Anbauen und ernten

Gemüse aus unserem neuen „Kindergarten“

In einer gemeinsamen Aktion mit den Eltern im frühen Frühjahr habe ich einen Teil meines „Kindergartens“ umgestaltet: Es wurden ein großer Busch gerodet, Platten für eine insektenfreundliche Kräuterwiese entfernt und ein Hochbeet gebaut. Wir haben Komposterde ausgestreut, eine Kräuterwiese gesät und zwei Mini-Apfelbäume und zwei Mini-Birnenbäume gepflanzt. Mit den Kindern habe ich im Hochbeet Salat, Möhren, Erbsen, Pastinaken und Gurken angepflanzt. Jeden Tag nach dem Ausflug müssen wir nach unseren Pflanzenkindern gucken und sie gießen und pflegen. So lernen die Kinder spielend Verantwortung zu tragen und sehen, wie unser Essen wächst. Wir freuen uns schon auf die Ernte im Sommer.

Kindertagespflege „bee happy“ von Sabine Röber, Braunschweig

Ausflug zur Bioland-Gärtnerei

Zum Abschluss unserer Projektwochen zum Thema „Jahreszeiten“ haben wir einen Ausflug zum Leyenhof in Bonn gemacht. Dort haben wir eine einstündige Führung bekommen. Im Gewächshaus wurde uns erklärt, wie Tomaten angebaut werden und was sie zum Wachsen alles brauchen. Die Kinder fanden es interessant, dass die Tomaten grün statt rot und noch nicht essbar waren. Weiter ging es zu den grünen Paprika, die wir probieren konnten. Auf dem Kürbisfeld wurde uns erzählt, dass man auch die Blüte essen kann, die wir auch probierten. Wir gingen an Feldern vorbei, wo gerade Salat geerntet wurde. Diesen haben wir dann zum Abschluss im Verkaufsladen wieder gesehen. So haben die Kinder einen Eindruck davon bekommen, woher Obst und Gemüse kommen, die sie im Laden mit ihren Eltern einkaufen gehen.

Kindertagespflege von Desiree Güngör, Bonn

Kresse – Entdecken, Säen, Schmecken

Den Einstieg für meine Projekte für mehr Nachhaltigkeit in meiner Kindertagespflege habe ich mit einer Aktion rund um die Kresse gewählt: Die kleine würzige Pflanze sollte für die Verbindung von Natur, Ernährung und Kräuterkunde im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit den Kindern wurden Kressesamen gesät und gepflegt. Dabei lernten sie, wie aus kleinen Samen essbare Pflanzen entstehen – ein faszinierender Prozess, der täglich beobachtet werden konnte. Die Kinder erfuhren spielerisch, wie wichtig frische Kräuter für eine gesunde Ernährung sind, woher unsere Lebensmittel kommen und wie wir sie selbst anbauen können.

Das Projekt förderte nicht nur Wissen über gesunde Ernährung und Pflanzenwachstum, sondern auch Achtsamkeit, Geduld und Verantwortungsbewusstsein – denn die zarten Keimlinge mussten regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Vor dem Urlaub haben die Kinder die Kresse-Töpfchen mit einem Elternbrief nach Hause genommen. Das Wachstum sollte zusammen mit den Eltern weiter beobachtet und gerne auch fotografisch dokumentiert werden. Ziel war es dann, die Kresse gemeinsam zu ernten und zu probieren – ein echtes Geschmackserlebnis für zu Hause!

Kindertagespflege „Spatzplatz“ von Stefan Koscielny, Bonn

Gemeinsames Gärtnern

Als Aktion zusammen mit den Eltern haben die Kinder und ich ein gemeinsames „Gardening“ für neue Hochbeete rund um den „Spatzplatz“ bestimmt. Für das Bepflanzen wurden im Vorfeld verschiedene Samen vorgezogen und das Wachsen der Keimlinge beobachtet. Die Eltern wurden dann eingeladen, zusammen mit den „Spatzen“ die alten Hochbeete mit den herangezogenen Paprikapflänzchen, Erdbeeren, kleinen Tomatenstauden, Zitronenmelisse sowie Rosmarin neu zu bepflanzen.

Vorab wurden die Kästen mit Tonkügelchen für eine optimale Bewässerung befüllt, danach mit passender Erde. Später wurden Löcher geschaffen, um Keimlingen und Pflanzen einen neuen Platz für ihre feinen Wurzeln zu geben. Danach haben die Kinder beim Angießen fleißig geholfen – Gänse- und Butterblümchen auf der Wiese haben ebenfalls reichlich Wasser abbekommen.

Die Kinder hatten viel Spaß beim Schütten, Fühlen und Räumen von Blähton, Erde und Wasser. Feine Wurzeln, duftende Blätter wurden wahrgenommen. Das Wachsen wird jetzt täglich kontrolliert und beim Ernten werden wir bald auch unseren Erfolg „schmecken“. Für einige Elternteile bedeutete die Pflanzaktion ebenfalls, „Neuland betreten“ und hat zu Ideen für den eigenen Balkon inspiriert.

Kindertagespflege „Spatzplatz 2.0“ von Christiane Noell, Bonn

Gemüse anpflanzen

Bei einem vorangegangenen Projekt haben unsere Tagespflegekinder Samen in wiederverwendbaren Tüten gezogen. Es waren unteranderem Bohnen und Zucchini dabei. Die Kinder konnten die Sprösslinge beim Wachsen beobachten und dabei miterleben, wann sie groß für die Tüten wurden und es Zeit wurde sie in ein Beet einzupflanzen.

Dafür haben wir ein Hochbeet aufgestellt, welches genau in Reichhöhe der Kinder steht. Die Sprösslinge wurden dann vorsichtig aus den Tüten genommen und in das Beet gepflanzt. Zudem wurden noch Möhren und Kartoffeln gepflanzt.

Als das Gemüse reif war, haben die Kinder es geerntet und anschließend bei einer gemeinsamen Kochaktion verarbeitet. So konnten die Kinder miterleben wie Gemüse wächst und den Prozess verfolgen bis es bei einem selbst auf dem Teller ist.

Kindertagespflege „Ratz und Rübe“ von Silke Gummersbach, Bonn-Castell

Samen ziehen

Wir haben eine wiederverwendbare Tüte, die uns als Gewächshaus dient, mit Watte ausgelegt und darin Bohnen- und Zucchinisamen vorgezogen. Diese haben wir am Fenster angebracht, sodass die Kinder täglich beobachten konnten, wie sich die Samen zu Setzlingen entwickeln. So konnten wir den Kindern nahebringen, wie Gemüse wächst.

Kindertagespflege „Ratz- und Rübe“ von Astrid Batta, Bonn-Castell

Kresse – Ostereier

Die Kinder haben sorgfältig Tonschalen mit Watte befüllt. Die Watte wurde mit Wasser gut durchgefeuchtet und darauf Kressesamen verteilt. Dabei haben wir besprochen, dass Kresse ein essbares Kraut ist und wie alle Pflanzen zum Wachsen Erde (hier Watte), Wasser und Licht benötigt. Staunend haben die Kinder das Eierauspusten beobachtet: Eiweiß, Dotter kamen durch das kleine Loch in der Schale. Mit Feuereifer wurden die Bio-Eier mit Fingerfarben bemalt und in die Tonschale gelegt. Aus Eiweiß und Dotter haben sich die Kinder ein Rührei zubereitet. Die Schalen durften die Kinder mit nach Hause nehmen. Gemeinsam mit ihren Eltern haben sie das Wachsen der Kresse beobachtet, Fotos davon in unsere Gruppe gestellt und mitverfolgt, wie das Ei von den zarten Kressepflänzchen regelrecht in die Luft gehoben wurde. Die Kresse wurde von den Familien geerntet. Die Tonschalen wurden später wieder bei mir abgegeben. Seitdem bestücken wir sie ab und an mit Kressesamen und stellen Kräuterbutter u.ä. her.

Kindertagespflege „HandINHand“ von Uta Crämer, Bonn

Gesunde Ernährung spielerisch erleben

In meiner Kindertagespflege lernen die Kinder auf natürliche Weise, woher Lebensmittel kommen und wie wertvoll sie sind. Gemeinsam haben wir Kresse gesät, gepflegt und täglich beobachtet, wie sie wächst. Die Kinder waren mit großer Begeisterung dabei, ihre Becher zu gießen und den Fortschritt zu dokumentieren. Als die Kresse schließlich geerntet wurde, probierten wir sie zusammen – ein echtes Erfolgserlebnis!

Besonders begeistert waren die Kinder auch von den Himbeeren aus unserem Garten. Sie durften direkt vom Strauch naschen und erfuhren dabei, wie Obst wächst und reif wird. Durch solche Erlebnisse entwickeln die Kinder nicht nur ein Bewusstsein für gesunde Ernährung, sondern auch eine enge Verbindung zur Natur und ein Gefühl der Verantwortung.

Kindertagespflege Sonnenschein von Zarife Celik, Hückelhoven

Gesunde Ernährung in der Kindertagespflege

Dieses Projekt hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe mein Zertifikat zur Genussbotschafterin der Sarah Wiener Stiftung „Ich kann kochen!“ absolviert und mit den Kindern gemeinsam frische leckere Gerichte zubereitet. Am besten daran hat mir gefallen, dass ich sehen konnte, wie auch schon die Kleinsten mithelfen können.

Dazu passend haben wir unser Hochbeet wieder flott gemacht und warten nun täglich auf frische Paprikas, Gurken sowie Tomaten. Natürlich darf auch Obst nicht fehlen, daher haben wir uns zusätzlich eine kleine Erdbeerampel zugelegt. Die Kinder dürfen jeden Tag gießen und schauen ob die Früchte reif sind. Passend dazu konnten die Kinder auch ihre selbstgezüchtete Kresse aus den Osternestern ernten.

Um den Kindern zu zeigen wo die Lebensmittel herkommen, besuchen wir regelmäßig den nahegelegenen Bauernhof mit Einkaufsmöglichkeiten. Auf dem Weg fahren wir an den Feldern vorbei und können den Bauern bei seiner Arbeit zuschauen. Die Kinder können so erfahren wo die verarbeiteten Lebensmittel her kommen. Die Eltern konnten ebenfalls sehen, was man Kindern in dem Alter bereits an Fähigkeiten zutrauen kann.

Kindertagespflege von Verena Steinbrecher, Köln

Vom Samen bis auf den Teller

Wir haben damit angefangen, Kresse in einer Eierschale auszusäen. Die nächsten Tage konnten wir die Sämlinge beim Aufgehen und Wachsen beobachten. Die Kresse in den Eierschalen durften die Kinder zum Verzehr mit nach Hause nehmen.

Die ersten warmen Frühlingstemperaturen haben wir dazu genutzt, ein kleines Kindergewächshaus zu bepflanzen und unsere Hochbeete vorzubereiten. Letztere haben wir mit Erde befüllt und im Kindergewächshaus und den Hochbeeten haben wir verschiedene Gemüsesamen ausgesät. Seitdem kümmern wir uns regelmäßig um unsere Pflanzprojekte und konnten die Entwicklung vom Keimling bis zur kleinen Gemüsepflanze beobachten. Wir sind schon gespannt auf unsere erste Ernte.

Es ist wunderschön, wie schon die ganz Kleinen die Entwicklung vom kahlen Ast bis zum gefüllten Johannisbeerstrauch mit Faszination beobachten. Wir freuen uns jetzt darauf, dass die gegenwärtig noch grünen Johannisbeeren rot werden.

Kindertagespflege Pusteblumenkids von Tina Momberger, Bonn

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