Tiere und Pflanzen wertschätzen
Natur- und Umweltwochen
Im Vorfeld der „Natur- und Umweltwochen“ entschieden sich die Kinder der Gruppen für die Aufzucht von Insekten, darunter Wildbienen, Marienkäfer und Schmetterlinge; in einem Fall wählten sie die Einrichtung einer Regenwurmkiste. Im Verlauf des Projekts konnten die Kinder durch Beobachtungen ein erstes Verständnis der Lebenszyklen der Insekten sowie der Abläufe der Metamorphose entwickeln. Parallel dazu wurde mit den Kindern anhand von Bilderbüchern und anderen Materialien die Bedeutung dieser Tiere für das ökologische System erörtert. Da die Kinder sich um die Tiere kümmerten, wurden ihre Fähigkeiten zur Verantwortungsübernahme sowie der respektvolle Umgang mit kleinen Lebewesen gefördert. Bei der Regenwurmkiste konnte darüber hinaus beobachtet werden, wie sich aversive Gefühle wie Angst oder Ekel bei den Kindern reduzierten oder vollständig abbauten. Das Projekt wurde durch geeignete Kreativangebote begleitet und mit der Freilassung der Insekten in die Natur abgeschlossen.
DRK Familienzentrum Märchenschloss, Gronau, 2026
Wer krabbelt hier?
Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprojekts erforschten die Kinder die Artenvielfalt auf unserem Kindergartengelände und in der Umgebung. Durch Beobachten, Fragen, Forschen und Dokumentieren entwickelten sie Neugier, Wissen und Verantwortungsbewusstsein für die Natur. Gemeinsam errichteten wir aus Ästen und dem Holz eines gefallenen Baumes eine Totholzhecke. Dabei erfuhren die Kinder, dass Totholz vielen Tieren Nahrung, Schutz und Lebensraum bietet. Entdeckte Tiere wurden fotografiert und auf unserer Infotafel dokumentiert – so entstand eine eigene Sammlung der Artenvielfalt.
Bei einem Ausflug zu den Ameisenhegern im Sulzbacher Wald erforschten die Kinder die Lebensweise und Zusammenarbeit der Ameisen. Zurück im Kindergarten beobachteten sie verschiedene Ameisenarten an einer Forschungsstation. So wurde Nachhaltigkeit unmittelbar erlebbar: Die Kinder lernen durch eigenes Tun, entdecken Zusammenhänge und erfahren, dass auch ihr Handeln zum Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt beiträgt.
Natur- und Bauernhofkindergarten Lindenhof, Niedernberg, 2026
Kaulquappen beobachten und Natur hautnah erleben
Dank des Engagements einer Mutter hatten wir die besondere Möglichkeit, mit Genehmigung der Stadt Köln Kaulquappen in einem Aquarium zu beobachten. Die Kinder konnten die Entwicklung von der Kaulquappe bis zum Frosch über einen längeren Zeitraum verfolgen und die einzelnen Veränderungsprozesse täglich bestaunen. Das Thema „Frosch“ stieß in den Gruppen auf großes Interesse und wurde von den Kindern mit viel Neugier und Begeisterung aufgegriffen.
Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konnten die Kinder die Zusammenhänge in der Natur unmittelbar erleben. Sie lernten, wie wichtig der Schutz von Lebensräumen und der respektvolle Umgang mit Tieren sind. Durch das Beobachten, Forschen und Gespräche über die Entwicklung der Kaulquappen wurde das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur gestärkt.
Ev. Kita MorgenLand, Diakonie Michaelshoven, Köln
Igelrettung im Garten
Ein verletzter Igel wurde direkt vor dem Kinderhaus gefunden. Eine Erzieherin hat das Tier artgerecht in einen gepolsterten Korb gelegt und umgehend in einer Igelrettungsstation untergebracht. Die akute Situation diente als pädagogischer Ausgangspunkt, um mit den Kindern über Lebensräume, Gefahren und Schutzmaßnahmen für Igel zu sprechen.
Zunächst besprechen wir, warum Igel Ruhe und Schutz brauchen und wie Erste Hilfe bei Wildtieren aussieht. Wir sammeln gemeinsam Ideen, wie unser Garten igelfreundlicher werden kann. Anschließend richten die Kinder mit dem Team ruhige Laub und Totholzecken ein, legen eine flache Wasserstelle an und markieren Wege, die nicht betreten werden. Ein einfacher Saisonplan erinnert an Schonzeiten. Füttern erfolgt nur nach fachlicher Rücksprache der Rettungsstation.
Inklusives Montessori Kinderhaus Reichswalde e.V., Kleve
Von der Raupe zum Schmetterling
Im Rahmen unseres Projekts „Die kleine Raupe Nimmersatt“ durften die Kinder die faszinierende Verwandlung vom Ei zum Schmetterling hautnah miterleben. Dazu haben wir ein Schmetterlings-Anzuchtset in unsere Kita geholt und gemeinsam die einzelnen Entwicklungsschritte beobachtet – von der Raupe über die Verpuppung bis hin zum fertigen Schmetterling. Mit viel Staunen und Begeisterung begleiteten die Kinder die kleinen Lebewesen auf ihrem Weg. Ziel dieses Projekts war es, Achtsamkeit und Wertschätzung für Tiere zu fördern sowie ein erstes Verständnis für natürliche Entwicklungsprozesse zu schaffen. Der Höhepunkt war das gemeinsame Freilassen der geschlüpften Schmetterlinge – ein bewegender Moment, bei dem die Kinder beobachteten, wie die Insekten ihren Platz in der Natur fanden.
DRK-Kita „Mühlenzwerge“, Blankenheim-Mülheim
#Weltbienentag
Der Weltbienentag wird jedes Jahr am 20. Mai gefeiert und erinnert uns daran, wie wichtig Bienen für unsere Umwelt und unsere Ernährung sind. Bienen bestäuben viele Pflanzen und sorgen so dafür, dass Früchte, Gemüse und Blumen wachsen können. Ohne sie wäre unser Ökosystem in Gefahr. Wir haben uns unser Insektenhotel angeschaut, Honig probiert und Samen von Blumen ausgesät, die Bienen mögen. Einige Kinder waren bei dem Bau eines Nistplatzes dabei oder haben Bienen aus Papier/Pappe und Wolle gebastelt. In Erzählrunden konnten wir uns Bücher über Hummeln, Bienen und Co. anschauen und haben darüber gesprochen, was Bienen alles so ausmacht. Die Kinder können auch durch Bewegung, Tanz und Musik den Lebenszyklus einer Biene erleben lernen. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht. Besonders stolz sind wir auf unsere Bienenpatenschaft, mit ganz viel Liebe und Fürsorge wollen wir den Bienen ein Zuhause bei uns geben.
KreativitätsKindertagesstätte Treptow, Berlin
Die Wurmkiste – unsere fleißigen neuen Helfer
In unserer Kita ist ein besonderes Projekt gestartet: die Wurmkiste! Gemeinsam mit den Kindern entdecken wir die faszinierende Welt der Kompostwürmer. Unsere neuen Mitbewohner verwandeln Küchenabfälle in wertvolle Erde – ganz ohne Strom oder Lärm – und helfen so, Müll zu reduzieren.
Mit Begeisterung haben die Kinder die Kiste eingerichtet und die Würmer willkommen geheißen. Dabei lernen sie spielerisch, wie aus Abfall fruchtbare Erde wird, wie wichtig kleine Lebewesen für unser Ökosystem sind und was es heißt, Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Ziel des Projekts ist es, Umweltbewusstsein kindgerecht zu fördern – mit allen Sinnen, Neugier und Freude. Die Wurmkiste ist nun ein fester Bestandteil unseres Kita-Alltags – ein kleiner, aber bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiges Denken von Anfang an.
Kita Kükennest, Kleinmachnow
Ein eigenes Insektenhotel bauen
Als vor unserer Kindertageseinrichtung ein Bäum gefällt wurde und Stücke des Stamms übrigblieben, entstand die Idee, diese als Insektenhotel zu verwenden. Dafür haben wir den Baumstamm in gleich große Scheiben zersägt und ca. 10cm tiefe Löcher in unterschiedlichen Größen in die Rinde des Holzes gebohrt. Die Holzklötze bilden die Basis unseres Insektenhotels. Wir haben uns gemeinsam auf eine dreieckige Form für das Insektenhotel geeinigt und aus Restholzlatten einen Rahmen zugesägt. Die Vorder- und Rückseite des Insektenhotels bildet ein Gitterdraht. Die entstandenen Zwischenräume haben wir dann mit unterschiedlichem Füllmaterial, welches Insekten als zusätzliche Nistmöglichkeit dient, aufgefüllt. Dafür haben wir Eicheln und Zapfen gesammelt und Pflanzenarten mit einem hohlen Stängel, wie beispielsweise der Japanische Staudenknöterich. Das Insektenhotel haben wir dann an einem passenden Standort aufgestellt.
Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim
Insektenhotel
Viele Insektenarten sind bedroht, unter anderem, weil es immer weniger Lebensräume gibt. Wir müssen handeln! Gemeinsam mit den Kindern planen wir den Bau eines Insektenhotels mit begrüntem Dach. Dabei war uns wichtig, recycelte Materialien zu verwenden. Aus alten Paletten entstand das Grundgerüst, für die Dachbegrünung nutzten wir alte Bretter und bauten einen Rahmen. Statt Dachfolie verwendeten wir vorhandenes Vlies, außerdem nutzten wir Flaschenhalter aus Stein, um unser Dach sicher und fest auf die Paletten zu setzen. Die Halter boten gleichzeitig einen tollen Platz, um unsere Nisthilfen für Wildbienen anzulegen. Im nahe gelegenen Baumarkt kauften wir Erde und Pflanzen. Zwischenräume wurden dann mit Holz, Schilf, Zapfen, Lehm und Stroh gefüllt. Dabei ergaben sich viele Gelegenheiten, um den Kindern das Leben von Insekten und Wildbienen zu erklären. Es entstand ein neuer Blick auf die kleinen Tiere, die oft übersehen oder als lästig empfunden werden.
Kita St. Franziskus, Essen
Nistkästen und Vogelnester
Im Rahmen unseres Naturprojekts habe ich gemeinsam mit den Kindern verlassene Vogelnester erkundet, ein kleines Vogelhaus gebastelt und später „richtige“ Nistkästen für heimische Vögel aufgehängt. Ziel war es, die Kinder spielerisch für Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und den Schutz unserer heimischen Natur zu begeistern. In kindgerechten Einheiten lernten sie, welche verschiedenen Vögel bei uns leben, wie wir sie nach ihrem Aussehen besonders benennen – z.B. das Rotkehlchen oder die Blaumeise –, warum sie Nistplätze brauchen und wie wir helfen können. Beim Untersuchen eines alten Vogelnestes aus unserem Garten und beim Beobachten der Vögel auf unseren täglichen Spaziergängen entwickelten die Kinder ein erstes Verständnis für ökologische Zusammenhänge.
Das Projekt förderte nicht nur Umweltbewusstsein, sondern auch Teamarbeit und Verantwortungsgefühl. Es wurde in den Alltag (und in unseren Garten) integriert und soll künftig durch eine „Vogel-Beobachtungsecke“ erweitert werden. Besonders stolz werden wir sein, wenn die ersten Meisen in unseren Nistkasten einfliegen!
Kindertagespflege „Spatzplatz“ von Stefan Koscielny, Bonn