Anbauen und ernten
Kartoffel-Projekt
Garten und Hochbeete sind bereits fester Bestandteil des Alltags. Die Kartoffel eignet sich aufgrund ihres deutlichen Wachstums und der guten Lagerung und Verarbeitungsmöglichkeiten besonders für ein Saisonprojekt.
Zu Beginn betrachten die Kinder Pflanzkartoffeln, sprechen über Augen und Keime und wählen den Pflanzort. Je nach Platz nutzen wir Beete oder Kartoffelsäcke. Die Kinder setzen die Kartoffeln in geeigneter Tiefe, bedecken sie mit Erde und gießen sie. In den folgenden Wochen beobachten sie Blätter und Blüten und lockern bei Bedarf die Erde nach. Zur Ernte graben die Kinder die Knollen behutsam aus, zählen sie, wiegen sie und sortieren sie nach Größe. In der Küche kochen wir ein einfaches Gericht wie Pellkartoffeln mit Kräutern aus dem Hochbeet. Hygiene und sichere Handhabung werden zu Beginn besprochen und begleitet.
Inklusives Montessori Kinderhaus Reichswalde e.V., Kleve
Reaktivierung des Hochbeets
Auf dem Foto sieht man unser Hochbeet, welches wir gemeinsam mit den Kindern und Eltern reaktiviert haben. In unserem Projekt zur nachhaltigen Kita stimmen wir regelmäßig in Kita-Versammlungen mit den Kindern darüber ab, welche Gemüse, Kräuter und Obstsorten wir passend zur Jahreszeit anpflanzen möchten. Die Kinder haben ihre Wünsche im Vorfeld geäußert und haben die Möglichkeit, anhand von vorbereiteten Bildern abzustimmen, welche Gemüse, Kräuter und Obstsorten über das Jahr angepflanzt werden.
Im monatlichen Elterncafé werden die Eltern über die Wünsche der Kinder informiert. Gemeinsam mit den Eltern werden dann in einer der regelmäßigen Eltern-Kind Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit die Setzlinge und Samen eingepflanzt. Hier sammeln die Kinder Erfahrungen, indem sie ihr Hochbeet pflegen und beobachten. Sie erleben den Prozess, wie aus der Natur Nahrungsmittel gewonnen werden. Beim gemeinsamen Frühstück und Mittagessen können sie ihr Geerntetes zubereiten und essen.
Kita Piepmatz, Bergheim
Vom Samen bis zur Frucht
Für jede Gruppe steht auf dem Außengelände ein großzügiges Hochbeet zur Verfügung. Hier können wir die große Palette an Obst und Gemüse aussäen und anpflanzen. Den Prozess vom kleinen Samen bis hin zur essbaren Frucht zu verstehen, ist ein wichtiger Lernprozess für Kinder. Die Pflege und auch die nötige Geduld dafür fördern nochmals den respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln. Die Weiterverarbeitung steht ebenfalls hoch im Kurs bei Kindern und Erwachsenen. Wir kochen und backen regelmäßig mit den Kindern, nicht nur zu besonderen Anlässen wie z.B. zu Geburtstagen.
Aus all diesen Zielen leiten wir den Grundsatz der bedeutenden Vorbildfunktion aller beteiligten Mitarbeiter ab. In Bezug auf Ernährung leben und handeln alle nachhaltig und wertschätzend. Das zeigt sich auch in Bezug auf Partizipation: Wir beteiligen die Kinder auch im Alltag, sie dürfen entscheiden, was sie essen, wie viel sie essen und ob sie überhaupt essen möchten.
FABIDO Familienzentrum Bergparte, Dortmund
Ein eigenes Gemüsebeet
Gesunde Ernährung spielt bei uns im Haus eine große Rolle, weshalb wir beschlossen haben, ein Gemüsebeet zu bauen. So können die Kinder jetzt beobachten, wie das Gemüse wächst, und wir können ihnen das Thema vom Ursprung an näherbringen. Das Gemüsebeet haben wir gemeinsam mit den Eltern und Kindern konstruiert, gebaut und eingebettet, um auch die Eltern an das Thema „Gesunde Ernährung“ heranzuführen. Über Wochen konnten die Kinder das Gemüse beim Wachsen beobachten und sich auch um das Gemüse kümmern, indem sie es gepflegt und gegossen haben. Als die Früchte reif waren, haben wir den Kindern beigebracht, wie man das Gemüse richtig erntet. Es wurde dann in einem Salat zu Mittag rausgegeben – da wollte jedes Kind seine Ernte auch mal probieren. Außerdem haben wir auf unserem Außengelände Johannisbeer-Sträucher. Aus den Beeren produzieren wir Marmelade mit den Kindern oder die Kinder essen die Früchte als Snack zwischendurch.
FABIDO Familienzentrum Steiermarkstr. 69, Dortmund
Apfelbäume im Kita-Garten
Das Thema nachhaltige Ernährung bietet vielfältige Lernmöglichkeiten. Unser Ziel für ein nachhaltiges Bildungsangebot ist, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten zu lernen, wie der Anbau, die Verarbeitung und der Transport von unseren Lebensmitteln bis in den Supermarkt verläuft am Beispiel vom Apfel und der Banane und warum regionale Produkte wichtig für eine nachhaltige Ernährung sind. Auf unserem Außengelände wachsen zwei Apfelbäume, die wir aktiv mit ins Projekt einbeziehen können. Zudem möchten wir die Kinder in ihrem Wissen über regionale Lebensmittel stärken, indem wir Gemüse in Hochbeeten anpflanzen. Unsere Kita hat dieses Jahr den Förder-Penny mit dem Projekt "Grüne Terrasse" gewonnen. Das Preisgeld soll mit genutzt werden, um unseren Garten zu gestalten: Es sollen zwei bis drei Gastronomie-Ampelschirme gekauft werden, da keine Überdachung vorhanden ist. Der Terrassenboden soll mit einem Grasteppich ausgestattet werden. Zudem möchten wir zwei Hochbeete dazu holen, um Gemüse und Kräuter anzupflanzen. Schön wären zudem Sitzgelegenheiten und weitere Blumentöpfe.
Kita KiKu Auenland, Euskirchen
Verantwortungsvolle Ernährung
Gesunde und nachhaltige Ernährung spielt eine immer größere Rolle. Weil uns dies auch als Kita wichtig ist, haben wir mit den Kindern und deren Eltern zusammen einen kleinen Obst- und Gemüsegarten bei uns in der Kita angelegt. Hier bauen wir Tomaten, Gurken, Kräuter, Kartoffeln, Möhren usw. an. Die Kinder lernen auf diesem Weg, wie lange es vom Samen zur Frucht dauert, aber auch die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen und Arten kennen. Jede Gruppe hat ihre eigenen Hochbeete, die von den Kindern gemeinsam mit den Erzieherinnen gepflegt und gestaltet werden. Die Kinder lernen, dass im Sommer, wenn es sehr heiß ist, nicht nur sie selbst Durst haben und ggf. durchhängen, sondern es den Pflanzen auch so geht. Auch welche Pflanzen gut zusammenpassen und welche nicht, ist eine schöne Lernerfahrung für alle Beteiligten. In unserer voll ausgestatteten Kinderküche wird die Ernte gewaschen und mit den Kindern verarbeitet.
Kita Regenbogen, Fürstenwalde
Nachhaltigkeit wächst im Beet
Gemeinsam mit den Kindern haben wir einen passenden Platz für unser Beet gefunden, in dem wir zusammen Gemüse, Kräuter und andere nützliche Pflanzen anbauen. Die Ernte nutzen wir für Kochangebote über dem Feuer oder als gesunden Snack zwischendurch. Im Rahmen einer Elternaktion entstanden Hochbeete, die mit Tomaten und Paprika bepflanzt sind. Weitere Pflanzen haben wir mit den Kindern selbst vorgezogen. Dabei konnten sie den Prozess vom Samenkorn bis zur fertigen Pflanze beobachten und begleiten. So erleben sie unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen, und entwickeln ein Gefühl für Naturkreisläufe. Ein besonderes Highlight war eine großzügige Baumspende unserer Nachbarn. Mit den neuen Bäumen gestalten wir unser Außengelände nicht nur grüner, sondern schaffen gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten und Vögel – ein wertvoller Beitrag zur Umweltbildung im Kita-Alltag.
Naturkindergarten „Casa Natura“, Rheinbrohl
Kräuterfee und Kartoffelkönigin – der Reibekuchen aus dem Garten
Der Garten im Haus Kunterbunt ist naturnah und artenreich angelegt. Aber beim Mittagessen fiel uns schon öfter auf, dass es da eine Lücke gibt: Wir wollen Reibekuchen selbst machen können! Also pflanzten wir im Frühjahr Kartoffeln in Kartoffelsäcke und legten ein Kräuterbeet an, um die nötige Würze zu haben. Die jüngsten Kinder kümmerten sich um das Setzen der Kartoffeln und erlebten so mit, wie die Kartoffeln ohne Samen vermehrt werden.
Dann kam endlich das erste Grün aus den Säcken. Mithilfe einer Klappe konnten wir sehen, wie sich die Wurzeln ausbreiteten und erste kleine Knollen entstanden. Wir beobachteten, was die Pflanzen brauchen: Wasser bei Trockenheit im Frühjahr, mehr Erde im Sommer, wenn sie oben ans Licht wachsen.
Direkt nebenan entstand ein Kräuterbeet, bei dem erst ein Holzstumpf im Boden zerkleinert und in die Erde eingearbeitet wurde. Dabei gab es viele Tiere zu entdecken. Inzwischen summt es im Kräuterbeet. Ob es für Reibekuchen reicht? Das sehen wir im Herbst...
Haus Kunterbunt e. V., Sankt Augustin
Permakultur
Bei einem Elternabend haben wir gemeinsam Ideen für nachhaltige Projekte gesammelt, bei der anschließenden Onlineumfrage haben sich die Eltern für das Thema Permakulturen entschieden: Zuerst wurde überlegt, an welcher Stelle des Außengeländes das Beet angelegt werden sollte. An der ausgewählten Stelle befanden sich viele große Steine und Brennnesseln, die entfernt wurden. Im Anschluss wurde das Beet abgesteckt und ausgehoben. Der Boden wurde noch einmal mit Spaten und Harken aufgelockert und von weiteren großen Steinen befreit. Nun wurde Erde oben drauf geschüttet und mit den Händen verteilt. Im Anschluss wurden gespendete Tomatenpflanzen eingebuddelt und mit Stöcken fixiert. Um das ganze optisch noch etwas abzugrenzen, wurden die zuvor weggeräumten Steine als Abgrenzung um das Beet gelegt. Für eine weitere Spende der Eltern (Gurken) wurde neben das Beet noch ein weites kleines Beet angelegt und die Gurkenpflanzen eingepflanzt. Als Rankhilfe haben die Kinder im Wald nach passenden Stöcken gesucht und ein Tippi dafür gebaut. Abschließend wurden in das große Beet neben die Tomaten noch Radieschen gesät. Das ganze Projekt ging über mehrere Wochen.
Wald- und Naturkindergarten Meckenheim e.V., Meckenheim
Was wächst wann?
Seit dem Frühjahr haben wir zwei kleine Obstbäume auf dem Außengelände. Da die Kinder nun fast täglich fragen, wann sie denn endlich die Pflaumen und Kirschen ernten können, haben wir dies zum Anlass genommen, mit den Kindern zu erarbeiten, was bei uns regional wächst und wann man es ernten kann. Hierzu visualisierten wir mit den Kindern die vier Jahreszeiten auf einem großen Plakat und nutzten im Anschluss Bildkarten und Bücher, um herauszufinden, was bei uns wächst und wann man es ernten kann. So füllte sich nach und nach das Plakat mit Lebensmitteln, welche die Kinder kennen, mögen und die regional wachsen. In der Mitte des Plakates konnten die Kinder Lebensmittel aufkleben, die sie gerne essen, die wir aber nicht hier anpflanzen können.
FABIDO Familienzentrum Mallinckrodtstraße 266, Dortmund