Anbauen und ernten
Kresse – Ostereier
Die Kinder haben sorgfältig Tonschalen mit Watte befüllt. Die Watte wurde mit Wasser gut durchgefeuchtet und darauf Kressesamen verteilt. Dabei haben wir besprochen, dass Kresse ein essbares Kraut ist und wie alle Pflanzen zum Wachsen Erde (hier Watte), Wasser und Licht benötigt. Staunend haben die Kinder das Eierauspusten beobachtet: Eiweiß, Dotter kamen durch das kleine Loch in der Schale. Mit Feuereifer wurden die Bio-Eier mit Fingerfarben bemalt und in die Tonschale gelegt. Aus Eiweiß und Dotter haben sich die Kinder ein Rührei zubereitet. Die Schalen durften die Kinder mit nach Hause nehmen. Gemeinsam mit ihren Eltern haben sie das Wachsen der Kresse beobachtet, Fotos davon in unsere Gruppe gestellt und mitverfolgt, wie das Ei von den zarten Kressepflänzchen regelrecht in die Luft gehoben wurde. Die Kresse wurde von den Familien geerntet. Die Tonschalen wurden später wieder bei mir abgegeben. Seitdem bestücken wir sie ab und an mit Kressesamen und stellen Kräuterbutter u.ä. her.
Kindertagespflege „HandINHand“ von Uta Crämer, Bonn
Gesunde Ernährung spielerisch erleben
In meiner Kindertagespflege lernen die Kinder auf natürliche Weise, woher Lebensmittel kommen und wie wertvoll sie sind. Gemeinsam haben wir Kresse gesät, gepflegt und täglich beobachtet, wie sie wächst. Die Kinder waren mit großer Begeisterung dabei, ihre Becher zu gießen und den Fortschritt zu dokumentieren. Als die Kresse schließlich geerntet wurde, probierten wir sie zusammen – ein echtes Erfolgserlebnis!
Besonders begeistert waren die Kinder auch von den Himbeeren aus unserem Garten. Sie durften direkt vom Strauch naschen und erfuhren dabei, wie Obst wächst und reif wird. Durch solche Erlebnisse entwickeln die Kinder nicht nur ein Bewusstsein für gesunde Ernährung, sondern auch eine enge Verbindung zur Natur und ein Gefühl der Verantwortung.
Kindertagespflege Sonnenschein von Zarife Celik, Hückelhoven
Gesunde Ernährung in der Kindertagespflege
Dieses Projekt hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe mein Zertifikat zur Genussbotschafterin der Sarah Wiener Stiftung „Ich kann kochen!“ absolviert und mit den Kindern gemeinsam frische leckere Gerichte zubereitet. Am besten daran hat mir gefallen, dass ich sehen konnte, wie auch schon die Kleinsten mithelfen können.
Dazu passend haben wir unser Hochbeet wieder flott gemacht und warten nun täglich auf frische Paprikas, Gurken sowie Tomaten. Natürlich darf auch Obst nicht fehlen, daher haben wir uns zusätzlich eine kleine Erdbeerampel zugelegt. Die Kinder dürfen jeden Tag gießen und schauen ob die Früchte reif sind. Passend dazu konnten die Kinder auch ihre selbstgezüchtete Kresse aus den Osternestern ernten.
Um den Kindern zu zeigen wo die Lebensmittel herkommen, besuchen wir regelmäßig den nahegelegenen Bauernhof mit Einkaufsmöglichkeiten. Auf dem Weg fahren wir an den Feldern vorbei und können den Bauern bei seiner Arbeit zuschauen. Die Kinder können so erfahren wo die verarbeiteten Lebensmittel her kommen. Die Eltern konnten ebenfalls sehen, was man Kindern in dem Alter bereits an Fähigkeiten zutrauen kann.
Kindertagespflege von Verena Steinbrecher, Köln
Vom Samen bis auf den Teller
Wir haben damit angefangen, Kresse in einer Eierschale auszusäen. Die nächsten Tage konnten wir die Sämlinge beim Aufgehen und Wachsen beobachten. Die Kresse in den Eierschalen durften die Kinder zum Verzehr mit nach Hause nehmen.
Die ersten warmen Frühlingstemperaturen haben wir dazu genutzt, ein kleines Kindergewächshaus zu bepflanzen und unsere Hochbeete vorzubereiten. Letztere haben wir mit Erde befüllt und im Kindergewächshaus und den Hochbeeten haben wir verschiedene Gemüsesamen ausgesät. Seitdem kümmern wir uns regelmäßig um unsere Pflanzprojekte und konnten die Entwicklung vom Keimling bis zur kleinen Gemüsepflanze beobachten. Wir sind schon gespannt auf unsere erste Ernte.
Es ist wunderschön, wie schon die ganz Kleinen die Entwicklung vom kahlen Ast bis zum gefüllten Johannisbeerstrauch mit Faszination beobachten. Wir freuen uns jetzt darauf, dass die gegenwärtig noch grünen Johannisbeeren rot werden.
Kindertagespflege Pusteblumenkids von Tina Momberger, Bonn
Schlemmergarten
Ein Pfeiler unseres pädagogischen Konzeptes ist es, den Kindern Möglichkeiten zu schaffen, den Jahresrhythmus mit allen Sinnen zu erleben. Wir haben in unserem Garten einen Teilbereich geschaffen, in dem das Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten eine große Rolle spielt. In unserem Schlemmergarten sind eine Vielzahl heimischer Pflanzen zu finden, die einladen zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Naschbäume wie Traubenkirsche, Haselnuss oder Holunder finden sich hier neben Apfel-, Birnen- und Walnussbäumen, die mit ihren Früchten unser Jahr bereichern. Das große Naschbeet mit Himbeeren, Erdbeeren und Johannesbeeren braucht natürlich auch Pflege, die fast ganz nebenbei im Alltag passiert. Kinder und Eltern sind auch hier gern gesehene Mitgestalter.
Unsere Früchte werden zu Marmeladen verarbeitet oder in unserem Dörrautomat zu Fruchtleder getrocknet. Dieser Dörrautomat wurde mit Mitteln aus einem weiteren Energieprojekt finanziert.
Kita Heinrich-Brandhoff Straße, Gelsenkirchen
Vielfältiges Essen aus dem eigenen Garten
Ganzjährig pflanze und ernte ich mit den Kindern Gemüse (Mangold, Kohl, Radies, Möhren, Zuckererbsen, Kidneybohnen, Pastinaken, Kartoffeln, Salat, Aubergine, Zucchini, Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Topinambur, Süßkartoffeln, Kürbis, ...), Obst (Erdbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Physalis, Melone, Pfirsich, Feige, ...), Kräuter sowie essbare Blüten an. Die Kinder erleben hautnah, wo die Lebensmittel herkommen, wie sie roh und gekocht (in unserem Mittagessen) schmecken. Sie sind stolz über die eigene Ernte und essen so mit Offenheit und Freude jegliches Gemüse. Mir ist besonders wichtig, ihnen auf diese Weise ein frühes Bewusstsein für einen ressourcensparenden Anbau sowie den wertschätzenden Umgang von Lebensmitteln zu vermitteln. Außerdem lernen sie viele natürliche Geschmacksrichtungen kennen, was eine Basis für die langfristige Ernährungsweise legt. Die große Diversität unserer eigenen Lebensmittel wirkt sich zudem positiv auf das Mikrobiom der Kinder, also auf ihre Gesundheit, aus.
Kindertagespflege Otterbau von Anna Otten, Bonn
Gemüse anpflanzen
Ich habe zusammen mit den Kindern Gemüsepflanzen in Anzuchtkästen eingepflanzt. Wir haben sie täglich gegossen und begutachtet und dann schließlich draußen in unser Gemüsebeet umgepflanzt. Wir warten gespannt auf die Entwicklung und freuen uns schon auf die Ernte und darauf, das Gemüse zu essen.
Kindertagespflege „Entdeckerstrolche“ von Melanie Nachtigall, Euskirchen
Experiment zur Quellung
Nachmittags betreue ich zwei ältere Mädchen, die immer Spaß an kleinen Experimenten haben. Diesmal haben wir uns mit dem Thema Ernährung beschäftigt: Dank guter Lagerfähigkeit sind Weizen, Linsen und Bohnen für Menschen eine wichtige Nahrungsquelle. Die Frage war, wie kann aus einem harten, trockenen Samenkorn neues Leben entstehen. Dazu sind die Schritte Quellung, Keimung und Wachstum notwendig. Ich habe den ersten Schritt, die Quellung, die auf Äckern nicht sichtbar ist, für die Kinder erlebbar gemacht.
Kindertagespflege Waldnest von Adina Drotleff, Bonn
Kooperation mit einem Bauern
Im Zuge der Auszeichnung zur nachhaltigen Kindertagespflege sind wir eine Kooperation mit einem Landwirt aus unserem Dorf eingegangen. Wir verbringen jetzt mindestens einen Vormittag in der Woche dort und dürfen an allen Arbeiten, die dort anfallen, teilnehmen. Sowohl beim Einpflanzen, Pflegen wie auch beim Ernten. Die Kinder sind immer ganz stolz, wenn sie dann Gemüse wie z.B. Salat, Radieschen, Kohlrabi mit nach Hause nehmen dürfen. Sie helfen dann auch gerne bei der Zubereitung und probieren alles.
Jetzt haben alle Kinder sowohl in der Kindertagespflegestelle wie auch zu Hause zusammen mit ihren Eltern Gemüsepflanzen vorgezogen und kümmern sich täglich um ihre eigenen Pflanzen durch Gießen und Umtopfen und warten schon gespannt auf den Ertrag der Pflanzen. Wenn wir einen Spaziergang bei uns durch die Felder machen, erkennen sie jetzt ganz viele Pflanzen, wie z.B. Spargel, Kartoffeln und Rhabarber.
Kindertagespflege Krümelkiste von Astrid Schottel, Wesseling
Gemüsebeet
Die Kinder lernen, wo ihre Lebensmittel herkommen, wie man diese ressourcensparend anbauen kann, dass diese auch gepflegt werden müssen und wie sie uns beim Mittagessen, Snack oder einfach zwischendurch schmecken. Besonders beeindruckend fand ich, dass die Kinder so intensiv auf die Aufzucht der Pflanzen reagiert haben. Diese wurden jeden Tag gegossen, begutachtet und letztendlich probiert. Eine wunderbare Erfahrung für die Kinder und mich!
Kindertagespflege „Jules Schäfchen“ von Julia Hanses, Troisdorf