Reduzieren und vermeiden
Wissen zu Plastik erweitern
Die Themen Mülltrennung und Plastik begegnen uns alltäglich. Unser Ziel ist es, dass wir die Kinder für die Themen Mülltrennung und dem umweltbewussten Umgang mit Plastik begeistern und ihr Interesse wecken. Die Kinder sollen die Möglichkeit für neue Denkanreize erhalten, indem sie Müll beispielsweise als Ressource kennenlernen. Ebenso sollen sie die Chance erhalten, neues Wissen über Plastik zu bekommen, um selbst aktiv das Plastikproblem angehen zu können. Unterstützend hierzu erhalten wir Umweltpädagogische Angebote zur Abfalltrennung und -vermeidung für unsere Vorschulkinder von der Abfallberatung der Stadt.
Kita KiKu Auenland, Euskirchen
Naschkörbchen gegen Lebensmittelverschwendung
Wir haben festgestellt, dass die Kinder am Nachmittag gerne schon mal die Brotdosen leer haben und noch Hunger haben. In den Medien wird immer wieder davon gesprochen, wie viel Nahrungsmittel die Deutschen wegwerfen. Also haben wir in Absprache mit den Elternbeiräten unser Naschkörbchen ins Leben gerufen.
Dort können die Eltern Obst und Gemüse hineingaben, falls zu viel gekauft wurde und man weiß, man fährt in Urlaub und es würde schlecht in der Zeit. In der Kita bekommen wir nach einer Sichtung der Lebensmittel alles verwertet. Es gab auch schonmal „Steinsuppe“ nach einem bekannten Bilderbuch. Einmal konnten wir sogar das Mittagessen einsparen, weil wir so viel Gemüse bekommen hatten, dass es für einen großen Suppentopf für alle reichte. Eine Kollegin hat dann noch eine Kornmühle mitgebacht und aus dem Mehl mit den Kindern leckere Brötchen passend zur Suppe gezaubert.
DRK Familienzentrum Schönau
Müllreduzierung in den Frühstücks-Dosen
Zum Themenschwerpunkt Abfall und Plastik sammeln wir eine Woche lang den Plastikmüll aus den Frühstücks-Dosen der Kinder. Anschließend überlegen wir gemeinsam, was man als Alternative in die Frühstücks-Dose einpacken könnte, um den Plastikmüll zu reduzieren. Die Kinder kleben den gesammelten Plastikmüll aus ihren Dosen auf ein Plakat. Gemeinsam besprechen wir, was als Alternative in die Frühstücks-Dose gepackt werden könnte, um Müll zu reduzieren. Dies wird ebenfalls in einem gebastelten Plakat dargestellt. Beide Plakate werden im Flurbereich ausgehängt, um auch die Eltern zum Nachdenken anzuregen und von den Alternativen zu überzeugen.
Städtische Kindertageseinrichtung Alsfeld
Dem Müll auf der Spur
Unsere Kinder sind dem Müll auf der Spur und entdecken ihn überall! Schnell war klar: Wir müssen handeln. Bei Sammelaktionen im Wald und an Bachläufen wurden unsere Naturschützer aktiv. Doch wie lange bleibt Müll in der Natur? Gemeinsam recherchierten wir, staunten über Bananenschalen und fast unvergängliches Plastik und Glasflaschen, die bis zu 10.000 Jahre in der Natur verbleiben. Wir trennen Müll und bauen weitere Komposte. Geht’s auch ohne Plastiktüten und Einwegverpackungen? Gemeinsam haben wir viele Möglichkeiten entdeckt, wie schon kleine Veränderungen viel im Alltag bewirken können. Wir haben ein Aquarium mit Wasser und Plastikmüll gefüllt. Darin: selbstgebastelte Fische aus Recyclingmaterial, die zeigen, wie Tiere unter Verschmutzung leiden. Zum Abschluss besuchten wir das Sea Life Aquarium und staunten über die bunte, schützenswerte Unterwasserwelt. Unterwasserbilder mit Müll entstehen, wir machen aufmerksam: "Unser Ökosystem ist in Gefahr!"
Kita St. Franziskus, Essen
Plastik fasten
Für die Fastenzeit haben die Kinder die Aufgabe bekommen, auf Plastik im Alltag zu achten und zu versuchen, so weit wie möglich darauf in den Frühstücksdosen zu verzichten. Um sichtbar zu machen, wieviel Plastik wir aktuell verwenden, haben die Kinder ihre Plastikverpackungen aus den Frühstücksdosen in einen Sammeleimer geworfen. Sie wurden dann zunächst gereinigt und dann zu einem „Kunstwerk“ zusammengefügt. Wir wollten nun zusammen mit den Kindern herausfinden, ob wir es schaffen, bis zum Ende der Fastenzeit das Kunstwerk nur ganz wenig wachsen zu lassen, dass es also so klein wie möglich bleibt. Die Kinder haben dann zusammen überlegt, wie sie ihre Joghurts anderweitig in den Kindergarten bringen können. Sie kamen dann z.B. auf Mehrwegbehälter. Auch haben sie überlegt, ob ein Trinkjoghurt im Kindergarten unbedingt notwendig. Wir wollten die Kinder zum eigenständigen Nachdenken und Reflektieren anregen. Sie haben dieses Thema dann mit nach Hause genommen und es entstanden tolle Gespräche mit ihren Eltern. So konnte der Plastikverbrauch deutlich reduziert werden.
Kath. Kindergarten St. Bilhildis, Veitshöchheim
„Aus Resten wird Erde – Kompostprojekt“
Seit vier Jahren führen wir in der Kita ein Gartenprojekt durch. Zur Vertiefung der Nachhaltigkeit wurde eine Kompostanlage eingerichtet, um Küchenabfälle und Pflanzenreste zu verwerten. Das Kompostprojekt umfasste folgende Aktivitäten:
• Gespräche über Müll und Wiederverwertung: Was gehört in den Kompost? Wie hilft er den Pflanzen?
• Experiment „Zersetzungsprozess“: Beobachtung von Obstschalen, Papier und Plastik in Erde.
• Anlage des Komposts: Wir sammeln Küchenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen sowie Blätter und Pflanzenreste. Die Kinder schichten diese Materialien in unsere Beete und lernen dabei, was hineingehört (z. B. kein Plastik).
Unsere Lernziele sind hierbei:
• Ressourcen schonen und natürliche Kreisläufe verstehen.
• Zersetzung beobachten und fruchtbare Erde erkennen.
• Verantwortung durch aktive Mitarbeit übernehmen.
Das Projekt soll langfristig fortgeführt werden. Die Kinder werden weiterhin bei der Pflege des Komposts und der Beete eingebunden.
Kita Vogelsangstraße, Niederkassel
Experimentieren mit Müll
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Philosophieren über Müll das Bewusstsein für Umweltthemen fördert und den Kindern hilft, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Während des Müll-Projektes kam hier die Frage auf: „Was passiert mit dem Müll, der auf und in der Erde liegt?" Wir überlegten mit den Kindern, wie wir das herausfinden könnten und entschieden uns, dies zu erforschen. Dazu füllten die Kinder Erde in drei Eimer und vergruben Obstschalen, Plastik und Papier. Die Eimer wurden beschriftet. Einige Wochen später konnten wir das Vergrabene in den Eimern überprüfen. Bei der anschließenden Untersuchung waren die Kinder erstaunt über die Ergebnisse.
Das Projekt „Müll“ in unserer Kita hat den Kindern nicht nur Wissen über Mülltrennung, Recycling und Müllvermeidung vermittelt, sondern sie auch aktiv in den Prozess einbezogen. Durch praktische Erfahrungen und kreative Ansätze haben die Kinder ein Bewusstsein für die Bedeutung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen entwickelt.
Kita Margherita, Würzburg
Umweltdetektive – unsere Kinder wissen Bescheid und handeln!
Mithilfe von Aktionen (Müllsammeln in der Umgebung der Kita, Besuch der Abfallwirtschaftsbetriebe, Kinder-Workshop WELTRETTERBANDE), Angeboten im Morgenkreis, Gesprächen mit den Kindern und Basteln für mehr Nachhaltigkeit wurden unsere Kinder bestens gewappnet für ein verantwortungsvolles Handeln im Alltag und für die Zukunft. Alle Kinder ab 4 Jahren haben intensiv an dem Projekt „Umweltdetektive“ teilgenommen und sogar ein Abzeichen bekommen!
Das Foto zeigt ein Thema aus unserem Projekt Umweltdetektive: Plastik – lieber zum Recycling statt ins Meer! Die Notwendigkeit des Recyclings wurde den Kindern anhand von Bildern verschmutzter Meere deutlich. Begleitet durch Lieder und Material zur korrekten Mülltrennung wurde die Stunde besonders eindrucksvoll. Als aktive Maßnahme im Kita-Alltag haben wir Stoffbeutel gestaltet, die zukünftig anstelle von Plastiktüten für den Transport der gemalten Bilder genutzt werden.
Ev. Kita Philippus, Köln
Die Verschmutzung der Meere
Wir haben mit der Geschichte vom traurigen Tintenfisch gestartet, der jeden Tag im Plastikmüll herumschwimmen muss und manchmal vor lauter Müll gar keine Pflanzen und andere Fische mehr sieht. Er hatte sogar schon Bauchschmerzen, da er einen Plastikbecher verschluckt hatte. Es macht ihm keinen Spaß mehr zu spielen, er hat die große Befürchtung krank zu werden und bat die Kinder der Kita um Hilfe. Allen war klar, wir müssen etwas tun, damit die Fische gesund und glücklich bleiben. In unserer Kinderkonferenz wurde mit allen Kindern diskutiert: Wo geht es eigentlich los, wo kommt der ganze Plastikmüll her, wie sieht es bei uns im Kindergarten aus? Also sammelten alle Kinder und Erzieher*innen eine Woche lang den Plastikmüll im Kindergarten: Es war „SO VIEL“! Der Plastikmüll wurde in den Eingang der Kita ausgestellt, um alle Eltern und Besucher darauf aufmerksam zu machen. Die Kinder hatten dann viele Ideen, wie Wasser aus Glasflaschen oder aus dem Wasserhahn trinken, Obstgläschen statt Quetschies nehmen, Joghurt aus großen Gläsern in kleine Gläser umfüllen. Einige Kinder interessierten sich noch für weitere Infos, und wir sammelten Bilder und Berichte, wie es gerade in den Weltmeeren aber auch in Bächen und Flüssen aussieht.
Städtische Kindertageseinrichtung Markusstraße, Troisdorf-Bergheim
Die Entstehung eines Komposts
Das Thema Abfall und Mülltrennung gab den Anlass einen Kompost ins Leben zu rufen. Er dient nicht nur der Mülltrennung, sondern Lebewesen wird ein neuer Lebensraum angeboten.
Die Kinder haben gemeinsam mit den Eltern an einer Nachmittagsaktion Würmer gesammelt, den Kompost zusammengebaut und verschiedene Naturmaterialien hinzugefügt. Der Kompost dient der Beobachtung und wird von der Küche für die Bioabfälle genutzt.
Durch die gemeinsame Aktion wurde eine bewusste Verantwortung im Umgang mit Mülltrennung geschaffen. Der entstehende Humus wird in anderen Bepflanzungsaktionen genutzt, wie zum Bespiel die Bepflanzung unserer schon vorhandenen Hochbeete.
Städtische Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum Kriemhildstraße, Gelsenkirchen
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