemeinsam die einzelnen Entwicklungsschritte beobachtet – von der Raupe über die Verpuppung bis hin zum fertigen Schmetterling. Mit viel Staunen und Begeisterung begleiteten die Kinder die kleinen Lebewesen auf ihrem Weg. Ziel dieses Projekts war es, Achtsamkeit und Wertschätzung für Tiere zu fördern sowie ein erstes Verständnis für natürliche Entwicklungsprozesse zu schaffen. Der Höhepunkt war das gemeinsame Freilassen der geschlüpften Schmetterlinge – ein bewegender Moment, bei dem die Kinder beobachteten, wie die Insekten ihren Platz in der Natur fanden.

DRK-Kita „Mühlenzwerge“, Blankenheim-Mülheim

#Weltbienentag

Der Weltbienentag wird jedes Jahr am 20. Mai gefeiert und erinnert uns daran, wie wichtig Bienen für unsere Umwelt und unsere Ernährung sind. Bienen bestäuben viele Pflanzen und sorgen so dafür, dass Früchte, Gemüse und Blumen wachsen können. Ohne sie wäre unser Ökosystem in Gefahr. Wir haben uns unser Insektenhotel angeschaut, Honig probiert und Samen von Blumen ausgesät, die Bienen mögen. Einige Kinder waren bei dem Bau eines Nistplatzes dabei oder haben Bienen aus Papier/Pappe und Wolle gebastelt. In Erzählrunden konnten wir uns Bücher über Hummeln, Bienen und Co. anschauen und haben darüber gesprochen, was Bienen alles so ausmacht. Die Kinder können auch durch Bewegung, Tanz und Musik den Lebenszyklus einer Biene erleben lernen. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht. Besonders stolz sind wir auf unsere Bienenpatenschaft, mit ganz viel Liebe und Fürsorge wollen wir den Bienen ein Zuhause bei uns geben.

KreativitätsKindertagesstätte Treptow, Berlin

Die Wurmkiste – unsere fleißigen neuen Helfer

In unserer Kita ist ein besonderes Projekt gestartet: die Wurmkiste! Gemeinsam mit den Kindern entdecken wir die faszinierende Welt der Kompostwürmer. Unsere neuen Mitbewohner verwandeln Küchenabfälle in wertvolle Erde – ganz ohne Strom oder Lärm – und helfen so, Müll zu reduzieren.

Mit Begeisterung haben die Kinder die Kiste eingerichtet und die Würmer willkommen geheißen. Dabei lernen sie spielerisch, wie aus Abfall fruchtbare Erde wird, wie wichtig kleine Lebewesen für unser Ökosystem sind und was es heißt, Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Ziel des Projekts ist es, Umweltbewusstsein kindgerecht zu fördern – mit allen Sinnen, Neugier und Freude. Die Wurmkiste ist nun ein fester Bestandteil unseres Kita-Alltags – ein kleiner, aber bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiges Denken von Anfang an.

Kita Kükennest, Kleinmachnow

Ein eigenes Insektenhotel bauen

Als vor unserer Kindertageseinrichtung ein Bäum gefällt wurde und Stücke des Stamms übrigblieben, entstand die Idee, diese als Insektenhotel zu verwenden. Dafür haben wir den Baumstamm in gleich große Scheiben zersägt und ca. 10cm tiefe Löcher in unterschiedlichen Größen in die Rinde des Holzes gebohrt. Die Holzklötze bilden die Basis unseres Insektenhotels. Wir haben uns gemeinsam auf eine dreieckige Form für das Insektenhotel geeinigt und aus Restholzlatten einen Rahmen zugesägt. Die Vorder- und Rückseite des Insektenhotels bildet ein Gitterdraht. Die entstandenen Zwischenräume haben wir dann mit unterschiedlichem Füllmaterial, welches Insekten als zusätzliche Nistmöglichkeit dient, aufgefüllt. Dafür haben wir Eicheln und Zapfen gesammelt und Pflanzenarten mit einem hohlen Stängel, wie beispielsweise der Japanische Staudenknöterich. Das Insektenhotel haben wir dann an einem passenden Standort aufgestellt.

Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim

Insektenhotel

Viele Insektenarten sind bedroht, unter anderem, weil es immer weniger Lebensräume gibt. Wir müssen handeln! Gemeinsam mit den Kindern planen wir den Bau eines Insektenhotels mit begrüntem Dach. Dabei war uns wichtig, recycelte Materialien zu verwenden. Aus alten Paletten entstand das Grundgerüst, für die Dachbegrünung nutzten wir alte Bretter und bauten einen Rahmen. Statt Dachfolie verwendeten wir vorhandenes Vlies, außerdem nutzten wir Flaschenhalter aus Stein, um unser Dach sicher und fest auf die Paletten zu setzen. Die Halter boten gleichzeitig einen tollen Platz, um unsere Nisthilfen für Wildbienen anzulegen. Im nahe gelegenen Baumarkt kauften wir Erde und Pflanzen. Zwischenräume wurden dann mit Holz, Schilf, Zapfen, Lehm und Stroh gefüllt. Dabei ergaben sich viele Gelegenheiten, um den Kindern das Leben von Insekten und Wildbienen zu erklären. Es entstand ein neuer Blick auf die kleinen Tiere, die oft übersehen oder als lästig empfunden werden.

Kita St. Franziskus, Essen

Nistkästen und Vogelnester

Im Rahmen unseres Naturprojekts habe ich gemeinsam mit den Kindern verlassene Vogelnester erkundet, ein kleines Vogelhaus gebastelt und später „richtige“ Nistkästen für heimische Vögel aufgehängt. Ziel war es, die Kinder spielerisch für Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und den Schutz unserer heimischen Natur zu begeistern. In kindgerechten Einheiten lernten sie, welche verschiedenen Vögel bei uns leben, wie wir sie nach ihrem Aussehen besonders benennen – z.B. das Rotkehlchen oder die Blaumeise –, warum sie Nistplätze brauchen und wie wir helfen können. Beim Untersuchen eines alten Vogelnestes aus unserem Garten und beim Beobachten der Vögel auf unseren täglichen Spaziergängen entwickelten die Kinder ein erstes Verständnis für ökologische Zusammenhänge.

Das Projekt förderte nicht nur Umweltbewusstsein, sondern auch Teamarbeit und Verantwortungsgefühl. Es wurde in den Alltag (und in unseren Garten) integriert und soll künftig durch eine „Vogel-Beobachtungsecke“ erweitert werden. Besonders stolz werden wir sein, wenn die ersten Meisen in unseren Nistkasten einfliegen!

Kindertagespflege „Spatzplatz“ von Stefan Koscielny, Bonn

Projekt Marienkäfer

Ich habe für die Kinder online Marienkäferlarven bestellt. Für diese haben wir draußen Blätter und Läuse gesucht – bei unseren Johannisbeeren und dem Kirschbaum wurden wir direkt fündig. Dann haben wir die einzelnen Phasen des Marienkäferlebens anhand der vier Figuren angeschaut. Bei unseren täglichen Ausflügen haben wir sowohl nach Läusen als auch nach Marienkäfer-Eiern, Larven und Marienkäfern Ausschau gehalten. Die Kinder haben Marienkäferpuzzle bekommen, wir haben aus Tontöpfen ein Marienkäferinsektenversteck gebastelt. Außerdem haben wir im Garten zahlreiche Insektenhotels und Marienkäferunterschlupfe aufgehangen, damit die von uns ausgesetzten Marienkäfer auch im Winter ein Zuhause finden.

Kindertagespflege „Die Elefantenbande“ von Alexander Becker, Euskirchen

Bewusstsein für kleinste Lebewesen schaffen

Im Rahmen unseres Projektes „Gestaltung des KiTa Außengeländes zu einem naturnahen und vielfältigen Spiel-, Begegnungs- und Erfahrungsraum für Kinder und Aufwertung dieser Fläche zu einem vielgestaltigen und wirklichen Lebensraum“ konnten wir einen Teil der Fördergelder in Anpflanzungen stecken, die zu einem naturnahen Außengelände mit inzwischen vielfältigem Pflanzenbestand und unterschiedlichsten tierischen Besuchern führen. Über das ganze Jahr lassen sich jeden Tag neue, schöne Veränderungen beobachten, unterschiedliche Blüten, Samenstände, Insekten und Vögel. Die Kinder thematisieren oft in unterschiedlicher Weise, was sie beobachten, halten achtsam die kleinen, selbstgemachten Zäune zu Pflanzflächen in Ordnung und sind darauf bedacht, dass niemand Blumen abpflückt, da diese noch von Tieren als Nahrungsquelle gebraucht werden. Inzwischen haben wir sicherlich rund 30 Vogelarten, Bienen sowie vielgestaltige Schmetterlinge zu Gast und freuen uns, welches Bewusstsein die Kinder dafür haben.

DRK Kita Mahlberg, Bad Münstereifel Mahlberg

Von der Raupe zum Schmetterling

Im Frühjahr haben wir uns das Zuchtset von Time Tex bestellt, um zu beobachten, wie sich die Raupen zu Schmetterlingen entwickeln. Wir haben uns im Vorfeld über verschiedene heimische Schmetterlingsarten informiert und dazu Bücher (Fachliteratur und Bilderbücher) den Kindern zur Verfügung gestellt.

Damit wir gut vorbereitet sind, haben wir uns gemeinsam mit den Kindern ein Erklärvideo angeschaut. Wir haben uns darüber informiert, "was fressen die Raupen?" und "was brauchen die Raupen?" Bis zur Verpuppung der Raupen, haben wir kreative Angebote durchgeführt, Liedeinführungen (z.B. die Raupe Ursula) oder Kreisspiel: Schmetterling du kleines Ding.

Beim ersten Schlüpfen des Schmetterlings waren die Kinder sehr aufgeregt und gemeinsam haben wir überlegt, was die Schmetterlinge jetzt brauchen. Als alle geschlüpft sind, haben wir gemeinsam mit den Kindern diese frei gelassen und ihnen gute Wünsche mitgegeben.

Ev. Kita i-Tüpfelchen, Siegburg

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